11. Oktober 2018 / 13:07 Uhr

Ab in die Wüste! Schiedsrichter Güney Artak rangelt in der "härtesten Show der Welt"

Ab in die Wüste! Schiedsrichter Güney Artak rangelt in der "härtesten Show der Welt"

Rainer Hennies
Güney Artak (rechts) rangelt in der Wüste in einem Wassergraben mit Thaiboxer André Langen.
Güney Artak (rechts) rangelt in der Wüste in einem Wassergraben mit Thaiboxer André Langen. © MG RTL D/Stefan Gregorowius
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Als Schiedsrichter und Kampfsportler ist Güney Artak in der Region bekannt. Nun ist der 29-Jährige sogar im Fernsehen bei RTL zu sehen gewesen. Artak hat am Format "Showdown - die Wüstenchallenge" teilgenommen und sich in unwirtlicher Umgebung duelliert.

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Dieser Mann sieht furchteinflößend aus. Ein durchtrainierter, martialisch wirkender Körper, jede Menge Tattoos, Vollbart und grimmiger Gesichtsausdruck, wenn er das will. Das lebende Klischee eines hochgefährlichen Haudraufs. Dabei ist Güney Artak (29) ein harmoniebedachter Typ – wenn er nicht gerade als Kampfsportler aktiv ist. Privat könnte der Döhrener nicht einmal einer Fliege etwas zuleide tun. Zwei Gesichter eben. „Die eine Sache ist das professionelle Geschäft, die andere Seite ist privat“, sagt er mit freundlich klingender Stimme.

Fußball, Kampfsport und Politik

Während seiner Jugend in Barsinghausen spielt Artak von der G- bis zur B-Jugend beim TSV Kirchdorf und bei Basche United Fußball, ist mittlerweile als Schiedsrichter auf den Plätzen unterwegs. In der Judosparte des TSV Barsinghausen entdeckte er den Kampfsport. Später kamen Kung-Fu, klassisches Boxen, Kickboxen und Sanda hinzu. Und: Artak war im Integrationsrat Barsinghausen sowie im Jugendparlament tätig.

Bilder von Schiedsrichter Güney Artak (TSV Kirchdorf) - im Einsatz mit der Pfeife

Schiedsrichter Güney Artak in Aktion. Zur Galerie
Schiedsrichter Güney Artak in Aktion. ©
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Artak ist nicht nur in Sachen Kickboxen professionell unterwegs. Am 6. Oktober bestritt der Mann mit der freundlichen Stimme einen Profi-Boxkampf im Rahmen einer Fightnight in Braunschweig. Gegen den 28-jährigen Bosnier Fadil Pasalic aus Zenica landete Artak in seinem zweiten Profi-Kampf den zweiten K.-o.-Sieg. Ein Leberhaken in Runde zwei brachte den Erfolg.

Artak nimmt Gegner die Luft

„Ich habe den Gegner sich in der ersten Runde abarbeiten lassen und ihm in der zweiten Runde die Luft genommen“, blickt Artak zurück. Am Sonntag wird der Kämpfer aus dem Powerhouse-Gym in München bei der Kampfnacht des Bavarian Fight Clubs seinen dritten Profikampf bestreiten.

Auch in der Wüste aktiv

Einen Tag vor seinem zweiten Auftritt als Profi-Boxer, am 5. Oktober, war der muskulöse Schiedsrichter in der RTL-Sendung „Showdown – die Wüstenchallenge“ zu sehen. Knallharte Fitness-Action in der vermeintlich härtesten Show der Welt. Was bei diesem Contest gefragt ist, sind unendliche Kraft, Megaausdauer, Schnelligkeit und mentaler Biss – alles bis zur totalen Erschöpfung.

Fernab des grünen Rasens: Güney Artak ist in der Wüste unterwegs.
Fernab des grünen Rasens: Güney Artak ist in der Wüste unterwegs. © MG RTL D/Stefan Gregorowius

Aufgezeichnet wurde die Show im April in der spanischen Wüstenlandschaft bei Almeria in filmhistorischem Ambiente. Kultige Klassiker wie „Lawrence von Arabien“ mit den inzwischen verstorbenen Legenden Peter O’Toole († 81) und Alec Guinness († 86), Anthony Quinn (86) und Omar Sharif (83) wurden dort gedreht, Steven Spielbergs (71) „Indiana Jones“ mit Harrison Ford (76) ist dort entstanden, aber auch diverse Winnetou-Filme oder „Vier Fäuste für ein Halleluja“ mit Bud Spencer († 86) und Terence Hill (79).

"Irgendwie war das genau mein Ding."

Die Fußballer von Real Madrid und Manchester United haben in den dortigen Westernkulissen 2015 einen Werbespot ge¬dreht. Jetzt hat auch Artak aus Döhren die Sierra Nevada von Almeria kennengelernt: „Auch wenn es eine staubtrockene Wüste geblieben ist: Irgendwie war das genau mein Ding, es hat riesigen Spaß gemacht“ – auch wenn er bei seinem Auftritt nicht bis ins Finale einziehen konnte.

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In der Sendung, die in mehreren Folgen ausgestrahlt wird, treten acht muskelbepackte Athleten in direkten Eins-gegen-Eins-Duellen im K.-o.-Modus über drei Runden an, bis nur noch ein Mann übrig ist. Der letzte Verbliebene darf dann zum Showdown antreten: einem knapp ein Kilometer langen Parcours gespickt mit zehn Hindernissen, an dessen Ende 10.000 Euro winken.

Mit Finesse statt Kraft

Güney Artak, in der Show „das Biest“ genannt, musste in der ersten Runde durch den „Trench“, einem 15 Meter langen Wassergraben. Er und sein Kontrahent Andre Langen, passenderweise Weltmeister im Thaiboxen, mussten bei dieser Challenge an ihrem Ende des schmalen Wassergrabens hineinspringen, den Gegner im engen Graben irgendwie überwinden und am anderen Ende eine Glocke läuten lassen. Das Kraftpaket Artak überraschte bei diesem Wettkampf aber nicht mit seiner Kraft, setzte stattdessen auf Schnelligkeit und Finesse und besiegte seinen Gegner.

Raus in Runde zwei

In Runde zwei war dann jedoch Schluss für den Kickbox-Weltmeister. In der zweiten Challenge mussten die Kontrahenten ein Scheunentor bis zum Ende des Parcours hinter sich herziehen und dann wieder eine Glocke erklingen lassen. Trotz guten Starts konnte sich der 29-Jährige nicht gegen seinen Gegner Patrick Bohnen, einen 38-jährigen Extrem-Hindernisläufer, durchsetzen. Seinen Spaß hatte der sympathische Muskelberg in der Wüste dennoch gehabt.

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