22. Januar 2014 / 12:54 Uhr

Rüdiger Schnuphase wird 60: „Fußball hat mein ganzes Leben bestimmt“

Rüdiger Schnuphase wird 60: „Fußball hat mein ganzes Leben bestimmt“

Matthias Roth
Rüdiger Schnuphase wird 60. USER-BEITRAG
Rüdiger Schnuphase wird 60. © dpa
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Erfurt. Eigentlich wollte Rüdiger Schnuphase zu seinem 60. Geburtstag verreisen. Doch nun empfängt er die alten Kollegen doch zu seinem Ehrentag.

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Erfurt. Eigentlich wollte Rüdiger Schnuphase zu seinem 60. Geburtstag verreisen. „Doch dann hat mich meine Frau überzeugt, dass ich das nicht machen kann. Der Fußball hat bis heute mein ganzes Leben bestimmt und so wird er auch zu meinem runden Geburtstag eine wichtige Rolle spielen“, erzählt der Jubilar. Wenn er als einer der bekanntesten und erfolgreichsten Thüringer Fußballer am Donnerstag in einer Erfurter Gaststätte seinen Ehrentag begeht, wird die Schar der Gratulanten recht groß sein. Nicht nur die Familie mit Tochter Judith, Sohn Tony und seinen beiden Enkeln, sondern vor allem langjährige Weggefährten werden es sich nicht nehmen lassen, dem „Hase“, wie er überall genannt wird, zu gratulieren.

Unter ihnen wird voraussichtlich auch Hans Meyer sein. „Er war für mich der beste Trainer, den ich je hatte“, sagt Schnuphase zurückblickend. Aber auch ehemaligen Mitspieler wie Lothar Kurbjuweit und Jürgen Raab aus Jena oder Jürgen Heun, Martin Romstedt und Martin Busse mit denen er nach wie vor in den Traditionsmannschaften in Jena und Erfurt kickt, werden gratulieren.

Schnuphase hatte mit acht Jahren in seinem Geburtsort bei Traktor Werningshausen mit dem Fußballspielen begonnen. Es dauerte nicht lange, bis die Verantwortlichen sein Talent erkannten und so wechselte er bereits zwei Jahre später zum SC Turbine Erfurt, dem jetzigen FC Rot-Weiß. Hier durchlief er alle Nachwuchsmannschaften, bevor er in der Saison 1971/72 seine ersten Spiele bei den Männern bestritt. Schnell wurde er Stammspieler in der Oberliga.

Am 17. Juni 1973 kam er gegen Island beim 2:1-Sieg zu seinem ersten A-Länderspiel in der DDR-Nationalmannschaft. Es folgten in seiner Karriere weitere 44 Länderspiele, die Teilnahme an der WM 1974 und an den Olympischen Spielen 1980. Im Sommer 1976 veranlasste der Fußball-Verband Schnuphases Wechsel zum FC Carl Zeiss Jena, der damals zu den Eliteclubs des DDR-Fußballs gehörte. Während seiner Zeit in Jena wurde er 1982 zum „Fußballer des Jahres“ gewählt und in der Saison 1981/82 mit 19 Treffern Torschützenkönig in der Oberliga, und das als Libero.

„Noch heute schlägt mein Fußballherz sowohl für Jena als auch für Erfurt. Ich bin da sehr neutral, obwohl ich in Erfurt zu Hause bin“, sagt er. Zu seinen schönsten Erinnerungen zählen die Spiele im Europapokal der Pokalsieger 1980 mit dem FC Carl Zeiss Jena gegen den AS Rom. „Dort hatten wir 0:3 verloren und dann daheim sensationell 4:0 gewonnen. Es war schon toll, dass wir aus fast aussichtsloser Position das Spiel noch gedreht haben“, erinnert er sich. „Bitter war dagegen dann die 2:3-Niederlage im Endspiel dieses Wettbewerbs 1981 gegen Dynamo Tiflis nach einer eigenen 2:0-Führung“.

Nach dem Ende seiner Karriere 1986 begann Schnuphase, der den Fußball-Lehrerschein besitzt, sofort als Nachwuchstrainer in Erfurt. Heute arbeitet er als Auswahltrainer des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) im Nachwuchsbereich und vermittelt seine reichhaltigen Erfahrungen der jungen Generation.

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