02. September 2018 / 16:57 Uhr

Selbstbewusste DHfK-Handballer verlieren mit 20:28 beim SC Magdeburg

Selbstbewusste DHfK-Handballer verlieren mit 20:28 beim SC Magdeburg

Redaktion Sportbuzzer
War bester Leipziger Werfer in MAgdeburg: Alen Milosevic.
War bester Leipziger Werfer in Magdeburg: Alen Milosevic. © Imago / Jan Huebner
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Bester Werfer der Grün-Weißen, die weiter auf ihren ersten Saisonsieg warten, war Alen Milosevic mit sieben Toren.

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Magdeburg. Tristesse nach dem Prestige-Duell – trotz eines selbstbewussten Auftritts: Die Handballer des SC DHfK unterliegen in einem packenden Spiel mit 20:28 beim mitteldeutschen Rivalen SC Magdeburg, der damit seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Die Leipziger bissen sich immer wieder an der dominanten Abwehrreihe sowie dem starken Rückhalt Jannick Green die Zähne aus. Bester Werfer der Grün-Weißen war Alen Milosevic mit sieben Toren.

Die Hausherren brauchen einige Minuten, um ins Spiel zu kommen. Die ersten Chancen bleiben allesamt ohne Erfolg. Besser machen es die Gäste von der Pleiße, die nach zwei Minuten durch Franz Semper den Torreigen eröffnen und anschließend durch Patrick Wiesmach mit 2:0 in Führung gehen. Bis die Magdeburger nachziehen, vergehen fünf Minuten. Matthias Musche markiert per Siebenmeter den ersten Treffer für den Favoriten.

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Die 6600 Zuschauer in der ausverkauften Getec-Arena sehen zunächst eine ausgeglichene Partie mit zwei völlig verschiedenen Taktiken. Der SCM agiert dynamisch, sucht den schnellen Abschluss. Leipzig hingegen lässt sich Zeit, hält die Kugel lange in den eigenen Reihen. Einerseits, um Kräfte zu sparen – die Bank ist aufgrund der Verletzenmisere nicht tief besetzt. Andererseits tun sich die Gäste zunehmend schwer, überhaupt eine Lücke im turmhohen Magdeburger Mittelblock zu finden.

Green macht den Unterschied

Schrecksekunde in der achten Minute: Niclas Pieczkowski stößt mit einem Gegenspieler zusammen, scheint einen Schlag an den Hals bekommen zu haben. Nach kurzer Behandlungspause geht es für ihn weiter. Nach elf Minuten die erste Führung für die Gastgeber: Zeljko Musa verwandelt zum 5:4.

Zum entscheidenden Faktor wird SCM-Torwart Jannik Green. Immer wieder verpuffen die Leipziger Angriffe an seinen Paraden. Der 1,95 Meter große Däne vereitelt allein im ersten Durchgang 13 (!) Würfe, darunter eine Dreifach-Chance Minute 22 – die Halle steht Kopf und feiert den Keeper.

Mit 13:9 aus Sicht der Elbestädter geht es in die Pause. „Ein sehr taktisch geprägtes Spiel. Magdeburg drückt aufs Tempo. Bei Leipzig muss die Wurfauswahl besser werden“, analysiert der verletzte DHfK-Mann Andreas Rojewski.

Nach dem Seitenwechsel scheinen die Gastgeber zu enteilen. Rasch steht es 16:10. Doch die Grün-Weisen geben sich nicht auf. In der 36. macht Patrick Wiesmach einen Bigpoint. Im Gegenstoß setzt sich der Neuzugang gegen Robert Weber durch und findet im Fallen den Abschluss. Durch die Hosenträger von Jannik Green schlägt es ein und Weber bekommt oben drauf noch zwei Minuten. Kurz danach hält Milos Putera und verwandelt sicher ins leere Tor des Gegners – 14:16 aus Leipziger Sicht. Der Schlussmann kommt am Ende auf fünf gehaltene Bälle. Auch der frisch verpflichtete Rene Villadsen darf sich beweisen, pariert in der Schlussphase zwei Mal.

Keine Verschnaufpause

So schnell die Hoffnung aufgebrandet ist, so schnell verfliegt sie allerdings auch wieder. Magdeburg behebt seine kleine Schwächephase, muss dafür aber viel Kraft investieren. Die geht den Gästen in der letzten Viertelstunde vermehrt abhanden. Die Führung für den SCM wird nun deutlich: 21:14 nach 48 Minuten, 26:16 nach 54 Minuten. Am Ende sind es acht Tore Unterschied.

„Eine klare und verdiente Niederlage“, befindet Andreas Rojewski nach dem Schlusspfiff. „Das, was uns in der ersten Hälfte gut funktioniert hat, ist uns im zweiten Durchgang um die Ohren geflogen“. SCM-Trainer Bennet Wiegert: „Heute hat sich unsere Qualität durchgesetzt. Wir haben eine starke Abwehr plus starken Torhüter gestellt. Aber wir dürfen den Sieg auch nicht überbewerten. Es ist erst der zweite Spieltag.“

Eine Verschnaufpause bleibt den SC DHfK keine. Die nächste Aufgabe wartet bereits am Dienstag. Die SG BBM Bietigheim kommt in die Arena. Dann sollen endlich die ersten beiden Saisonpunkte eingetütet werden. Anwurf ist 19 Uhr.

Das sagt der DHfK-Coach:

„Der Sieg des SCM geht in Ordnung – vor allem, weil wir in der ersten Hälfte das Tor nicht getroffen haben. Die Deckung war okay, wir haben aber zu viele Konter zugelassen. In der Pause haben wir dann umgestellt. Nach dem 14:16 hatten wir Chancen auf den Anschlusstreffer. Doch plötzlich stand es 14:18. Da war dann die Hoffnung auf einen Punktgewinn verflogen. Es ist einfach schwer, in Magdeburg zu punkten.“

SC DHfK: Putera 1, Villadsen, Wiesmach 2, Santos 1, Hellmann 1, Baumgärtel, Semper 1, Roscheck, Weber 4, Pieczkowski 1, Gebala 1, Milosevic 7, Jurdzs 1, Roscheck, Oehlrich, Binder.

Matthias Klöppel

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