19. November 2018 / 09:13 Uhr

Sachsenpokal: FSV Zwickau, Chemnitzer FC und Budissa Bautzen im Halbfinale

Sachsenpokal: FSV Zwickau, Chemnitzer FC und Budissa Bautzen im Halbfinale

Jürgen Schhwarz
Der Bautzener Tony Schmidt überspringt den Laubegaster Erik Weskott, der den Ball im Liegen erobert.
Der Bautzener Tony Schmidt überspringt den Laubegaster Erik Weskott, der den Ball im Liegen erobert. © Torsten Zettl
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Am 15. Dezember wird das letzte Viertelfinalspiel zwischen Titelverteidiger BSG Chemie Leipzig und dem 1. FC Lokomotive Leipzig ausgetragen.

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Dresden. Drittligist FSV Zwickau sowie die beiden Regionalligisten Chemnitzer FC und Budissa Bautzen stehen im Halbfinale um den Sachsenpokal. Titelverteidiger BSG Chemie Leipzig und Stadtrivale 1. FC Lok Leipzig treffen erst am 15. Dezember im letzten Viertelfinalspiel aufeinander.

Budissa-Coach Gütschow geht kein Risiko ein

Budissa gewann beim Landesklasse-Vertreter FV Dresden 06 Laubegast vor 417 Zuschauern mit 4:2 (1:1). „Völlig verdient“, meinte FV-06-Coach Boris Lucic, der dennoch mit seiner Mannschaft hochzufrieden sein konnte. Mann des Tages war der junge Pole Mateusz Ciapa, der drei Tore erzielte (30. 72., 90.). Der vierte Treffer der Spreestädter ging (natürlich) auf das Konto von Tony Schmidt (58.), der sich an seiner alten Wirkungsstelle ebenfalls spielstark präsentierte. Eltern, Freundin, Geschwister, Bekannte und ehemalige Übungsleiter waren unter den Zuschauern auf dem Sportplatz an der Steirischen Straße. Der 30-Jährige hatte mit sechs Jahren in Laubegast das Fußball-ABC erlernt und war 2008 zu Dynamo Dresden gewechselt. Allerdings sah Schmidt Gelb und ist damit im Halbfinale gesperrt.

Trainer Torsten Gütschow ging personell keinerlei Risiko ein, ließ seine vermeintliche beste Formation beginnen. Allerdings leistete sich Kapitän Maik Ebersbach einen schlimmen Fehler, den Philipp Wappler eiskalt nutzte (1:1/37.). In der 75. Minute musste sich der Bautzener Schlussmann auch noch Aleksandre Labadze geschlagen geben, der zwischenzeitlich auf 2:3 verkürzte. „Das war nichts für Feinschmecker, aber wir sind weiter. Das war die Tagesaufgabe“, meinte Gütschow.

Die Bischofswerdaer warteten in Chemnitz vor 2876 Zuschauern mit einem Blitzstart auf. Nach nur sechs Minuten sorgte Kapitän Philipp Kötzsch für das 1:0. Auf der Gegenseite traf Tobias Müller nur die Torumrahmung, ehe Torjäger Daniel Frahn nach einer Flanke von Rafael Garcia mit dem Kopf zur Stelle war (1:1/26.). Bis zur Pause agierten die Schiebocker weiter auf Augenhöhe und verzeichneten durch Hannes Graf und Cornelius Gries lukrative Möglichkeiten, die der ehemalige Budissa-Keeper Jakub Jakubov im CFC-Tor aber vereitelte. Im zweiten Abschnitt erhöhte der neunfache Cupsieger den Druck, aber die von Trainer Erik Schmidt taktisch glänzend eingestellten Gäste gaben sich kaum eine Blöße. Zudem hatte Tom Hagemann das 2:1 auf dem Spann, scheiterte aber ebenfalls an Jakubov. Zu tun bekam aber auch Dominik Reissig im BFV-Tor. Der gebürtige Chemnitzer, im Aufstiegsjahr 2017/18 noch Stammtorhüter, blieb gegen Dennis Grote und Kostadin Velov der Sieger. Schwierig wurde es für den Regionalliga-Aufsteiger ab der 77. Minute, nachdem Schiedsrichter Lars Albert (Muldenhammer) Hannes Graf mit Gelb-Rot unter die Dusche geschickt hatte. Dennoch war die Verlängerung greifbar, doch beim Distanzschuss von Tobias Müller war Reissig in der 90. Minute machtlos.

Landesliga-Tabellenführer Einheit Kamenz lieferte gegen Drittligist FSV Zwickau eine beherzte Partie ab (1:4). „Wie meine Mannschaft dem drei Klasse höher spielenden Konkurrenten die Stirn gezeigt hat, war schon beeindruckend. Drei Tore war Zwickau nicht besser“, resümierte Einheit-Coach Frank Rietschel. Dabei begann es für seine Mannschaft nicht optimal, denn der Favorit ging vor 702 Besuchern frühzeitig durch Lion Lauberbach in Führung (7.). Doch die Westsachsen hatte die Rechnung, einen ruhigen Fußball-Nachmittag zu verbringen, ohne die Lessingstädter gemacht.

Der überragende Franz Häfner sorgte mit einem spektakulären Seitfallzieher für den schnellen Ausgleich (12.) und ließ Rietschel ins Schwärmen geraten: „Ich bin schon lange dabei, aber so eine technische Glanzleistung sieht man wirklich ganz, ganz selten.“ Am Ende setzten sich die cleveren Zwickauer dank der Treffer von Ronny König (37.), Toni Wachsmuth (74.) und Tarsis Bonga (82.) dennoch verdient durch.

Neben den drei Viertelfinalpartien wurden auch noch zwei Achtelfinalspiele nachgeholt. Dabei setzte sich der 1. FC Lok Leipzig beim Liga-Kontrahenten in Auerbach überraschend deutlich durch (4:1). Matthias Steinborn markierte drei Treffer. Chemie Leipzig schrammte bei Fortuna Trebendorf (6. Liga) nur haarscharf an einer Blamage vorbei. Der Sechstligist führte bis in die Nachspielzeit mit 3:2, ehe Daniel Heinze den Ausgleich für die Leutzscher erzielte. Nach einer Roten Karte für Artur Spraski (90.+5) musste Trebendorf die gesamte Verlängerung in Unterzahl spielen.

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