Den Ball im Blick: Babelsbergs Rafael Makangu (l.) im Duell mit WM-Teilnehmer John Anthony Brooks von Hertha BSC. © Jan Kuppert

Schwerstarbeit in vorderster Front

Regionalliga Nordost: Stürmer Rafael Makangu vom SV Babelsberg 03 durchlebt gerade eine schwierige Phase.

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Potsdam– Der Start verlief verheißungsvoll. In den ersten drei Heimspielen der Saison konnte Rafael Makangu vom Fußball-Regionalligisten Babelsberg 03 immer einen eigenen Treffer bejubeln. Nachdem sich der 23-Jährige in den ersten Partien der Spielzeit noch mit der Joker-Rolle zufrieden geben musste, hat er sich inzwischen einen Stammplatz erarbeitet und spielte in der Liga seit dem sechsten Spieltag immer von Beginn an.

„So richtig viel gebracht hat es mir bislang aber noch nicht“, berichtet ein nachdenklich wirkender Makangu, der aber keinesfalls resigniert, im Vorfeld der Auswärtspartie am Samstag in Meuselwitz (13.30 Uhr). „Ich arbeite hart an mir. Zwar läuft es bei mir persönlich gerade nicht, aber die Mannschaft steht gut da, das ist das Wichtigste“, konstatiert das Kraftpaket, das auf dem Feld ständig in Bewegung ist, jedem Ball hinterhergeht und die gegnerischen Abwehrspieler früh unter Druck setzt. Als einziger Stürmer im 4-2-3-1-System sei es nicht leicht. In den letzten Begegnungen hatte Makangu kaum Torchancen, rieb sich in vielen Zweikämpfen auf.

Nach kurzen Gastspielen beim Berliner AK und Viktoria Berlin schloss sich der Rechtsfuß im September letzten Jahres den Babelsbergern an. Die Verantwortlichen im Verein wissen, was sie an „Tata“, wie er von seinen Kollegen genannt wird, haben. „Unsere erste Verteidigungslinie beginnt im Angriff. Rafael macht das da sehr gut“, so Trainer Cem Efe. Die Tatsache, dass die Filmstädter mit elf Gegentoren die zweitbeste Defensive der Liga stellen, ist einer der Hauptgründe, dass man mit Tabellenplatz sechs absolut im Soll liegt.

"Man muss sich selbst immer treu bleiben und hart arbeiten, egal was die Leute reden"

„Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir den nächsten Schritt machen wollen und einen Mittelfeldplatz anstreben“, bestätigt Babelsbergs sportlicher Leiter Almedin Civa. Er weiß, dass im Offensivbereich noch Luft nach oben ist, betont aber auch: „Einen Stürmer vom Kaliber eines Christian Beck (Magdeburg) oder Velimir Jovanovic (Jena) können wir uns nicht leisten. Solch einen Angreifer braucht man natürlich, wenn man aufsteigen will, soweit sind wir aber noch nicht.“ Daher sei man mit dem vorhandenen Spielermaterial absolut zufrieden.

„Dass wir trotzdem die Augen offen halten, ist doch klar – da muss dann aber alles passen“, so Civa weiter. Bei Paul Röwer sei dies nicht der Fall gewesen. Der 19-Jährige Mittelstürmer vom Drittligisten FC Energie Cottbus war den Babelsbergern zur Ausleihe angeboten worden und wirkte in einem Testspiel mit. Eine Verpflichtung  sei aber kein Thema gewesen. Vielmehr wolle man auch im Angriff langfristig auf den eigenen Nachwuchs bauen. A-Junior Laurits Schulze Buschoff etwa trainiert regelmäßig mit der ersten Mannschaft und könnte perspektivisch in den Regionalligakader stoßen.

Für Rafael Makangu wäre neue Konkurrenz kein Problem. „Ich sehe das eher als Ansporn. Man muss sich selbst immer treu bleiben und hart arbeiten, egal was die Leute reden. Im Endeffekt ist es als Stürmer  ganz simpel: Entweder man trifft oder man trifft nicht.“ Den nächsten Anlauf für Saisontor Nummer vier will der Angolaner Samstag in  Meuselwitz nehmen.

Nicht im Aufgebot der Babelsberger stehen dann die Defensivakteure Julian Prochnow (Zehenbruch) und Severin Mihm (Innenbandanriss im Knöchel). Dem Einsatz von Torhüter Marvin Gladrow (Überdehnung des Innenbands im linken Knie) steht hingegen nichts im Weg.

Dietmar Demuth bringt frischen Wind

  • Seit drei Wochen sitzt Dietmar Demuth beim ZFC Meuselwitz auf der Trainerbank.
  • Vom Oktober 2007 bis Mai 2012 stand der 59-Jährige beim SV Babelsberg 03 in der Verantwortung.
  • Demuth feierte mit Meuselwitz zum Auftakt bei Germania Halberstadt (2:0) und gegen die Reserve von Union Berlin (2:0) gleich zwei Siege.
  • Die Thüringer liegen mit elf Punkten zwar noch immer auf dem letzten Tabellenplatz, haben den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze aber wieder hergestellt.
  • Nicht im Kader des ZFC stehen die schon länger verletzten Robert Böhme (Abwehr), Daniel Kornagel (Mittelfeld) und Andreas Naumann (Tor).
  • „Die Babelsberger wirken im Vergleich zum Vorjahr gefestigter und spielen eine gute Rolle“, blickt Demuth auf den Gegner von Samstag.
  • Am zweiten Spieltag der Saison bekam es Demuth schon einmal mit dem SV Babelsberg zu tun.
  • Als Trainer des Berliner AK, der ihn nach dem sechsten Spieltag beurlaubte, verlor er im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion mit 0:2.
  • ZFC Meuselwitz SV Babelsberg 03 Berliner Athletik Klub 07-FSV 63 Luckenwalde (06/11/2016 14:30) Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren) Region/Brandenburg ZFC Meuselwitz (Herren) SV Babelsberg 03 (Herren)

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