05. März 2018 / 13:46 Uhr

Schönbergs Fußballplätze vom Schnee verweht

Schönbergs Fußballplätze vom Schnee verweht

Steffen Oldörp
So präsentiert sich derzeit das Palmberg-Stadion: Schnee bedeckt die Rasenfläche.
So präsentiert sich derzeit das Palmberg-Stadion: Schnee bedeckt die Rasenfläche. © Steffen Oldörp
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Auch in dieser Woche sind weder Training noch Spiele möglich.

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Schönberg. Die Landesligamannschaft des FC Schönberg muss sich weiterhin gedulden. Aufgrund der Witterung ist am Wochenende das Heimspiel gegen Tabellenführer Bökower SV ausgefallen. Grund sind Schnee und Frost. „Durch die Niederschläge der letzten Tage liegen bis zu 45 Zentimeter Schnee auf dem Kunstrasen und im Stadion“, sagt Sportchef Sven Wittfot. „In Verbindung mit den jetzt anziehenden Temperaturen wird dort aus meiner Sicht bis mindestens nächste Woche kein Fußball möglich sein. Es geht ja auch darum, für die Zuschauer vernünftige Gegebenheiten vorzuhalten“, betont Wittfot.

Da dies nicht möglich ist, hat sich der Vorstand des FC Schönberg vergangene Woche Donnerstag entschieden, die Partie gegen den Bölkower SV ausfallen zu lassen. „Schnee schieben können wir auf dem Kunstrasenplatz nicht“, sagt Vereinschef Wilfried Rohloff. „Sonst schieben wir das Granulat mit weg und machen den Platz kaputt. Und das können wir uns nicht leisten“, ergänzt er.

Ähnlich sehe es auf dem Rasen im Palmberg-Stadion aus. „Durch das Schieben bei Frost würden wir uns den ganzen Rasen zerstören“, ist Rohloff überzeugt. Hinzu komme, dass die Verantwortlichen des Tabellenvierten der Landesliga West gar nicht wissen, wo sie den ganzen Schnee lassen sollen. Laut Wilfried Rohloff hat sich auf dem Kunstrasenplatz eine Schneedecke von durchschnittlich 25 Zentimetern angesammelt. „Ich habe das mal ausgerechnet. Zurzeit liegen 1423 Kubikmeter Schnee auf dem Kunstrasenplatz“, so Rohloff. Auf dem Rasen im Palmberg-Stadion seien es sogar 1834 Kubikmeter. „Wir müssten ja nicht den Rasen, sondern auch die Flächen für die Zuschauer beräumen. Das ist zu viel Schnee. Wir wüssten gar nicht, wohin damit. Deshalb haben wir uns entschieden, das Spiel ausfallen zu lassen“, begründet der Vereinschef die Absage. Zumal es auch in den kommenden Tagen weiterhin nachts kalt bleiben soll. „Klar ist, wir machen unseren Platz nicht kaputt. Das Geld haben wir gar nicht, nur um ein Spiel durchzuziehen. Der Schaden wäre viel zu groß“, erklärt Rohloff.

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Für die Mannschaft von Trainer Ralf Schehr ist es bereits die zweite Partie in der Rückrunde, die ausgefallen ist. Schon das Auftaktspiel bei Blau-Weiß Polz musste aufgrund der Witterung verschoben werden. „Das ist aber nicht so schlimm“, sagt Rohloff. „Eine Woche vor Ostern stehen die Landespokal-Halbfinals an. Dann ist auch ein Nachholspieltag“, fügt er hinzu. Schönbergs Vereinschef wundert sich, dass der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern den Spieltag nicht komplett ausfallen lässt. „Die Bedingungen sind doch überall im Land ähnlich schlecht zum Fußballspielen“, meint er. In der Landesliga West sind bis auf die Partie SG Dynamo Schwerin gegen SG Ludwigslust- Grabow (2:2) alle Spiele am Wochenende abgesagt worden.

Schönbergs Sportchef Sven Wittfot hat Verständnisfür die Entscheidung des Vorstands: „Wenn vernünftige Rahmenbedingungen vorhanden wären, dann würden wir uns natürlich freuen loszulegen.“ Da dies aber nicht der Fall sei, sei er nicht traurig, dass die Partie gegen Bölkow wegen des vielen Schnees nicht stattfinden konnte. „Dieses Spitzenspiel hat aus meiner Sicht einen vernünftigen Rahmen verdient und sollte nicht zum Glücksspiel werden“, macht er deutlich.

Auch an vernünftiges Training ist seit Tagen beim Landesligisten nicht zu denken. Anfang vergangener Woche haben die Grün-Weißen in der Palmberg-Halle trainiert. Am Donnerstag war die Mannschaft von Ralf Scheer beim neuen Partner Holmes Place, einem Fitness-Studio in Lübeck, um eine Trainingseinheit durchzuführen. Abgesetzt wurden am Wochenende auch die geplanten Heimspiele der B- und der D1-Junioren sowie die Auswärtsspiele der A- und C-Junioren in Greifswald und Bergen. Lediglich das Spiel der D2 beim ESV Schwerin konnte auf Kunstrasen ausgetragen werden. Das letzte Mal, dass es so viel Schnee im Palmberg-Stadion gab, erinnert sich Wilfried Rohloff, ist fünf Jahre her: „2013 hatten wir gut 20 Zentimeter Schnee.“

Ob sich die Grün-Weißen weiter in Geduld üben müssen oder am Sonnabend bei PSV Wismar endlich in die Rückrunde starten können, ist angesichts der winterlichen Witterung noch unklar.

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