Holstein Kiel in Grossaspach Im Schnitt 5711 Besucher pilgerten in der abgelaufenen Saison zu den Heimspielen der Kieler Störche. © Paesler
Holstein Kiel in Grossaspach

Run auf Holstein-Dauerkarten

5000er-Marke könnte bis zum Ende der ersten Verkaufsphase am 30. Juni geknackt werden

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Die Spieler des künftigen Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel genießen ihre letzten Urlaubstage vor dem offiziellen Trainingsstart am kommenden Montag. Für die Anhänger der Störche hat die aktive Vorbereitungsphase auf das Treiben im Bundesliga-Unterhaus mit dem Dauerkartenvorverkauf bereits begonnen. Bis zum 30. Juni können Jahreskarten-Inhaber der Vorsaison ihr Vorkaufsrecht für das Zweitliga-Abo nutzen und Neukunden ihre Ticket-Wünsche anmelden. Vereinsmitglieder werden dabei laut Klub-Informationen bevorzugt behandelt.

Das Interesse ist immens, die bisherige Bestmarke von 2200 Dauerkarten dürfte problemlos geknackt werden. Gut 1800 Bestellformulare von neuen Dauerkarten-Interessenten hat Angelique Dalgic als Leiterin Fanshop/Ticketing seit Montag in ihrem Ordner abgeheftet. Und der Boom reißt nicht ab. Wolfgang Schwenke, kaufmännischer Geschäftsführer der Störche, will die Entwicklung abwarten und den Dauerkartenverkauf gegebenenfalls ab einer noch nicht exakt benannten Größenordnung stoppen. Angelique Dalgic verspricht, die Wünsche der Interessenten so gut wie eben möglich umsetzen zu wollen.Eine durchaus ambitionierte Mission. Denn durch die anstehenden Baumaßnahmen im Holsteinstadion stehen bestimmte Bereiche nicht mehr in gleichem Umfang wie zuvor oder gar nicht mehr für den Dauerkartenerwerb zur Verfügung. Auf der Haupttribüne fallen 105 Sitzplätze den Richtlinien der Deutschen Fußball Liga (DFL) zum Ausbau des Pressebereiches zum Opfer. Dafür wird das Sitzplatzkontingent auf der Gegengeraden um 320 Plätze erweitert. Auch der bei Stehplatzkunden zuletzt sehr beliebte BlockL kommt nicht in den Dauerkartenverkauf. Hintergrund: BlockL wird nach Abriss des bisherigen Gästebereiches (M und O) neuer Standort für die auswärtigen Anhänger.

Überblick für Störche -Fans: Die Preisgestaltung der einzelnen Blöcke wird ersichtlich, wenn man mit dem Cursor auf den entsprechenden Block geht.

Allerdings könnte sich der Baubeginn der neuen Tribüne in der Ostkurve aufgrund der Bearbeitungszeit der Bauanträge sowie Absprachen mit Polizei und Feuerwehr laut Schwenke noch bis zum Oktober hinziehen. „So lange werden die Blöcke Ound M weiter für die Gäste-Anhänger genutzt“, so der KSV-Vizepräsident. Durch den Ausbau der West-Kurve und Nord-Tribüne bietet das Holsteinstadion somit zu Saisonbeginn (28. bis 31. Juli) rund 13400 Besuchern Platz – 25 Rollstuhl-Plätze plus Begleitung inklusive. Das erste Zweitliga-Heimspiel der Störche steigt mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen dem 5.und 8. August und könnte an alte Dimensionen anknüpfen. Am 29. Oktober 1978 sahen 14000 Zuschauer in Kiel das 2:2 gegen RW Essen, 14 Tage später gar 15000 einen 2:1-Erfolg Holsteins gegen Hannover 96 – Zahlen aus dem ersten Jahr der bislang letzten Zweitliga-Zeit der Störche (1978 bis 1981), die danach nie wieder erreicht wurden.

Schwenke stellen die den unabdingbaren Baumaßnahmen geschuldeten Veränderungen im Holsteinstadion binnen der kommenden zwölf Monate vor große organisatorische Herausforderungen: „Wir müssen in diesem Spieljahr gleich drei, der jeweiligen Situation angepasste Sicherheitskonzepte erarbeiten.“ Stellvertretend dafür steht die Trennung zwischen dem künftigen Gäste-BlockL und den Sitzplatzkunden in Block K3. Im Preisniveau bewegt sich die KSV Holstein zwischen Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 (Stehplatz pro Saison: 182 Euro/teuerster Sitzplatz: 570 Euro) und Zweitliga-Mitaufsteiger MSV Duisburg (182 Euro/504 Euro). Die Störche haben die Preise, so Schwenke, für Stehplätze um einen, für Sitzplätze um drei beziehungsweise vier Euro (Haupttribüne) angehoben. Dauerkarteninhaber sehen die 17 Heimspiele zum Preis von 15 und haben ein Vorkaufsrecht für Partien im DFB-Pokal und andere Sonder-Begegnungen wie Relegationsduelle.

Die Vorfreude auf die KSV-Auftritte im Bundesliga-Unterhaus nach 36-jähriger Zweitliga-Abstinenz ist riesig. Im abgelaufenen Spieljahr pilgerten im Schnitt 5711 Besucher zu den 19 Drittliga-Heimpartien ins Holsteinstadion. Damit rangiert die KSV in der bundesweit von Borussia Dortmund (79653) und Bayern München (75000) angeführten Tabelle noch hinter Rot-Weiß Essen (7865) und Alemannia Aachen (6506/beide Regionalliga West) auf Platz 48.

Region/Kiel Holstein Kiel Holstein Kiel (Herren)

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