10. September 2018 / 15:13 Uhr

RW Huerriyet: Deniz Ekici feiert gelungenen Trainer-Einstand

RW Huerriyet: Deniz Ekici feiert gelungenen Trainer-Einstand

Ralf Kilian
Fußball-Kreisliga
RW Hürriyet 19 -
TSV Ganderkesee 8
Stadionnebenplatz
Hürriyets Kapitän Hakan Kahraman führte sein Team zum Sieg gegen den TSV Ganderkesee (weiß). © Ingo Moellers
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Der neue Coach von RW Hürriyet Delmenhorst sieht beim 2:1 über den zuletzt so starken TSV Ganderkesee den ersten Saisonsieg

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Bei RW Hürriyet Delmenhorst kehren neue Besen offenbar gut: Deniz Ekici, seit Donnerstag beim Fußball-Kreisligisten auf dem Trainerstuhl, hat sich am Sonntag über den ersten Saisonsieg der Rot-Weißen freuen können. Dank eines Doppelpacks von Berat Uyar hieß es am Ende 2:1 (1:0) über den zuletzt so starken TSV Ganderkesee. Das Spiel bewegte sich allerdings auf recht niedrigem Niveau. Vermutlich lag es an den Voraussetzungen, mit denen beide Kreisligisten in die Partie gingen. Hürriyet hatte aufgrund zahlreicher Absagen (Sperre, Hochzeit, Urlaub) von Beginn an nur elf Mann zur Verfügung, musste fünf Fußballer mit hohem Kreisligaformat ersetzen. Bei den Gästen saßen nur angeschlagene Akteure auf der Bank.

Der Sieg Hürriyets war absolut verdient. Die verbliebene Elf spielte, kämpfte, rackerte und machte damit genau das, was sie kann. Das war keine fußballerische Feinkost, aber eine geschlossene Mannschaftsleistung. „Disziplin und Fairness stehen bei mir an erster Stelle, erst dann kommt der sportliche Erfolg“, erklärte Ekici sein Credo. Das setzte seine Mannschaft konsequent um, verzichtete auf unnötige Scharmützel mit dem nahezu fehlerlos leitenden Schiedsrichter Julian Maskow.

Doppelpack von Berat Uyar

Deniz Ekicis Taktik war bestimmt von der dünnen Personaldecke. „Wir können nicht 90 Minuten mitspielen“, berichtete der Trainer, der zuletzt in Achim tätig war. Da passte das frühe 1:0 natürlich gut in seinen Matchplan. Rechtsverteidiger Ramzan Gür wurde von den Ganderkeseern nicht angegriffen und zog dann aus 22 Metern einfach mal ab. TSV-Torwart Christian Klattenhoff reagierte gut und lenkte den Ball noch an die Lattenunterkante, jedoch sprang das Spielgerät infolgedessen vor die Füße von Uyar – das 1:0 (11.). Fünf Minuten später hätte Uyar per Zuspiel auf Ahmet Kale fast das 2:0 vorbereitet, doch Klattenhoff lenkte den platzierten Schuss noch um den rechten Pfosten. Kapitän Hakan Kahraman hatte ebenfalls den zweiten Treffer auf dem Fuß, setzte seinen Volleyschuss nach Hereingabe von Cihad Bayraktaroglu jedoch über den Querbalken (21.). Ganderkesees einzige gefährliche Annäherung war ein Schuss mit der Pike von Lars Goretzki (29.). „Die erste Halbzeit war einfach schlecht“, urteilte TSV-Coach Stephan Schüttel zu Recht.

Schon in den ersten 70 Sekunden des zweiten Durchgangs hatten die Gäste mehr Strafraumszenen als in der gesamten ersten Halbzeit. Hürriyets Aushilfstorwart Dennis Rülling wurde nach einer abgerutschten Flanke von Christian Fitzgibbon zu einer Parade gezwungen. Sascha Reepel köpfte den folgenden Eckball knapp vorbei (47.). Danach war es häufig Linksaußen Benny Latwesen, der für Gefahr sorgte und unter anderem das Außennetz traf (58.). Jordan Poraths Freistoß von der Mittellinie wäre fast ins lange Eck durchgerutscht, doch Rülling verhinderte den Ausgleich (68.). Der Druck von Ganderkesee erreichte seinen Höhepunkt mit einem Vergehen an Latwesen, für das der Schiedsrichter auch auf den Punkt hätte zeigen können (70.).

Doch der Druck flaute danach ab. „Im Grunde hatten wir auch nur zwei gute Möglichkeiten, das ist zu wenig“, analysierte Schüttel. Hürriyets Konter wurden jetzt immer gefährlicher, aber im Abschluss fehlte noch etwas die Präzision bei Uyar (81.) und Kadir Gür (82.). Ganderkesees Marc Rässler rettete gegen Bayraktaroglu auf der Linie (85.) und ärgerte Bayraktaroglu noch weiter, indem er den Schiedsrichter darauf hinwies, dass Bayraktaroglu keine Schienbeinschützer trug. Die Vervollständigung der Ausrüstung dauerte vier Minuten.

Als Bayraktaroglu wieder das Feld betrat, durfte er gleich Uyars Doppelpack bejubeln. Das erlösende 2:0 erzielte Hürriyets Nummer elf per Dropkick aus der Drehung. Die Entfernung des Schusses betrug 20 Meter, der Ball landete im linken Winkel – ein herrliches Tor (90.). Sascha Reepel gelang zwar in der Nachspielzeit noch das 1:2 (90.+4), doch am rot-weißen Jubel änderte der Treffer nichts mehr.

„Das war ein schöner Einstand“, freute sich Ekici, der mit harter Arbeit weitere Erfolge einfahren will. Schon am Freitag soll der zweite Saisonsieg gelingen. Dann wird um 19.45 Uhr das Kellerderby zwischen den Delmenhorster Tabellennachbarn TV Jahn und Hürriyet angepfiffen.

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