Dynamo-Routinier Andreas Lambertz erzielte gegen den VfB Auerbach den 1:2-Anschlusstreffer © Imago

Schmeichelhaftes Remis für Dynamo Dresden im Test beim VfB Auerbach

Andreas Lambertz und Eero Markkanen gleichen 0:2-Rückstand kurz vor Schluss aus - Auerbach gewinnt abschließendes Elfmeterschießen

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Auerbach/Vogtland. In einem Testspiel am Sonnabendnachmittag trennten sich Regionalligist VfB Auerbach und Zweitligist Dynamo Dresden mit 2:2 – am Ende sehr schmeichelhaft für die Gäste aus der Landeshauptstadt. Die 580 Zuschauer im VfB-Stadion, mehrheitlich Anhänger der Auerbacher, sahen in Halbzeit eins eine an Höhepunkten arme Partie. Zu Beginn des zweiten Durchgangs ging Auerbach durch ein Eigentor von Noah Awassi in Führung und stellte durch den eingewechselten Felix Kunert sogar auf 2:0, ehe kurz vor Schluss Andreas Lambertz und Neuzugang Eero Markkanen ausglichen. „Die Mannschaft wollte nicht verlieren. Ob der Ausgleich glücklich oder verdient war, ist eigentlich egal“, meinte Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus nachher.

Der VfB nutzte den Test an seinem pflichtspielfreien Wochenende, um nach einem misslungenen Saisonauftakt nicht auch noch den Rhythmus zu verlieren. Und auf Dresdner Seite sollten jene Akteure, die am Vorabend in Zwickau beim DFB-Pokalspiel gegen die TuS Koblenz nicht zum Einsatz gekommen waren, Spielpraxis sammeln – zum Beispiel Haris Duljevic. Der Neuzugang gab drei Tage nach seinem ersten Training bei den Dresdnern im offensiven Mittelfeld sein Debüt im SGD-Trikot – diesmal weinrot-weiß aufgrund der schwarz-gelben Gastgeber. Im Sturm setzte Trainer Uwe Neuhaus auf Markkanen, der am Freitag gegen Koblenz bereits ebenso wie Marco Hartmann und Rico Benatelli lediglich einen Kurzeinsatz absolviert hatte. Das Trio mischte deshalb auch einen Tag später wieder mit.

Pokalelf von Zwickau pausiert

Alle anderen in Zwickau eingesetzten Akteure pausierten. Dennoch bot Neuhaus eine namhafte Elf auf, der unter anderem Patrick Wiegers im Tor, Niklas Kreuzer, Andreas Lambertz und der wiedergenesene Niklas Hauptmann angehörten. „Haupe“ hatte sich zuletzt mit langwierigen Adduktorenproblemen geplagt, deretwegen er Mitte Juli vorzeitig aus dem Dynamo-Trainingslager in Bad Gögging abgereist war. „Er hat kaum trainiert, es war vielleicht ein kleines Risiko, ihn spielen zu lassen, aber es ist gut gegangen“, sagte Neuhaus im Anschluss. Einen Schongang gab es nämlich nicht: Uwe Neuhaus hatte ursprünglich geplant, seine komplette Mannschaft durchspielen zu lassen. Die Bankdrücker – Torwart Markus Schubert und die beiden U19-Junioren Paul Fromm und Shan Sahnazarjan – waren nur für den Notfall da, der auch eintreten sollte.

Klare Chancen auf Dresdner Seite gab es in Halbzeit eins nicht. Dafür scheiterte Danny Wild bei seinem Versuch in der 24. Minute am Dresdner Außennetz. Auch in anderen Situationen war die Dreierkette der SGD mit Kapitän Marco Hartmann in der Mitte gefordert. Im Spiel nach vorn lief hingegen nicht viel. Nach einer halben Stunde wurde es kurz ruppig: Erst grätschte Arlind Shoshi in Patrick Wiegers rein. Und als der Dresdner Schlussmann nach zweiminütiger Behandlungspause auf Marc Wachs spielte, wurde der auf der linken Außenbahn sofort von Vaclav Heger abgeräumt und bekam einen Ellbogen in die Rippen. Schiedsrichter Stefan Prager aus Gera ahndete das mit einer Gelben Karte. Kurz vorm Halbzeitpfiff stockte den Dresdnern erneut der Atem, als Marco Hartmann im Luftkampf mit Marcin Sieber am Kopf getroffen wurde und zu Boden ging. Der Kapitän konnte weitermachen. Für Wachs hingegen war die Partie zur Pause gelaufen, er bekam nach der Attacke kaum noch Luft. Für ihn kam Shan Sahnazarjan ins Spiel. Der Notfall war damit eingetreten, doch Dynamos U19-Junior machte seine Sache gut.

Auerbach geht 2:0 in Führung

In der 49. Minute ging Auerbach dann durch ein Dresdner Eigentor mit 1:0 in Führung. Danny Wild setzte Noah Awassi unter Druck, dessen ungenauer und viel zu scharfer Rückpass auf Patrick Wiegers in den eigenen Maschen landete. In der 54. Minute ging Wilds Kopfball neben das Dresdner Tor. Nach etwa einer Stunde Spielzeit verpassten Niklas Kreuzer mit seinem direkten Freistoß links neben das Tor sowie Haris Duljevic zwei Chancen auf den Ausgleich.

DURCHKLICKEN: Der Erstrundensieg in Koblenz

Danach waren praktisch nur noch die Auerbacher am Zug, die ein aggressives Pressing spielten, aus dem sich Dynamo kaum befreien konnte. Erst ließ Jannik Müller eine Hereingabe leichtfertig passieren, Felix Kunerts scharfer Schuss pfiff jedoch ebenso knapp übers Tor (64.) wie Lukas Novys Versuch eine Minute später nach einem Fehlpass des verunsicherten Awassi. Als in der 68. Minute Niklas Kreuzer den Ball an Kunert verlor und der wieder knapp verzog, dachten die Dresdner unter den Zuschauern sicher schon, sie sind im falschen Film.

Doch es ging munter so weiter, obwohl Uwe Neuhaus den ausgepumpten Niklas Hauptmann vom Feld nahm und mit Paul Fromm einen frischen Mann für die Defensive brachte (69.). Der auf Auerbacher Seite eingewechselte Zimmermann kam in Minute 74 aus Nahdistanz frei zum Abschluss, schoss aber knapp vorbei. Zwei Minuten später rannte Danny Wild auf und davon. Wiegers klärte in höchster Not zur Ecke. In der 77. Minute war es dann soweit: Kunert hatte am Fünfmeterraum alle Zeit der Welt, den Ball anzunehmen. „Lumpi“ Lambertz warf sich vor der Linie in den Schuss und fälschte ihn ab, doch das Leder trudelte zum mittlerweile hochverdienten 2:0 ins Tor.

Später und schmeichelhafter Ausgleich durch Doppelschlag

In der 89. und 90. Minute wähnte sich Auerbach vielleicht schon als der sichere Sieger, doch gegen einen Zweitligisten darf man sich nicht zu sicher sein. Lambertz und Eero Markkanen glichen in den letzten anderthalb Spielminuten noch aus. „Man hat gesehen, dass Eero Markkanen Zielspieler sein kein, so wie wir das wollten. Aber ihm hat schon noch die Bindung gefehlt. Und Haris Duljevic ist noch lange nicht bei 100 Prozent. Alles andere sollte man jetzt noch nicht bewerten“, befand Uwe Neuhaus über die Leistung der beiden Neuzugänge.

Nach der Partie gab es ein Elfmeterschießen – unabhängig vom 2:2-Endstand, denn es war schon vor Anpfiff abgemacht worden. Während Sebastian Schmidt für Auerbach über den Kasten schoss und Torwart Stefan Schmidt den schwachen Versuch von Dynamos Duljevic hielt, trafen alle anderen Spieler, so dass es lange unentschieden stand. Zuletzt trat Torwart Patrick Wiegers selbst an und glich noch mal zum 10:10 aus, wonach Stefan Schmidt ihn im Torhüterduell zum 11:10 überwand. Danach ging es bei den Dynamo-Schützen wieder von vorn los. Niklas Kreuzer trat an und versuchte einen Panenka-Heber, den Schmidt locker fing. Damit hatte der VfB das Elfmeterschießen für sich entschieden.
„Ich glaube, dass es nicht so richtig gepasst hat. Die Zusammenstellung der Mannschaft auch mit Spielern, die körperlich noch nicht so weit sind, hat die Sache erschwert. Trotzdem hat das die einzelnen Spieler für die nächsten Wochen weitergebracht. Wettkampfpraxis ist für die Spieler schon wichtig“, bilanzierte Neuhaus.

Region/Dresden SG Dynamo Dresden SG Dynamo Dresden (Herren) VfB Auerbach VfB Auerbach (Herren)

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige