Leonie Kolod im Trikot des 1. FC Neubrandenburg. Leonie Kolod im Trikot des 1. FC Neubrandenburg. © privat
Leonie Kolod im Trikot des 1. FC Neubrandenburg.

Sassnitzerin ergreift ihre Chance

Leonie Kolod wechselt für den Traum vom Profi-Fußball ans Sportgymnasium Neubrandenburg.

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Sassnitz/Neubrandenburg. Mit gerade einmal zwölf Jahren wagte die Fußballerin Leonie Kolod den Wechsel auf das Sportgymnasium Neubrandenburg. Dort spielt die inzwischen 13-Jährige seit dem 1. September für den 1. Neubrandenburg und konnte bereits erste Erfolge feiern.

„Ich hatte gleich die Möglichkeit, mit meiner Schulmannschaft bei Jugend trainiert für Olympia in Berlin anzutreten, wo wir Landessieger von Mecklenburg-Vorpommern geworden sind“, berichtet die Sassnitzerin.

Das Elternhaus zu verlassen, fiel ihr alles andere als leicht: „Ich hätte auch schon vor zwei Jahren auf das Internat gehen können, aber da habe ich mich noch nicht so weit gefühlt.“ Und auch Mutter Steffi machte sich Sorgen, ob ihre Tochter den Alltag in Neubrandenburg alleine bewältigen könnte. „Ich glaube, es war schwer für meine Mutter, mich gehen zu lassen, aber wir schreiben und hören uns täglich“, erzählt die ehemalige Schülerin der Regionalen Schule Sassnitz. Auch zu ihren einstigen Mitschülern und ihrer damaligen Klassenlehrerin Frau Nier hat sie immer noch viel Kontakt: „ Frau Nier hat mich immer unterstützt und sich mit mir gefreut, als ich die Möglichkeit hatte, nach Neubrandenburg zu gehen. Sie hat meine Entscheidung beflügelt.“

Leonies Tagesablauf an der neuen Schule erlaubt nur noch selten Heimatbesuche. Schon vor der ersten Schulstunde beginnt sie mit dem Frühtraining und Kraftsport. Nach dem Unterricht geht es weiter mit der nächsten Trainingseinheit und gelegentlichen Testspielen. An den Wochenenden ist sie mit ihrer Mannschaft in der Liga unterwegs.

„Wenn wir in der Nähe spielen, schaut meine Familie zu. Das macht mich immer besonders stolz. Ansonsten versuche ich, alle paar Wochen nach Rügen zu kommen“, sagt die 13-Jährige.

Zum Fußball fand die Siebtklässlerin schon früh - in der ersten Klasse. Von Empor Sassnitz ging es zum PSV Bergen. Bei einem Spiel der Bergener in Wismar wurde sie 2014 von Landestrainer Tilo Berner entdeckt und erhielt das Angebot, an die Sportschule nach Neubrandenburg zu wechseln. „Es hat viel Arbeit und Anstrengung gekostet, den Sprung auf das Internat zu schaffen. Die Tests sind wirklich schwer, aber es war eine einmalige Chance, die erhoffte Laufbahn einzuschlagen“, erzählt Leonie.

Bis die Rügenerin wie ihr großes Vorbild Lena Goeßling in der Nationalmannschaft auflaufen kann, müssen Freunde und Familie wohl noch ein paar Jahre warten. Den nötigen Ehrgeiz besitzt die Sassnitzerin aber, ohne dabei zu vergessen, wer ihr den wichtigen Schritt ermöglicht hat: „Ich bin dankbar, dass meine Eltern mir das alles ermöglicht haben. Für sie ist das auch eine finanzielle Belastung, aber sie haben mir keine Steine in den Weg gelegt.“

Nach drei Monaten bereut sie das große Wagnis, das eigene Elternhaus zu verlassen, nicht: „Ich habe mich gut eingelebt und das ist meine Chance!“

PSV Bergen SG Empor Sassnitz Region/Mecklenburg Vorpommern 1. FC Neubrandenburg Kreis Nordvorpommern-Rügen

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