05. September 2018 / 19:08 Uhr

SC DHfK Leipzig: In der Ruhe liegt die Kraft 

SC DHfK Leipzig: In der Ruhe liegt die Kraft 

Uwe Köster
Der SC DHfK-Trainer Michael Biegler und Geschäftsführer Karsten Günther sind auf der Suche nach einem neuen Torhüter.
Michael Biegler auf einer Pressekonferenz mit Geschäftsführer Karsten Günther. © Kempner
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Coach Michael Biegler äußert sich nach dem 31:24 gegen BBM Bietigheim: Wir sind jetzt in Melsungen kein Favorit!

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Leipzig. Die Arena ist fast schon leer, im VIP-Raum und an den Bierständen wird freudig erregt der erste Bundesliga-Saisonsieg der DHfK-Handballer diskutiert. 31:24 gegen Bietigheim klingt sehr souverän, doch so souverän sah das Spiel der Leipziger 50 Minuten lang nicht unbedingt aus. Oder?

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Während Spieler, Sponsoren und Fans also den Sieg feiern, sitzt DHfK-Coach Michael Biegler im Pressekonferenzraum (neuerdings im einstigen Büro von HCL-Ex-Manager Kay-Sven Hähner) und analysiert die Lage. Gewohnt unaufgeregt. Er lobt den Gegner, „sehr sympathisch, sehr smart“, scheint sogar ein bisschen neidisch: „Sie gehen ohne Druck in die Liga. Die Mannschaft kann irgendwas erreichen, sie muss gar nichts. Genau so spielen sie auch.“

Der Druck ist immens groß

Für ihn und seine Jungs sei die Situation nach dem mit zwei Niederlagen verpatzten Start eine andere gewesen. „Es war klar, dass der Druck immens groß ist“, sagt Biegler. „Aber ich bin froh, dass ich mich davon überhaupt nicht habe anstecken lassen und den nicht permanent an die Mannschaft weitergegeben habe.“ Erfolgsrezept: In der Ruhe liegt die Kraft. Dazu passt auch dieser Satz des Trainers: „Der Spielverlauf war so, wie ich ihn erwartet habe.“ Mutig, mutig, immerhin lief der SC DHfK in der ersten Halbzeit immer einem Rückstand hinterher und bis zur 54. Minute schien das Match durchaus offen. Dann parierte Milos Putera beim Stand von 24:22 einen Siebenmeter der Gäste, die Leipziger kamen danach in einen Flow und knallten in den letzten sechs Minuten den Gegner förmlich aus der Halle.

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Frage an Herrn Biegler: Haben Sie während des Spiels auch mal gedacht, das könnte heute schiefgehen? Antwort: „Nein, solche Gedanken habe ich gar nicht. Mein Job ist es, 60 Minuten nach Dingen zu gucken, die wir besser machen können, Ideen zu haben und Gespräche zu führen.“ Der Coach wird einiges gesehen haben.

Nächster Halt ist Melsungen am Sonntag, eine Woche später geht es zu den Rhein Neckar Löwen. Was ist von den DHfK-Jungs dort zu erwarten? Direkte Ansage des Trainers: „Wenn Sie unserer Mannschaft helfen wollen, fangen Sie bitte nicht an, Spiele in Melsungen und bei den Rhein Neckar Löwen so zu drehen, als wenn wir da der Favorit wären.“ Einen kleinen Hoffnungsschimmer verbreitet Biegler dann aber doch noch: „Wir sind jetzt mit einem hohen Freiheitsgrad ausgestattet. Ich bin da entspannt, was den Auftritt in Melsungen angeht.“

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