07. Januar 2019 / 13:11 Uhr

Rügenpokal: VfL Bergen macht halbes Dutzend voll

Rügenpokal: VfL Bergen macht halbes Dutzend voll

Redaktion Sportbuzzer
Die Fußballer des VfL Bergen gewannen den 9. Rügenpokal in einem dramatischen Neunmeterschießen im Finale gegen den FSV Garz. Für den VfL aus der Landesliga war es bereits der sechste Titel hintereinander.  
Die Fußballer des VfL Bergen gewannen den 9. Rügenpokal in einem dramatischen Neunmeterschießen im Finale gegen den FSV Garz. Für den VfL aus der Landesliga war es bereits der sechste Titel hintereinander. © Christian Klitz
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Die Landesligafußballer setzen sich bei der neunten Auflage des Rügenpokals erneut durch. Über den Titel entschied aber erst der letzte Schuss im Neunmeterschießen.

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Sie haben es wieder geschafft! Nach zwei Tagen und vier Turnieren beim neunten Sparkassen-Rügenpokal heißt der Sieger erneut VfL Bergen. Die Fußballer von Trainer Martin Handschug holten den Titel schon zum sechsten Mal hintereinander, das hatte für den Übungsleiter beim Hallenturnier aller Rügener Fußballmannschaften aber nicht oberste Priorität: „Ich bin erst einmal froh, dass alle Spieler verletzungsfrei geblieben sind. Die Spannung ist für die Zuschauer natürlich auch wichtig.“

Jonas Thesenvitz erzielt Siegtreffer im Finale

An Brisanz fehlte es dem Turnier wirklich nicht. Erst mit dem letzten Schuss im Neunmeterschießen des Finales sorgte Jonas Thesenvitz mit seinem Treffer für den erneuten Titelgewinn. Der FSV Garz lieferte dem Favoriten zuvor einen harten Kampf, konnte die frühe Führung aber nicht halten. Am Ende der regulären Spielzeit stand es 1:1. „Neunmeterschießen mag ich eigentlich nicht, aber für unser Selbstvertrauen und das Prestige war es wichtig, dass wir gewonnen haben. Mein Team wusste schon vor dem ersten Schuss, dass sie gewinnen – das Mannschaftsgefüge ist einfach super“, lobte Handschug seine Spieler.

Vor Thesenvitz hatten bereits Matti Kraahs und Tim Vergils für den VfL getroffen. „Ich hab mir die Ecke ausgesucht, und dann schieße ich da auch hin, egal ob der Torwart die Ecke ahnt oder nicht“, beschreibt Vergils die Momente vor seinem Schuss. Er gehört zu den „Serientätern“ bei den Bergenern. Bei den sechs Pokaltriumphen stand er immer mit auf dem Feld. „Es ist für mich auf jeden Fall immer noch etwas Besonderes. Es ist nur schade, dass das Turnier am Ende von so etwas überschattet wird“, sagte Vergils und sprach damit die Ausschreitungen auf Seiten der Zuschauer an.

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Aufgeheizte Stimmung nach Endspiel

Schon beim 1:1 in der Gruppenphase zwischen dem FSV Garz und dem VfL Bergen waren einige Anhänger des FSV negativ aufgefallen und heizten die Stimmung immer weiter auf. Nach dem verlorenen Finale drohte die Situation kurz zu eskalieren, wurde jedoch auch dank des Eingreifens der Garzer Spieler entschärft. Ein ärgerlicher Beigeschmack für den FSV, denn die Spieler zeigten auf dem Parkett in der Dwasiden-Sporthalle in Sassnitz zwar nicht den schönsten Fußball, kämpften sich aber verdient auf Platz zwei in der Staffel 1 und damit ins Halbfinale. Dort besiegten sie Blau-Weiß Baabe, den Finalisten aus dem Vorjahr, mit 5:1. Der VfL Bergen setzte sich im zweiten Semifinale ungefährdet mit 4:1 gegen den 1. FC Binz durch, der sich im Neunmeterschießen den dritten Platz sicherte.

Im kommenden Jahr starten die Gruppen dann in neuer Besetzung, denn alle Aufsteiger konnten ihre Klasse halten. Die zweite Mannschaft von Blau-Weiß Baabe gewann souverän die D-Gruppe, die zweite Mannschaft des FSV Garz erspielte sich am Sonnabend in der B-Gruppe das Startrecht für den Sonntag, und die SG VfL Bergen II/SV Putbus hielt als Aufsteiger die A-Gruppe – im Entscheidungsspiel gegen Gastgeber Sassnitz gab’s den Startplatz am Sonntagnachmittag.

Änderungen sind angedacht

Das werden aber wohl nicht die einzigen Veränderungen beim zehnten Rügenpokal sein. „Mit der Spannung bin ich zufrieden, aber mit der Qualität der Spiele überhaupt nicht. Es wird nur noch auf Sieg gespielt, ohne Rücksicht auf das Fußballerische“, bemängelte Organisator Oliver Begerow und gibt damit wieder, was viele der Zuschauer in der vollen Halle dachten. „Wir werden auf jeden Fall bei den Fünfmeter-Toren bleiben, weil einige Mannschaften sonst nicht kommen, aber wir werden etwas ändern, denn das Turnier soll immer besser werden, und wir wollen die Härte rausnehmen“, gibt Begerow schon einen Ausblick auf die Jubiläumsausgabe und verweist dabei auf weitere Adaptionen aus dem Futsal.

Bei allen Neuerungen bleibt es aber bei Konstanten: Auch im kommenden Jahr hat jedes Team die Chance auf den Titel, und der VfL Bergen bleibt das sechste Jahr in Folge der Gejagte.

Endstand
Gruppe A

VfL Bergen
FSV Garz
1. FC Binz
Blau-Weiß Baabe
SG VfL Bergen II/SV Putbus
SG Empor Sassnitz

Gruppe B
SG VfL Bergen/SV Putbus
TSV Sagard
SV Neuenkirchen
SV Gingst
FSV Garz II
SV Trent

Gruppe C
FSV Garz II
Dreschvitzer SV
SV Rambin
SG Wittow
Blau-Weiß Baabe II
FSV Gademow

Gruppe D
SV Blau-Weiß Baabe II
SV Samtens
SG Gustow

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