09. November 2018 / 18:54 Uhr

SC DHfK Leipzig: „Franz Semper gehört die Zukunft“

SC DHfK Leipzig: „Franz Semper gehört die Zukunft“

LVZ
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Leipzigs Franz Semper kommt gegen Göppingens Jacob Bagersted zum Wurf. 
Leipzigs Franz Semper kommt gegen Göppingens Jacob Bagersted zum Wurf.  © Christian Modla
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Andre Habers Hoffnungen beim Spiel gegen GWD Minden liegen auf den "Frischlingen" im Team

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Leipzig. Es geht gerade sehr schnell im Leben von Franz Semper. Erst am 24. Oktober bestritt der 21-Jährige seine erste Partie für das DHB-Team und war beim klaren 37:21 gegen Israel mit vier Treffern gleich drittbester deutscher Torschütze. Vor vier Tagen kam dann die Nachricht, dass der gebürtige Bornaer vom Landessportbund Sachsen ins „Team Tokio 2020“ berufen wurde – einen vorläufigen sächsischen Kader für die olympischen Spiele in der japanischen Hauptstadt. Und ganz nebenbei ist der Rückraummann beim SC DHfK – auch durch die Verletzung von Andreas Rojewski – in dieser Saison zum Stammspieler aufgestiegen und führt aktuell die interne Torschützenliste mit 58 Buden an.

„Franz gehört die Zukunft“, sagt denn auch Rojewski, der mit seinen 33 Jahren aber noch ein paar Spielzeiten hinlegen möchte und jüngst sein Comeback feierte. Im August verlängerte Semper seinen Vertrag noch um ein Jahr bis 2020 – obwohl schon damals vom Interesse von großen Klubs wie THW Kiel gemunkelt wurde. Wenn der Linkshänder allerdings so weiter macht, dürfte er nicht mehr ewig an der Pleiße zu halten sein.

„Er weiß, wo das Tor steht, geht voll drauf, zeigt wenig Respekt vor kämpfenden Abwehrreihen. In der Abwehr hat er seine Sache gut erledigt“, sagte Bundestrainer Christian Prokop nach Sempers Debüt. Dabei war es sicherlich nicht von Nachteil, dass ihn Prokop schon aus seiner Zeit als DHfK-Coach gut kennt. Allerdings habe ihm der Bundestrainer mitgegeben, dass er noch an seiner Athletik und Spritzigkeit arbeiten müsse, erzählt Semper. Die Wurfkraft Sempers ist derweil schon phänomenal: Bei einem Versuch wurden bei ihm mal 107 km/h aus dem Stand gemessen.

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Wie sehr sich Sempers Stellung beim SC DHfK verändert hat, verdeutlicht auch der Fakt, dass er überhaupt keine Angst vor einer Rückkehr Rojewskis hat – im Gegenteil. „Ich bin froh, dass Roje zurück ist, weil ich so nicht mehr die ganze Last auf dieser Position tragen muss“, sagt er. Auch sein Nationalmannschaftsdebüt nahm er fast abgeklärt hin: „Ich war zwar etwas aufgeregt, kannte die meisten Abläufe aber schon von den Junioren.“

Geholfen habe ihm dabei auch, dass er mit Teamkollege Niclas Pieczkowski auf einem Zimmer schlief. Nun steht erst einmal wieder der Liga-Alltag mit dem wichtigen Heimspiel am Sonntag gegen GWD Minden (16 Uhr, Arena Leipzig) an. In der Vergangenheit waren die Duelle beider Mannschaften immer knapp, das weiß auch Minden-Trainer Frank Carstens. „Ich erinnere mich noch sehr gut an das letzte Spiel in Leipzig, als uns der SC DHfK bei sehr wenigen Toren halten konnte und sehr präzise über den Kreis agiert hatte“, sagte er.

Mit einem Sieg könnten die Leipziger den Erfolg gegen Frisch Auf Göppingen vergolden und den Tabellenkeller vorerst verlassen. „Wir sind nach dem Sieg gegen Göppingen noch motivierter und haben richtig Bock“, kündigt Semper an. Doch sollte das nicht immer so sein? „Immer 110 Prozent zu geben, lässt sich nicht über Jahre aufrechterhalten“, antwortet Semper – und klingt schon wie ein alter Hase.

Für einen anderen Youngster wird es ein besonders sport-intensives Wochenende: Der 20-jährige Gregor Remke steht am Freitag für den Dessau-Roßlauer Handballverein bei deren Auswärtsspiel gegen Nordhorn auf dem Spielfeld. Und auch für das Heimspiel der Leipziger hat Trainer Haber ihn vorgesehen. Der Kapitän der U 20-Nationalmannschaft verfügt über ein Doppelspielrecht. Nachdem er aufgrund einer Knieverletzung nicht an der Junioren-EM in Slowenien teilnehmen konnte, versucht Remke so, zusätzliche Spielzeit zu sammeln.

Christian Dittmar

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