Jubel bei Schönbergs Trainer Axel Rietentiet (4.v.l.) und seinen Spielern – der Finalsieg im Neunmeterschießen gegen Torgelow ist perfekt. Jubel bei Schönbergs Trainer Axel Rietentiet (4.v.l.) und seinen Spielern – der Finalsieg im Neunmeterschießen gegen Torgelow ist perfekt. © Rene Warning
Jubel bei Schönbergs Trainer Axel Rietentiet (4.v.l.) und seinen Spielern – der Finalsieg im Neunmeterschießen gegen Torgelow ist perfekt.

Schönberg gewinnt Nerven-Duell

Finalsieg im Neunmeterschießen bei Schweriner Hallenturnier / Dänische Fans randalieren.

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Schwerin. Ein spannenderes Finale hätten sich die knapp 3000 Zuschauer des Kurzurlaub.de-Cups am Sonnabend nicht wünschen können. In der zweiten Auflage des stark besetzten Fußball-Turniers in der Schweriner Sport- und Kongresshalle setzte sich Regionalligist FC Schönberg gegen den Torgelower FC erst nach Neunmeter- Schießen mit 6:5 durch. Marcus Steinwarth traf am Sonnabend um kurz vor Mitternacht mit dem entscheidenden Schuss vom Punkt und ließ die Westmecklenburger jubeln.

Zum Helden des Abends avancierte Schönbergs Keeper Jörg Hahnel (34), der nicht nur insgesamt vier Neunmeter parierte, sondern im Turnierverlauf vier Tore erzielte. „Ich hab’ richtig Spaß gehabt. Ich war seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr in der Halle aktiv. Meine Mannschaft hat eine prima Leistung gezeigt und sich den Pokal verdient“, freute sich der frühere Hansa-Profi.

Mit drei Siegen und einem Unentschieden marschierte Schönberg durch die Vorrunde und schoss im Viertelfinale zunächst Germania Halberstadt aus dem Turnier und ließ in der Vorschlussrunde auch den Dänen von Kolding IF keine Chance.

Im Finale wartete mit Torgelow das Überraschungsteam des Turniers. In der Vorwoche hatte der FC Greif sich zunächst beim Futsal-Cup das Ticket für das Turnier gesichert und kam trotz dreier Unentschieden und eines vierten Platzes nach der Vorrunde bis ins Finale. Für mehr als den zweiten Platz reichte es dann nicht mehr. Doch 1500 Euro Prämie und ein Gutschein für ein Trainingslager entschädigten für die Finalniederlage. Sieger Schönberg durfte sich über die doppelte Prämie freuen.

Umrahmt wurde das Turnier mit einem Prominentenspiel, bei dem unter anderem Hansa-Ikone Juri Schlünz als Trainer fungierte. Der 77-malige deutsche Schwimmmeister Thomas Rupprath war nur einer seiner Schützlinge an diesem Abend. Als interessierter Zuschauer verfolgte Ex-Nationalspieler Thomas Doll (u.a. Hansa und HSV) die Partien. Der Trainer von Ferencvaros Budapest – die U19 des Klubs blieb in Schwerin punktlos – war am Sonnabend ein gefragter Gesprächspartner.

Schmerzhaft endete das Turnier für den Schweriner Tino Witkowski. Der 27-Jährige erlitt im Spiel gegen den MSV Pampow (2:2) einen Trümmerbruch der Elle und wurde noch in der Nacht im Krankenhaus operiert.

Überschattet wurde das sportliche Geschehen durch hirnlose Aktionen einiger Bröndby-Anhänger, die aus Kopenhagen nach Schwerin gereist waren, um ihre U19 zu unterstützen. Beim letzten Gruppenspiel gegen den gastgebenden FC Mecklenburg Schwerin zündeten Bröndby-Fans zwei bengalische Feuer und lösten dadurch einen Feueralarm aus. Als sich daraufhin die Polizei mit 50 Einsatzkräften um den Bröndby-Block herum positionierte, flogen drei Böller in den Innenraum.

Dänische Fußballfans zünden Pyrotechnik beim Internationalen Hallenfußballturnier in Schwerin und verursachen so eine Spielunterbrechung. Dänische Fußballfans zünden Pyrotechnik beim Internationalen Hallenfußballturnier in Schwerin und verursachen so eine Spielunterbrechung. © Cornelius Kettler

Dänische Fußballfans zünden Pyrotechnik beim Internationalen Hallenfußballturnier in Schwerin und verursachen so eine Spielunterbrechung.

Einige Hansa-Anhänger fühlten sich provoziert und versuchten, in den Bröndby-Block zu gelangen. Doch die Situation konnte schnell beruhigt werden. Polizei und Sicherheitskräfte verwiesen alle Bröndby-Anhänger der Halle, die dieser Aufforderung zügig und ruhig folgten.

Das Turnier verzögerte sich dadurch um 45 Minuten. Bröndbys U-19-Trainer Auri Skarbalius entschuldigte sich für das Fehlverhalten einiger Unverbesserlicher. „Es tut uns leid, dass ein ganz kleiner Teil so eine Situation verursacht hat. Das ist schade und unverzeihlich“, erklärte der Däne.

Bis dahin waren es vor allem ebenjene Dänen, die mit ausgelassener Stimmung ihr Team lautstark unterstützten. Doch dieses positive Bild machten sie sich dann selbst kaputt. „Die Unterbrechung hat der Stimmung natürlich nicht gutgetan. Wir wussten, dass wir Teams mit entsprechender Fan- Klientel eingeladen hatten. Letztes Jahr hat alles super geklappt. Schade, dass es dieses Jahr anders war“, resümierte Organisator Uwe Brauer. Ob es im nächsten Jahr eine dritte Ausgabe des Turniers gibt, werden erst die auswertenden Gespräche aller Beteiligten ergeben, erklärte Brauer.

Viertelfinale
FC Hansa II - Torgelower FC 0:2
Bröndby IF U19 - TeBe Berlin 4:2
Meckl. Schwerin - Kolding IF 2:5
Germ. Halberstadt - FC Schönberg 1:3

Halbfinale
Torgelower FC - Bröndby IF U19 6:4
Kolding IF - FC Schönberg 1:4

Spiel um Platz 3
Bröndby IF U19 - Kolding IF 1:5

Finale
Torgelower FC - FC Schönberg 5:6 n. Neunm.

Bester Spieler: Jonas Madsen (Bröndby IF U19).
Bester Torwart: Jörg Hahnel (FC Schönberg).
Bester Torschütze: André Jepsen (Kolding IF) 8 Tore

Bröndby IF (Herren) Ferencvaros Budapest (Herren) FC Mecklenburg Schwerin (Herren) MSV Pampow (Herren) FC Schönberg 95 (Herren) Torgelower FC Greif (Herren) VfB Germania Halberstadt (Herren) F.C. Hansa Rostock (Herren) Tennis Borussia Berlin (Herren) Region/Mecklenburg Vorpommern Kreis Schwerin-Nordwestmecklenburg Region/Lübeck

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