96-Physio Jens Vergers untersucht das Knie Salif Sanés unmittelbar nach dem Zusammenprall. Weitere Fotos vom Freitagstraining gibt's in der Galerie. © Nigel Treblin

Salif Sané im Training verletzt: Platzt jetzt der Köln-Wechsel?

Nach unglücklichem Einsteigen von Mike Steven Bähre, blieb Sané mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Wird der Senegalese damit für Bundesligisten uninteressant.

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Wie schlimm ist es? Wie gehts? Salif Sané presste nicht mehr als schmerzhaftes Stöhnen heraus, als er mit dickem Eisbeutel am rechten Knie an unserem Reporter vorbei Richtung Kabine humpelte. Es hatte dramatisch ausgesehen: Um 11.15 Uhr war Mike Bähre unglücklich in die langen Beine des 96-Riesen gekracht. Sané blieb liegen, sein Gesicht verzerrte sich, er hielt sich das Knie.

Torwart Philipp Tschauner, Florian Hübner und Physio Jens Vergers rannten zu ihm. Das Training musste er nach langer Behandlung abbrechen, er musste gestützt werden beim Gehen. Erst am Nachmittag stand die Diagnose nach dem MRT fest. Sie liest sich wie eine Entwarnung: Außenbanddehnung im rechten Knie. Aber für Sané kann die Verletzung immer noch dramatische Folgen haben.

Köln sucht bereits nach Alternativen

Der wertvollste Profi des Kaders hatte 96 seinen Wechselwunsch nach Köln in die Bundesliga mittlerweile persönlich mitgeteilt. Aber sein Traum von Köln könnte platzen. Eine Bänderdehnung ist eine dehnbare Diagnose bezüglich der Folgen und der Zeit des Ausfalls.

Möglicherweise dauert die Pause bei Sané nur fünf Tage, sie kann aber auch mehrere Wochen dauern. So lange wartet Köln-Sportchef Jörg Schmadtke sicher nicht.

Am Freitag befand sich Schmadtke bereits auf Sichtungstour. Er sieht sich nach einer Alternative für Sané um. 96 war nach der ersten abgelehnten Kölner Offerte (3,5 Millionen Euro) weiter stur geblieben bei der Forderung von zehn Millionen Euro.

Sané soll mit nach Norderney

Für 96 bedeutet der Schlenker in Köln, dass die Schmadtke-Gefahr vorerst verfliegt. Nach dem Horrortraining am Freitag droht zunächst auch kein anderes Angebot von Mitbewerbern wie Hertha BSC.

Sané hatte deutlich gesagt, dass er erstklassig spielen will. Aber ein erstklassiges Angebot für ihn wird erst dann eintreffen, wenn klar ist, wann und wie Sané wieder fit wird. Möglicherweise kommt vorerst gar kein Interessent mehr und 96 kann tatsächlich sicher mit ihm planen. Sportlich würde 96 davon profitieren, finanziell dann eben nicht. Das wird für Sané aktuell kein großer Trost sein.

Sicher ist trotz des Trainingsunfalls, dass 96 ihn mit ins Trainingslager nach Norderney nimmt – allein, um den Fortschritt der Heilung im Blick zu haben. 96 glaubt sogar, dass er noch auf Norderney wieder einsteigen kann. Danach sah es gestern aber nicht aus.

Fussball 2. Bundesliga Region/National Hannover 96 (Herren)

KOMMENTIEREN

Anzeige

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE