14. März 2017 / 08:23 Uhr

Selke bei RB Leipzig in der Krise - „Bremen für mich besonderer Club“

Selke bei RB Leipzig in der Krise - „Bremen für mich besonderer Club“

Redaktion Sportbuzzer
Davie Selke RB Leipzig Training
Nachdenklich im Training: Davie Selke. © dpa
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Der 22-jährige Stürmer kommt beim Bundesliga-Aufsteiger derzeit nicht über die Reservistenrolle hinaus.

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Leipzig. Ausgerechnet vor dem Spiel bei seinem ehemaligen Verein Werder Bremen läuft es überhaupt nicht bei Davie Selke. Von der Startelf ist der RB-Stürmer im Moment deutlich entfernt. Schlimmer noch: In der Schlange der Wechselspieler muss sich der 22-Jährige immer weiter hinten anstellen.

Beispiel vergangener Sonnabend: Trainer Ralph Hasenhüttl nahm zur Pause Dominik Kaiser vom Feld und brachte für mehr Torgefahr nicht Selke, sondern Federico Palacios. Der 21-Jährige spielte sonst in der auf Abschiedstournee befindlichen zweiten Mannschaft von RB. "Ich sehe in dem Burschen sehr viel Potential, das wollte ich honorieren", erklärte Hasenhüttl, weshalb er sich für den ehemaligen Wolfsburger und gegen Davie Selke entschied.

Schon vor der Partie gegen den VfL war klar, Selke hat es derzeit schwer, weitere Spielanteile zu erhalten. Er habe seine Chancen bekommen, diese aber nicht genutzt, so Hasenhüttl. „Ein Stürmer lebt von seiner Torgefahr oder von den Lücken, die er für andere reißt. Gegen Hamburg und Dortmund war beides nicht so überragend.“

Ich zweifle nicht an mir und meinen Qualitäten." (Davie Selke)

Wir fragten nach bei Selke. Nur enttäuscht oder mehr? „Natürlich macht man sich seine Gedanken, denn ich hatte auf einen Einsatz gehofft. Aber ich habe das zu akzeptieren und es bringt mir auch nichts, mich darüber zu ärgern“, so Selke.

Redebedarf mit dem Coach? „Nein. Ich muss mich einfach weiterhin im Training aufdrängen.“

Schwerste Phase der Karriere? „Bei mir ist es immer nur nach oben gegangen, das ist aktuell mal nicht der Fall. Ich will und muss aus dieser Situation lernen und werde weiter an mir arbeiten.“

Sein Selbstbewusstsein hat er noch. „Ich zweifle nicht an mir und meinen Qualitäten, traue mir natürlich nach wie vor Einsätze zu.“

Davie Selke beim Torjubel mit Marvin Compper RB Leipzig
Tore bejubelt Davie Selke derzeit meistens nur von der Bank aus. © Christian Modla
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Das Los der stürmenden Reservisten ist kein einfaches. „Ein Stürmer wird den meisten Fällen bei einem Rückstand eingewechselt und muss dann schnell etwas reißen und mit guten Aktionen auf sich aufmerksam machen.“

Einsatz am Sonnabend in der alten Heimat? „Das entscheide nicht ich, sondern einzig und allein der Trainer. Dass ich gerne spielen würde, ist doch klar. Bremen bleibt immer ein besonderer Club für mich.“

Rückkehr nach Bremen? „Im Fußball weiß man nie, was passiert. Fakt ist, dass ich bis 2020 bei RB unter Vertrag stehe.“

Guido Schäfer/Matthias Roth

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