12. Oktober 2018 / 08:14 Uhr

Sachsenpokal mit wenig Pokalreiz

Sachsenpokal mit wenig Pokalreiz

Frank Müller
Die BSG Chemie hat ihn, der 1. FC Lok Leipzig will ihn - den Sachsenpokal. Am Wochenende stehe beide Teams vor lösbaren Aufgaben. 
Die BSG Chemie hat ihn, der 1. FC Lok Leipzig will ihn - den Sachsenpokal. Am Wochenende stehe beide Teams vor lösbaren Aufgaben.  © Christian Modla
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BSG Chemie und der 1. FC Lok Leipzig spielen daheim. Die Kickers Markkleeberg empfangen Regionalliga-Spitzenreiter Chemnitzer FC

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Leipzig. Chemie Leipzig ist derzeit gleich in zwei Pokalwettbewerben aktiv, die Leutzscher fiebern vor allem auf die 2. DFB-Pokalrunde am 30. Oktober hin, wenn Zweitligist SC Paderborn in den Alfred-Kunze-Sportpark kommt. Zuvor, an diesem Sonnabend, 14, Uhr, steht an gleicher Stelle aber erst einmal die 3. Runde des Landespokals an. Chemie ist Pokalverteidiger und trifft auf Landesklasse-Vertreter FC Blau-Weiß Leipzig. Der hätte, weil zwei Ligen tiefer als der Oberligist angesiedelt, eigentlich Heimrecht. Doch Sicherheitserwägungen führten Verband und die Blau-Weiß-Führung dazu, das Match nach Leutzsch zu verlegen. Allerdings ohne richtig mit der Mannschaft der Blau-Weißen gesprochen zu haben. Diese hätte nämlich gern im heimischen Stadion der Freundschaft gespielt. „Für was spielen wir denn in diesem Wettbewerb, wenn nicht für so ein Heimspiel gegen einen attraktiven Gegner? Den Pokal selbst können wir ja praktisch nie gewinnen“, verlautete es aus Mannschaftskreisen.

Das Blau-Weiß-Team war so verärgert, dass es sogar erwog, auswärts gegen die Chemiker gar nicht anzutreten. Aus Protest, wie der Verband und die eigenen Funktionäre mit ihnen umspringen. Am Mittwoch entschieden sich die Landesklasse-Kicker jedoch fürs Spiel. Für die Fans hält sich der Pokalreiz daheim gegen einen Landesklassisten freilich in Grenzen. Trainer Dietmar Demuth wird einigen Akteuren eine Chance geben, die bislang noch nicht so oft eingesetzt wurden: „Das bietet sich ohnehin an, weil einige Stammspieler angeschlagen sind.“ Organisatorisch ist die Partie im AKS natürlich einfacher abzuhandeln. Weshalb die Führung der eigentlichen Gastgeber wohl ganz froh ist, dass Chemie in die Rolle der Platzherren schlüpft.

Einen „historischen Aspekt“ hat die Partie übrigens auch: Chemie übernahm 2011 das Sachsenliga-Spielrecht von Blau-Weiß, und etliche Spieler gleich mit. Nicht ungewöhnlich in Leipzig, auch RB, Inter und Lok hievten sich so bekanntlich schon in für sie genehmere Ligen.

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Apropos 1. FC Lok, für den Regionalligisten liegen die(Pokal-)Dinge am Sonnabend bei der Begegnung mit dem Hainsberger SV aus der Landesklasse Mitte ähnlich wie für Chemie. „Auch hier hatte der unterklassige Verein die Verlegung der Partie zum Gegner beantragt“, erklärt Lutz Mende, der Verbandsbeauftragte für Sicherheit. Statt in dem Freitaler Stadtteil wird in Probstheida gespielt. Der sportliche Wert des Ganzen ist ebenso überschaubar wie in Leutzsch.

Und sonst? Tatsächliche Pokalstimmung könnte Im Markkleeberger Sportpark Camillo Ugi aufkommen, wenn Regionalliga-Spitzenreiter Chemnitzer FC am Sonnabend, 15.30 Uhr, beim Sachsenligisten Kickers Markkleeberg aufkreuzt. Die Markkleeberger leiden derzeit allerdings unter Personalnot, sechs wichtige Kräfte fehlen, wie beispielsweise im Abwehrzentrum Christian Sund und Maximilian Heyse. „Trotzdem werden wir unsere Minimalchance suchen“, sagt Coach Heiko Brestrich, der jedoch selbst im Urlaub sein wird. „Das habe ich vor einem halben Jahr geplant, als ich nicht ahnte, dass wir im Pokal auf David Bergers Truppe treffen würden“, erklärt er ein wenig bedauernd. Brestrich wird von seinem „Co“ Marcel Hensgen vertreten.

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