Ralf Rangnick könnte neuer Nationaltrainer Englands werden. © dpa

Sensation in England: Rangnick als Nationaltrainer im Gespräch!

Die "Three Lions" suchen einen neuen Chef. Wird Englands Interimstrainer Gareth Southgate auf Dauer der Nachfolger des geschassten Sam Allardyce? Jürgen Klinsmann winkt schon ab. Medien bringen noch einen anderen Deutschen ins Spiel.

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Nach der Trennung von Sam Allardyce sind die Spekulationen um seine Nachfolge als englischer Fußball-Nationaltrainer im vollen Gange. Am Donnerstag brachte die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" Ralf Rangnick ins Gespräch. Der 58 Jahre alte Sportdirektor des Bundesliga-Aufsteigers RB Leipzig sei der "Überraschungskandidat" des englischen Fußballverbands FA.

Demnach habe es schon vor der Allardyce-Verpflichtung Kontakte zwischen Rangnick und den Verantwortlichen des englischen Fußballverbandes gegeben, die sich aber entschieden hätten, das Amt mit einem Engländer zu besetzen und Rangnick deshalb absagten.

Auch Wenger Kandidat

Die FA hatte sich am Dienstag nach nur 67 Tagen von Allardyce getrennt. Der "Telegraph" hatte zuvor heimlich gedrehte Aufnahmen veröffentlicht. Darin ist zu sehen, wie Allardyce zwei Undercover-Reportern, die er für Geschäftsleute hielt, Tipps zum Umgehen von Transferregeln gibt.

Als weiterer Kandidat für den Posten bei den "Three Lions" wird in den Medien auch Arsenal-Coach Arsène Wenger gehandelt. Der Franzose schloss ein Engagement nicht aus - allerdings erst nach der laufenden Saison in der Premier League. "Meine Priorität war immer der Club", sagte der Der 66 Jahre alte Elsässer am Mittwochabend nach Arsenals 2:0-Sieg in der Champions League gegen den FC Basel. "Bis zum Ende der Saison werde ich hier sein."

US-Nationalcoach Jürgen Klinsmann erklärte ebenfalls am Mittwochabend per Twitter, Gerüchte über einen Wechsel nach England seien nicht wahr. Die "Times" berichtete am Donnerstag, Interimscoach Gareth Southgate wolle das Amt gern dauerhaft übernehmen. Nach dem Rücktritt von Roy Hodgson im Juli hatte er ein dauerhaftes Engagement noch abgelehnt.

Hasenhüttl witzelt

Southgate bezeichnete die Umstände vor seinem Debüt am 8. Oktober gegen Malta als schwierig. Seine Vorgänger Hodgson und Allardyce seien gut zu ihm gewesen. Das mache seine Gefühlslage schwierig, erklärte Southgate in einem Interview auf der Homepage der FA. "England zu betreuen wird eine riesige Verantwortung und eine riesige Ehre für mich sein", sagte er. Die FA hatte mitgeteilt, der bisherige U21-Coach Southgate solle den Weltmeister von 1966 für vier Spiele betreuen, parallel dazu werde ein neuer Nationaltrainer gesucht.

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl schenkt den Spekulationen um Rangnick keinen Glauben: "Das wäre sehr schade, wenn. Aber das kann ich mir nicht vorstellen", sagte der 49-Jährige. "Ich habe noch nicht mit ihm darüber gesprochen. Kann aber bestätigen: Ralf spricht sehr gut englisch", witzelte der Österreicher.

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