26. Dezember 2018 / 21:28 Uhr

SC Magdeburg muss beim SC DHfK Leipzig auf Torjäger Musche verzichten

SC Magdeburg muss beim SC DHfK Leipzig auf Torjäger Musche verzichten

Christian Dittmar
Der Magdeburger Matthias Musche jubelt nach einem Treffer im DHB-Pokal-Viertelfinale des SC Magdeburg gegen Frisch Auf Göppingen.
Der Magdeburger Matthias Musche jubelt nach einem Treffer im DHB-Pokal-Viertelfinale des SC Magdeburg gegen Frisch Auf Göppingen. © dpa
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Schwierige Phase für Magdeburger Handballer: In der Bundesligatabelle wurde der einstige Spitzenreiter in den vergangenen Wochen auf Platz vier durchgereicht – mit zehn Punkten Rückstand auf den amtierenden Meister aus Flensburg.

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Magdeburg. „Schreiben Sie ruhig ‚Not gegen Elend’. Das wird meine Jungs noch zusätzlich pushen“, sagt Bennet Wiegert. Zwar ist die Frage an den Trainer des SC Magdeburg, ob am Donnerstag (19 Uhr) beim Duell des SC DHfK Leipzig gegen den SC Magdeburg „Not gegen Elend“ spielen, etwas provokant. Ganz falsch ist sie indes nicht. Schließlich ist nicht nur die Situation bei den abstiegsgefährdeten Leipzigern prekär. Auch die Sachsen-Anhalter stecken in einer handfesten Krise, wenn auch auf einem anderen Niveau.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Hinspiel SC Magdeburg gegen den SC DHfK Leipzig.

SC Magdeburg – SC DHfK Leipzig (28:20) Zur Galerie
SC Magdeburg – SC DHfK Leipzig (28:20) © Rainer Justen
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Nach dem besten Saisonstart der Vereinsgeschichte mit sieben Siege dachte man an der Elbe, dass man erstmals seit 2001 wieder um den Titel mitspielen könne. Doch nach dem Erfolg in Bietigheim am 22. November ging nichts mehr. Erst flog der SCM überraschend durch ein 27:34 in Porto aus dem EHF-Pokal, dann schafften die Magdeburger nicht einmal den Pflichtsieg zu Hause gegen Göppingen (28:29). In der Tabelle wurde der einstige Spitzenreiter auf Platz vier durchgereicht – mit zehn Punkten Rückstand auf Flensburg-Handewitt.

Der Kracher SC DHfK Leipzig gegen SC Magdeburg wird von SKY und der Leutzscher Welle (als spezieller Audiostream) live übertragen.

Das klare Erreichen des Final Fours im DHB-Pokal vor einer Woche – bei der Revanche gegen Göppingen – war der einzige Lichtblick der aktuellen Phase. Mit der Heimniederlage gegen die Füchse Berlin am Sonntag folgte der nächste Rückschlag. „Das ist die schwierigste Situation in den drei Jahren, in denen ich Trainer beim SCM bin“, sagt Bennet Wiegert. Der Sohn der Magdeburger Handball-Legende Ingolf Wiegert führt die aktuelle Misere vor allem auf die Liga-Pause Ende November zurück, aus der etliche seiner Spieler verletzt oder angeschlagen von ihren Nationalteams zurückkamen. „Mit Albin Lagergren konnte ich seitdem nur fünf Trainingseinheiten abhalten“, erklärt „Benno“. Auch die zuvor überragenden Marko Bezjak und Christian O’Sullivan fielen lange aus.

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Zu allem Überfluss ist in der Partie gegen die Füchse mit Matthias Musche auch noch der Liga-Toptorjäger umgeknickt. Der Nationalspieler hatte die Zähne zusammengebissen und bis zum Ende durchgespielt, die Verletzung scheint aber doch schwerer als angenommen. Eine MRT-Untersuchung soll am Donnerstag Klarheit bringen, in Leipzig fällt Musche in jedem Fall aus. Mit etwas Pech könnte der Linksaußen sogar die Heim-WM im Januar verpassen, für die ihn Bundestrainer Christian Prokop noch am vergangenen Freitag in den 18er-Kader berufen hatte – als einzigen SCM-Spieler. „Das tut mir extrem Leid für den Jungen“, sagt Bennet Wiegert. „Da denke ich auch nicht an den Verein, sondern vor allem an ihn und seinen WM-Traum.“

Personelle Verstärkung will der Coach in der Winterpause aber nicht anfordern: „Ich vertraue meinem Kader, wir kommen da wieder raus.“ Und egal, wie die Partie beim SC DHfK an Donnerstagabend für den SCM ausgehen wird, bleibt das Jahr 2018 für den 36-Jährigen ein positives: „Wir haben wieder das Final Four erreicht und stehen in der Meisterschaft immer noch gut da. Das Glas ist auf jeden Fall halb voll.“

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