Schlussspurt sichert SAV Finalteilnahme © Mats Vogt

Schlussspurt sichert SAV Finalteilnahme

In Bornreihe nach 0:2-Rückstand 3:2 gegen Worpswede

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Die SG Aumund-Vegesack steht im Finale des Hans-„Hexe“-Wendelken-Cups in Bornreihe. Die Nordbremer wendeten das Aus im Endspurt ab, denn der niedersächsische Bezirksligist FC Worpswede hatte rund zehn Minuten vor Schluss noch mit 2:0 vorne gelegen. Am Ende bejubelte die SAV einen 3:2-Sieg.

Abgesehen von zwei halbherzigen Abschlüssen von Vinzenz van Koll war von der SAV zunächst wenig zu sehen. Worpswede beschränkte sich in erster Linie auf’s Verteidigen und überließ der SAV das Spielfeld, wenngleich die Bremer kein Kapital aus dem Ballbesitz schlugen.

Was vor der Pause von beiden Mannschaften noch versäumt wurde, wurde dann aber im zweiten Durchgang nachgeholt. Nach einem Einwurf von Julian Webendörfer lief Jan-Henrik Kück auf einmal völlig frei aufs SAV-Tor zu und ließ Justice Abban keine Abwehrchance (47.).

Mit der Führung im Rücken war der FCW besser im Spiel, beinahe hätte Lars Rieken das 2:0 gemacht, ehe die SAV einen Foulelfmeter zugesprochen bekam. Hendrik Meinhardt hatte Alexander Friauf von den Beinen geholt, für FCW-Coach Gregor Schoepe allerdings eine mehr als fragwürdige Entscheidung: „Hendrik ist bei sowas immer ehrlich und wenn er ihn trifft, dann gibt er das auch zu.“ Mittelfeldmotor Abdullah Basdas vergab den Strafstoß ohnehin, da Dennis Gulde die Ecke ahnte und den Ball im Nachfassen sogar festhielt (61.).

Nach der größten Chance zum 1:1-Ausgleich war Vegesack aber wieder am Drücker und vergab mehrere Möglichkeiten durch Jannis Kurkiewicz. Dann führte einer der zahlreichen Konter des FCW zum überraschenden 2:0. Felix Ambrosi eroberte den Ball, steckte durch auf Oridiu-Catalin Varga, der nur noch einschieben musste (70.). Zuvor hatte Varga schon aus rund 40 Metern das vermeintliche 2:0 erzielt, wurde aber wegen eines Foulspiels zurückgepfiffen.

Nun folgte die Sternstunde des Jannis Kurkiewicz. Zunächst hämmerte der Stürmer den Ball aus zehn Metern unhaltbar in den Winkel (82.), ehe er per Kopf das 2:2 besorgte – Gulde wirkte hierbei sehr unglücklich (88.). Dann in der Nachspielzeit legte Kurkiewicz per Hacke ab auf den mitgelaufenen Ibrahim Fidan, der den Ball aus 16 Metern unhaltbar ins rechte obere Eck donnerte und damit das Spiel komplett drehte (90.+1). Fidan hätte beinahe noch auf 4:2 erhöht, verfehlte aber aus ähnlicher Position.

Issam El-Madhoun, der erneut den neuen SAV-Trainer Marcel Kulesha vertrat, zeigte sich zufrieden mit seiner Mannschaft: „Wir mussten geduldig sein und sind es auch geblieben. Das was am Ende rausgekommen ist, war überragend. Es ist natürlich immer schwierig, wenn sich ein Gegner 90 Minuten hinten reinstellt, aber wir sind nach jedem Rückschlag zurückgekommen.“

Auf der anderen Seite haderte Gregor Schoepe vor allem mit sich selbst: „Das Ding nehme ich auf meine Kappe. Eigentlich wollte ich gar nicht so viel wechseln und wäre ich dabei geblieben, dann hätten wir das ins Ziel gebracht. Ich wollte einfach jedem die Chance geben heute dabei zu sein, das war der Fehler.“ Vegesack steht somit im Finale, während sich der FC Worpswede mit dem Spiel um Platz drei begnügen muss.

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