03. Juni 2018 / 23:23 Uhr

Schale, Fans und Mama Laudaaa: So feiern die Frauen des VfL Wolfsburg!

Schale, Fans und Mama Laudaaa: So feiern die Frauen des VfL Wolfsburg!

Redaktion Sportbuzzer
Die Meisterschale für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg
Die Meisterschale für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg © Boris Baschin
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Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg wurden vor dem Wolfsburger Rathaus von 700 Fans gefeiert – vorher gab es ein 0:0 gegen Köln und die Schale für den Double-Sieger

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Torfrau Almuth Schult gab die „Humba“ vor, Oberbürgermeister Klaus Mohrs verteilte ein Lob nach dem anderen, Aufsichtsrats-Chef und VW-Finanzvorstand Frank Witter saß klatschend neben der Bühne – und 700 Fans sangen und jubelten: Fußball-Wolfsburg feierte am Sonntag die VfL-Fußballerinnen, die am Rathaus die Trophäen des Double-Siegs präsentierten.

„Diese Mannschaft ist die beste Botschafterin unserer Stadt!“, kündigte Mohrs an, ehe die Spielerinnen und das Team hinter dem Team einzeln die Bühne betraten. In seiner kurzen Ansprache an Mannschaft und Fans betonte Mohrs dann den Zusammenhalt – und die Bedeutung der Mannschaft als Aushängeschild: „Überall, wo ich hinkomme, werde ich auf diese Frauen angesprochen. Das fällt immer wieder auf. Es wird gesagt: Toll, was ihr da in Wolfsburg an Frauenfußball zeigt. Und toll ist auch, was die Fans immer wieder zeigen.“ Und der VfL versprach, dass er dem Team weiter Top-Bedingungen bieten will. Geschäftsführer Tim Schumacher: „Wir setzen alles daran, auch international weiter dran zu bleiben. Wir haben die Unterstützung von Volkswagen und der Stadt. Das ist ein enger Zusammenhalt.“

Klaus Mohrs und die Doublesiegerinnen6

Die Spielerinnen trugen sich auf der Bühne ins Goldene Buch der Stadt ein (statt wie  üblich hinter verschlossenen Türen), neben den Fans schaute auch viel Prominenz zu, unter anderem Ex-Oberbürgermeister Rolf Schnellecke und Ex-VfL-Geschäftsführer Klaus Fuchs. Begleitet von deutschen Party-Songs („Mama Laudaaa!“) wurden dann die Trophäen präsentiert. „Der DFB-Pokal gehört ja quasi schon nach Wolfsburg“, scherzte Mohrs zwischendrin. Und dann forderten die Fans lautstark Almuth Schult – und die Torhüterin setzte lautstark die „Humba“. Viele Spielerinnen schrieben hinterher noch Autogramme, für Schult gab es sogar noch eine besondere Auszeichnung. Der noch junge VfL-Fanklub „Die Jalapeñas“ überreichte der Torfrau eine Jalapeño-Pflanze im Blumentopf – mit der Aufschrift: „Jalapeña des Jahres.“ Schult strahlte: „Was es alles für Preise gibt – ich freu mich!“

Hinter der Bühne freute sich derweil einer ganz besonders über den Jubel der Spielerinnen: Jörg „Kulle“ Schmidt. Der Betreuer ist seit 1999 dabei, damals kickte das Frauenfußball-Team noch beim WSV Wendschott. „Ich glaube, ich bin der Dienstälteste hier“, meinte Schmidt, und: „Wenn ich mal an alle Saisons denke, die ich mit dem Team erlebt habe, gehört diese ganz sicher ins beste Viertel.“

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 Popp: „Diese Saison war intensiver als alle davor“


Als Letzte hatte dann Alexandra Popp alle Autogrammwünsche erfüllt. „Diese Saison war intensiver als alle davor“, so ihr Fazit. „Wir mussten in jedem Spiel an die Grenze gehen, immer auf den Punkt da sein. Am Ende haben dann nach zwei Endspielen über 120 Minuten ein bisschen die Körner gefehlt, das hat man vielleicht auch im letzten Spiel gegen Köln gesehen.“ Aber: „Wir haben es geschafft, in alle Endspiele einzuziehen – und unser Primärziel war die Meisterschaft, weil es der wichtigste Titel ist.“ Und das der anders als im Vorjahr gebührend mit den Fans gefeiert wurde, war „überragend“. Denn: „Ohne diese Fans hätten wir das nicht geschafft.“

Die VfL-Frauen am Rathaus 1

Wenige Stunden zuvor hatte DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg die Schale übergeben, und sie wusste  sie in guten Händen. Schließlich war es nicht das erste Mal, dass Nilla Fischer sie entgegennahm – und es ist nicht das erste Mal, dass die Trophäe für den deutschen Meister im Frauenfußball in den Schrank des VfL Wolfsburg wandert. „Jedes Jahr das Gleiche und trotzdem gewöhnt man sich nicht dran“, meinte Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen, schmunzelnd.

Es ist der vierte Titel nach 2013, 2014 und 2017, dazu das dritte Double. Und am Ende war der VfL so gut wie noch nie: Das 0:0 im letzten Spiel gegen Köln sorgte dafür, dass die Wolfsburgerinnen auf 56 Punkte kommen, das ist Vereinsrekord.

„Wir haben die ganze Saison konstant gute Leistungen gezeigt“, so Lena Goeßling. „Die Saison war sehr anstrengend für den Kopf – da war es ganz gut, dass wir schon vor zwei Wochen Meister geworden sind.“ Stephan Lerch, Double-Sieger in seiner ersten Saison als Cheftrainer, befand: „Das fühlt sich unheimlich gut an, wenn man am Ende für die harte Arbeit belohnt wird. Man hat diese Saison gesehen, zu was die Mannschaft in der Lage ist. Sie wird nächste Saison genau so angreifen und motiviert sein. Auch da werden wir wieder um Titel mitspielen, das ist unser Ziel. Das ist unser Ansporn.“

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Besonders emotional wurde es für Luisa Wensing, die kurz vor ihrem Abschied vom VfL noch zu ihrem ersten Saisoneinsatz kam. „Sechs Jahre schiebt man nicht einfach so in den Keller“, meinte sie nach dem Abpfiff. „Ich habe hier viel erleben dürfen und Titel gesammelt, Höhen und Tiefen durchgemacht. Jetzt bin ich sehr, sehr dankbar, dass man mir diesen Moment gegeben und mir so ein Ende geschenkt hat.“

Mit 17 Treffern wurde Pernille Harder als erste Wolfsburgerin Bundesliga-Torschützenkönigin. „Das bedeutet mir schon etwas,  ich bin stolz“, so die Dänin. „Die ganze Saison war etwas Besonderes, mit den beiden Titeln und dem Champions-League-Finale. Sicherlich eine der besten Spielzeiten, die ich in meiner Karriere erleben durfte, vielleicht sogar die beste.“

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