USER-BEITRAG Endlich mal ein Erfolgserlebnis: Gegen Norderstedt holten die Schönberger um Niklas Tille immerhin ein Unentschieden. © Jens Upahl

Schönbergs Sorgen werden größer

Der Transfermarkt gibt momentan nicht viel her.

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Die Sorgen von Axel Rietentiet sind nach dem dritten Testspiel am Dienstag nicht kleiner geworden. Zwar feierten die Grün-Weißen nach zuletzt zwei Niederlagen gegen den TSV Schlutup (2:3) und Hansa Rostock (1:4) mit dem 1:1 gegen Eintracht Norderstedt aus der Regionalliga Nord ein erstes Erfolgserlebnis, allerdings stehen Schönbergs Trainer in der wichtigen Saisonvorbereitung immer weniger Spieler zur Verfügung. Beim Aufwärmen gegen Norderstedt zwickte die Leiste von Neuzugang Joaquim Makangu Rafael. „Mal schauen, wie lange er ausfällt. Wir wissen noch nicht genau, was er hat“, so Rietentiet. Nach Ricardo Radina und Eric Borkholz ist es bereits der dritte verletzte Spieler. Radina plagt sich mit einer Innenbandzerrung herum und kann zurzeit nur Lauftraining absolvieren. Eric Birkholz hat schon seit Wochen Probleme mit dem Rücken. „Das sollte eigentlich auskuriert sein, ist jetzt aber wieder aufgebrochen“, sagt Rietentiet. „Bei Eric ist es besonders bitter, da er als Leistungsträger auf der Sechser-Position vorgesehen war.“

Zurzeit kann sich Schönbergs Trainer also nur mit 14 Feldspielern auf die Ende Juli beginnende Saison vorbereiten. „Das ist nicht optimal“, weiß Rietentiet. Am liebsten würde der Regionalligist deshalb noch neue Spieler verpflichten. Allerdings: „Der Markt ist zurzeit relativ eng für uns“, sagt Rietentiet. „Es gibt viele Spieler, die zu uns kommen wollen, die wir aber nicht bezahlen können. Und Spieler, die in unser Budget passen, sind oft schon seit einem halben Jahr auf der Suche nach einem Verein. Die sind für mich zu lange raus.“ Hinzu kommt, so Rietentiet weiter, dass „Ausländer, die kein deutsch und nur gebrochen englisch sprechen“, kein Thema beim Viertligisten sind. „Die helfen uns nicht weiter.“

Angesichts des geringeren Budgets in der kommenden Saison wäre Axel Rietentiet schon froh, wenn „wir zumindest noch einen richtigen Treffer“ landen würden. „18 Feldspieler, das würde reichen“, sagt Rietentiet, der heute seinen 47. Geburtstag feiert und am Dienstag gegen Eintracht Norderstedt mit der Leistung seiner Elf zufrieden war. Lukas Scherff brachte die Grün-Weißen nach schöner Vorarbeit von Fabian Istefo in der vierten Minute früh in Führung. In der Schlussphase gelang Jan Lüneburg (83.) noch der verdiente Ausgleich für Eintracht Norderstedt. Aus Sicht von Axel Rietentiet war es ein guter Auftritt. „In kleinen Schritten geht die Formkurve langsam nach oben.“

Im vierten Test am Samstag spielen die Nordwestmecklenburger ab 14 Uhr beim SV Drochtersen/Assel. In der abgelaufenen Saison belegte der Aufsteiger aus dem Landkreis Stade auf Anhieb Platz vier in der Regionalliga Nord. „Das ist ein sehr guter Gegner“, freut sich Axel Rietentiet auf die Herausforderung. Trainiert werden die Niedersachsen, die in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach spielen,  übrigens von einem 32-Jährigen Nordwestmecklenburger:  Enrico Maaßen, stammt aus Bobitz und hat unter anderem für Anker Wismar, Hansa Rostock II und den Greifswalder SV gespielt.

Steffen Oldörp

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