12. Juni 2018 / 11:12 Uhr

Schmuck am Auto: Das ist zur WM auf deutschen Straßen erlaubt

Schmuck am Auto: Das ist zur WM auf deutschen Straßen erlaubt

René Wenzel
Ein Autokorso bei der WM 2014.
Ein Autokorso bei der WM 2014. © imago/Christoph Reichwein
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Bei einer gemütlichen Autobahnfahrt mit dem WM-Mobil bleibt auch ein wenig Zeit, um verschiedenste Fahrzeug-Dekorationen zu beobachten. Der eine Fan steht eher auf kleine schwarz-rot-goldene Aufkleber, der andere auf Spiegelsocken oder Nummernschildhalter im Deutschland-Look. Doch ist das eigentlich erlaubt? Wir haben uns beim TÜV Nord erkundigt.

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Unsere Straßen werden wieder bunter – überwiegend schwarz-rot-goldener. Das haben wir mit dem WM-Mobil auch auf den deutschen Autobahnen festgestellt.Vom Fähnchen an der Seitenscheibe über Aufkleber jedweder Gestaltung und Größe bis hin zu Überziehern über den Außenspiegeln: Das Angebot des Handels ist riesig. Aber: Ist auch erlaubt, was gefällt? Tipps vom TÜV Nord Mobilität für den regelkonformen Autoschmuck.

Beispiel Car-Bikini: Der Stoffüberzieher für die Seitenspiegel im Nationalflaggen-Design ist nicht unproblematisch. „So dürfen die Spiegelsocken die Blinkleuchten nicht verdecken. Und das ist bei vielen aktuellen Fahrzeugmodellen ein Problem, da sie Blinker in den Seitenspiegeln tragen“, erklärt Irena Tsagurnis vom TÜV Nord.

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Weitere Gimmicks in Länderfarben sind zum Beispiel halbtransparente Folien für die Heckscheibe oder Radkappen und Nummernschildhalter im Nationalitäten-Look. Und natürlich dürfen die Fähnchen für die Seitenscheibe nicht fehlen. Aber Vorsicht: Die sind häufig billig gemacht und knicken oftmals ab. „Obwohl grundsätzlich gegen Fähnchen und Flaggen am Auto nichts zu sagen ist, haftet der Autofahrer, wenn durch Abbrechen oder falsche Befestigung Schäden am Folgefahrzeug entstehen“, so Tsagurnis. Der Tipp vom TÜV: Spätestens vor einer Fahrt auf der Autobahn sollte der Fanschmuck demontiert werden, weil die Fahnen nicht für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt sind.

Das ist die Route der „Road to Russia“.

Übrigens: Wer sich eine Fahne in die Scheibe klemmt, erleichtert Langfingern die Arbeit, denn der entstandene Spalt ist für sie eine Einladung. Die Autoversicherer können in einem solchen Fällen die Regulierung der Schäden verweigern.

Kein Problem ist dagegen ein schwarz-rot-gold lackierter Wagen. Alles ist erlaubt, solange die Sicht des Fahrers nicht eingeschränkt wird und Mitfahrende oder andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden. „Wer nach einem Sieg im Autokorso eine große Fahne aus dem Auto schwenkt, sollte dagegen sehr vorsichtig sein“, sagt Tsagurnis. Die Gurtpflicht gilt übrigens auch im Autokorso: Wer nicht angeschnallt ist und sich zu weit aus dem Fenster lehnt, muss mit einer Strafe rechnen.

Mal sehen, wie die Russen ihre Fahrzeuge dekorieren.

Die drei SPORTBUZZER-Reporter Lisa Neumann, René Wenzel und Alexander Salenko sind unterwegs auf der „Road to Russia“. Seht hier, wie sie von ihren Kollegen verabschiedet wurden und in ihr journalistisches Abenteuer abfahren.

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