Rintelns Flügelflitzer Gohoreallan Kouebi (vorne) sorgt mit seinen Spurts für viel Gefahr im gegnerischen Strafraum. Rintelns Flügelflitzer Gohoreallan Kouebi (vorne) sorgt mit seinen Spurts für viel Gefahr im gegnerischen Strafraum. © ph
Rintelns Flügelflitzer Gohoreallan Kouebi (vorne) sorgt mit seinen Spurts für viel Gefahr im gegnerischen Strafraum.

SC Rinteln gastiert beim SV Victoria Lauenau zum Kreisliga-Top-Spiel

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In der Fußball-Kreisliga erwartet der SV Victoria Lauenau den SC Rinteln zum verhinderten Spitzenspiel. Während der Bezirksliga-Absteiger an der Tabellenspitze steht, muss der Geheimfavorit aus Lauenau Rückschlag um Rückschlag hinnehmen. Am Dienstag kam neben diversen überraschenden Pleiten in den Punktspielen noch das Aus im Kreispokal gegen den TuS SW Enzen II, ein Team aus der 2. Kreisklasse, hinzu. Alle Spieler sind am Sonntag um 15 Uhr angesetzt.

SV Victoria Lauenau

„Wir haben eine mega Seuche“, meint Trainer Lars Glashagen. Zahlreiche Verletzte und berufliche Ausfälle dünnten den Kader aus. Bei der Pokalpleite gegen die Enzer Reserve standen nur fünf Spieler aus dem Kader der Ersten auf dem Platz. Mit Marko Rauf (gesperrt), Marvin Paetz (Muskelfaserriss) und Sebastian Wittek (im Aufbautraining nach Sehnenriss im Adduktorenbereich) fehlen am Sonntag wichtige Kräfte. Dafür kehren Jonas Wortmann, Jonas Merkert, Patrick Geider und Benedikt Fischer in den Kader zurück. „Eine gute erste Elf wäre wünschenswert, dann könnten wir den starken SC Rinteln vor eine Aufgabe stellen. Aber es sind noch viele Fragezeichen im Kader“, erklärt Glashagen, der noch das Abschlusstraining am heutigen Samstag abwarten muss. Es könnte zum Trainer-Sohn-Duell kommen. Bei der Victoria kickt Björn Oberländer. Der jüngste Spross des Rintelner Trainers arbeitet allerdings in Kiel, sodass er nicht oft trainieren kann.

SC Rinteln

Der SC Rinteln demütigte in der Vorwoche den SC Schwalbe Möllenbeck mit 10:1. Denkt Trainer Uwe Oberländer an die erste Halbzeit zurück, dann steht ihm die Zornesröte im Gesicht. „Da passte die Einstellung nicht. Für uns gibt es gar keinen Grund, uns zufrieden zurückzulehnen. Wir haben noch nichts erreicht, die Tabellenführung ist nur eine Momentaufnahme“, stellt der SCR-Coach klar. Die Victoria sei zwar noch nicht im Rollen, das spiele aber in diesem Match keine Rolle. „Sie werden Vollgas geben“, ist sich Oberländer sicher. Lauenau habe eine starke Offensive. „Wir wollen sie unter Druck setzen und die anfällige Defensive zu Fehlern zwingen“, verrät der Rintelner Trainer eine offensive Marschroute. Moritz Peters und A-Junior Qendrim Krasniqi stehen zur Verfügung, auch Tomas Muzik ist wieder eine Alternative. Dagegen drohen Sinan Boga (Entzündung der Patellasehne) und André Kuhlmann (Hüftprellung) auszufallen.

TSV Krankenhagen

Nach vier Pleiten in Folge ohne Torerfolg ereilte den TSV auch im Pokal das Aus. Die Stadthäger Reserve (3. Kreisklasse) trat ohne große Verstärkungen an und setzte sich mit 4:1 durch. „Da passte die Einstellung überhaupt nicht, jetzt wird es im Training richtig rumsen“, kündigt Trainer Dean Rusch an. Allerdings konnte der Coach zuletzt nur Notteams auf das Feld schicken. Die personelle Situation entspannt sich: Steffen und André Redeker sowie Dominik Melcher sind aus dem Urlaub zurück. Dafür ist Deniz Bilgen nach seiner Roten Karte für fünf Spiele gesperrt worden. In Sachsenhagen erwartet Rusch eine Reaktion seiner Elf. „Wir müssen aber auch torgefährlicher werden. Da fehlt mir die Bewegung und die Konsequenz“, erklärt Rusch.

FC Hevesen

In einem packenden Pokalfight ist der FC Hevesen ins Achtelfinale eingezogen. Beim zwei Klassen tiefer spielenden SC Deckbergen-Schaumburg reichte es am Ende zu einem glücklichen 3:1-Erfolg. „Der SC hat super gekämpft und uns alles abverlangt. Aber auf unsere Standardstärke ist Verlass. Zwei Tore fielen nach ruhenden Bällen“, freute sich Trainer Bernd Riesner über den Pokalsieg. Der Kreisliga-Aufsteiger musste am Donnerstagabend auch ohne sechs Stammkräfte antreten. Die personelle Lage ist im Punktspiel beim MTV Rehren A/R aber wieder deutlich besser. David Weber, Niklas Vehling und Patrice Kuhlmann stehen wieder zur Verfügung. Riesner sieht sein Team auf Augenhöhe: „Wir wollen unser Spiel durchziehen und rechne mir schon aus, dass wir beim Tabellenachten etwas mitnehmen können.“

FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen

Das Pokal-Aus in Apelern hat der Titelverteidiger gelassen aufgenommen. „Wir haben die erste Halbzeit verpennt, dann aber Druck gemacht“, sagt FSG-Trainer Michael Treichel, der fünf Youngster des Jahrgangs 1998 auf dem Platz hatte. „Die Jungs haben ihre Chance bekommen und ihre Sache gar nicht schlecht gemacht, so Treichel. Auch gegen die Hagenburger muss der Trainer auf einige verletzte oder gesperrte Spieler verzichten. Unter anderem fällt Torjäger Alexander Wellschmidt weiterhin aus, der nach einem tritt eines Gegenspielers eine Bänderdehnung davongetragen hat. „Nach dem fünften Foul gab es dann endlich Gelb. Ich finde, die Schiedsrichter müssen die Spieler viel besser schützen“, moniert Treichel, der die Hagenburger am Sonntag in der Favoritenrolle sieht. „Da ist viel Erfahrung auf dem Platz. Aber wir sind nicht chancenlos.“ In einem Vorbereitungsspiel gegen die Hagenburger in Münchehagen sah FSG-Spieler Stanislav Gusch eine Rote Karte und ist immer noch gesperrt. „Wir haben das Schaumburger Sportgericht angerufen und die Strafe wurde immerhin um zwei Wochen reduziert“, freut sich Treichel über „eine faire Verhandlung.“

TuS Lüdersfeld

„Ich kann zufrieden sein“, sagt der neue TuS-Trainer Ingo Poschlod zur Ausbeute von sechs Punkten nach fünf absolvierten Spielen. „Mit etwas Glück wäre aber noch mehr drin gewesen“, so der Coach und führt die Begegnungen gegen den MTV Rehren A/R und FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen ins Feld. Im Pokal klappte es besser, die Lüdersfelder sind eine Runde weiter. Gegen den TuS Niedernwöhren stand es nach regulärer Spielzeit 4:4. „Kurz vor Schluss haben wir das 3:4 kassiert, dann aber Moral gezeigt und uns zurückgekämpft.“ Im Elfmeterschießen behielten die Lüdersfelder „im typischen Pokalfight“ die Oberhand. Am Sonntag geht es zum Top-Favoriten SC Auetal. „Das ist natürlich eine ziemliche Hürde“, sagt Poschlod, „aber auch nicht unmöglich.“ Der Lüdersfelder Trainer muss auf verletzte Spieler verzichten. „Wir können das aber durch den breiteren Kader auffangen.“ Die Mannschaft sei dabei, zu lernen, mit Rückschlägen umzugehen. „Die Köpfe gehen nach dem ersten Gegentor nicht mehr runter, wir sind auf einem guten Weg“, meint Poschlod.

TSV Hagenburg

Der Bezirksliga-Absteiger hat bereits drei Niederlagen auf dem Konto. Vor allem die 0:1-Pleite gegen den SV Victoria Sachsenhagen sei unnötig gewesen, so TSV-Trainer Felix Dyck. „Aber wenn man seine Chancen nicht nutzt, muss man sich nicht wundern.“ Man habe aber nach wie vor keinen Druck. Dafür hielten sich die Seeprovinzler im Kreispokal beim TuS Südhosten durch einen 4:0-Erfolg schadlos. „Wir haben auf einem kleinen Platz in Helpsen gespielt, das war schon grenzwertig. Sie haben es uns verdammt schwer gemacht“, erklärt Dyck. Im Achtelfinale müssen die Hagenburger zum SC Auetal reisen. Das sei zumindest ein vorweggenommenes Halbfinale, meint der Coach, „und für uns unter der Woche wieder eine weite Anreise.“ Zuvor muss der Tabellensechste bei der FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen Farbe bekennen. „Eine starke Mannschaft“, bekennt Dyck, der aber trotz einiger personeller Probleme gewinnen will. „Ich muss jede Woche rotieren, das nervt mich derzeit.“

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