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Sparkassen-Hallenmasters, Tumult

Schiedsrichter sollen beim Schaumburger Hallenmasters besser geschützt werden

Sicherheitsdienst ist bei der nächsten Auflage denkbar

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Der Vorfall beim Sparkassen-Masters in Obernkirchen wird ein sportgerichtliches Nachspiel haben. Ein Schiedsrichter soll bei dem Hallenfußballturnier von einem Zuschauer bedroht und beleidigt worden sein. „Der Fall wird natürlich sportrechtlich verfolgt. Nachdem ich mit dem Vorsitzenden des Bezirksausschusses, Torsten Schuschel, Kontakt hatte und ich mich wegen der Zuständigkeit des Falls mit ihm abgestimmt habe, wird der Vorgang vor dem Kreissportgericht verhandelt“, erklärt der Schaumburger Kreisvorsitzende Marco Vankann. Grundlage für das Verfahren sei der Bericht des Schiedsrichters.

Im Nachhinein sind gegen den Zuschauer, der bereits bei einem Spiel des VfR Evesen einen Schiedsrichter angegangen hat, weitere Vorwürfe aufgetaucht. So soll er beim Stelzer-Cup des TuS SW Enzen für massive Unruhe verantwortlich gewesen sein. Das hat der Beschuldigte in einem Gespräch mit den "Schaumburger Nachrichten" aber abgestritten. Er sei auch nicht der Täter beim Hallenmasters gewesen. „Diese Punkte könnten auch nicht einfließen, da hierfür keinerlei Zeugenaussagen vorliegen. Ein klärendes und mahnendes Gespräch mit dem Betroffenen wird von unserer Seite angestrebt, um künftige Eskapaden zu vermeiden. Ob das in diesem Fall seine Wirkung zeigt, bleibt abzuwarten“, sagt Vankann.

Was ist vom Sportgerichtsverfahren überhaupt zu erwarten? „Der Verein VfR Evesen ist für das Verhalten seiner Zuschauer insgesamt verantwortlich, sportrechtlich wird sich das Verfahren daher gegen den Verein richten. Zudem ist es denkbar, dass der Zuschauer auch über einen längeren Zeitraum für sämtliche Spiele gesperrt wird“, sagt der Kreisvorsitzende. Die Stimmung beim Hallenmasters war auch in diesem Jahr überwiegend friedlich und gut. Aber wie schnell die Emotionen überschwappen können, hat der aktuelle Fall belegt. Die Schiedsrichter haben die Tribüne mit den Zuschauern direkt hinter sich und nicht wie in anderen Schaumburger Sporthallen üblich in einem getrennten Bereich. „Ich hatte dennoch ein gutes Gefühl, mich kann das nicht irritieren“, sagt Ralf Krömer als einer von drei Schiedsrichtern beim Masters, fügt aber an: „Was meinem Kollegen widerfahren ist, war aber weit unter der Gürtellinie.“ Je mehr los sei, desto mehr Spaß mache es, bekennt Krömer. Dennoch gibt es Überlegungen, die Schiedsrichter besser zu schützen. „Ein professioneller Sicherheitsdienst ist für die Zukunft denkbar“, sagt Vankann und hat noch eine weitere Möglichkeit im Auge: „Man könnte darüber reden, dass die Schiedsrichter, die Spiele von der gegenüberliegenden Seite leiten.“

Das Masters in einer anderen Halle auszutragen, wäre für Krömer dagegen keine Option: „Wir haben ja nichts anderes, die Stimmung ist in Obernkirchen am besten.“

Region/Schaumburg Bezirksliga Bezirk Hannover Staffel 3 (Herren)

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