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Schiedsrichter von Serena Williams spricht: "Heikle Situation"

Redaktion Sportbuzzer
Schiedsrichter Carlos Ramos hat sich nach dem US-Open-Skandal um Serena Williams geäußert. © imago/PanoramiC

Es war einer der größten Skandale in der Geschichte der US Open: Im Finale gegen die spätere Siegerin Naomi Osaka werden Serena Williams gleich mehrfach Punkte wegen Schiedsrichter-Beleidigung abgezogen. Jetzt hat sich der Unparteiische Carlos Ramos erstmals geäußert.

Carlos Ramos bricht sein Schweigen: Der Final-Schiedsrichter von Serena Williams hat sich erstmals nach dem Skandal-Finale der US Open geäußert - wenn auch nicht konkret über die Situation um die ehemalige Weltranglisten-Erste. Der Portugiese erteilte Williams beim 2:6, 4:6 gegen die Japanerin Naomi Osaka drei Verwarnungen und bestrafte sie im zweiten Satz mit dem Spielabzug zum 3:5.

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In einem kurzen Gespräch mit der portugiesischen Zeitung Tribuna Expresso sprach er nun von einer "heiklen Situation." Er sei an die Regeln gebunden. "'A la carte" Entscheidungen zu treffen, wäre nicht möglich. Das Gespräch schloss er mit den Worten "Mache dir keine Sorgen, mir geht es gut" ab. Mehr konnte und durfte er wohl nicht sagen.

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Internationale Pressestimmen zum Ausraster von Serena Williams im Finale der US Open.

Nach Ansicht des „Mirror“ aus England kam Williams’ Schiri-Schelte einem „Zusammenbruch“ gleich.
„Serena sorgt für einen Skandal und verliert das Finale“, schreibt die spanische „AS“.
Die US-amerikanische „Sports Illustrated“ meint: „Kontroverse um Serena Williams überschattet Frauen-Finale bei US Open“.
Der US-Sender „CBS“ bleibt rein nachrichtlich und zitiert Williams: „Ich habe nicht betrogen“.
Die „New York Times“ schreibt von einem Match, dass „aus den falschen Gründen in Erinnerung bleiben wird“.
US-Nachrichtensender „CNN“ schreibt von einer „Überraschung in einem kontroversen US-Open-Finale“.
„Anstatt zu triumphieren, demütigt sich Serena Williams mit ihrem Verhalten selbst“, schreibt die „USA Today“.
„Tuttosport“ aus Italien meint: „Serena Williams verliert den Kopf, Osaka schreibt Geschichte“.
Italiens „Gazzetta dello Sport“ schreibt von einem „Psychodrama um Serena“.
Für die englische „BBC“ ist der Tennissport der „Verlierer“ des Eklats.
Der englische „Telegraph“ sieht in den Worten von Williams „wütende Beschimpfungen“ des Schiedsrichters.
„Ein spektakulärer Zusammenbruch“ war Williams’ Aktion, wie die „Sun“ aus England findet.
Das Onlineportal der Tageszeitung „Österreich“ schreibt von einem „Mega-Eklat“.
Die spanische „Marca“ fleht Williams an: „Bitte beschmutze deine Geschichte nicht“.
„Mundo Deportivo“ aus Spanien schreibt davon, dass Williams für einen „Skandal mit dem Schiedsrichter“ gesorgt habe.
Der Schweizer „Blick“ sah ein „Skandal-Finale“.
US-Sportsender „ESPN“ fordert nach dem Eklat, die Coaching-Regeln zu ändern.
Die englische „Daily Mail“ bezeichnet den Eklat als „Serenas Schande“ und „schockierenden Ausraster“. 

Becker kritisiert Williams: "Komplett ausgerastet"

Die Diskussionen um den Wutausbruch von Serena Williams, die Ramos im Anschluss sogar Sexismus unterstellte, sind auch nach dem Abschluss des Turniers weitergegangen. Die Profitennis-Organisation der Damen (WTA) verlangte, Frauen und Männer gleich zu behandeln, wenn sie sich auf dem Platz emotional verhalten. „Wir glauben nicht, dass dies gestern Abend getan wurde“, hieß es in einer am Sonntagabend in New York veröffentlichten Stellungnahme von WTA-Chef Steve Simon zum Endspiel am Samstag. Der internationale Tennis-Verband ITF stärke Ramos dagegen in einer offiziellen Stellungnahme: "Carlos Ramos ist einer der erfahrensten und respektiertesten Schiedsrichter im Tennis. Seine Entscheidungen waren im Einklang mit den entsprechenden Regeln."

Mehr zum Skandal bei den US Open

Der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker kritisierte im TV-Sender Eurosport die unterlegene Amerikanerin, die „komplett ausgeflippt“ sei. „Sie hat eine Diskussion mit dem Schiedsrichter angefangen, die man als Spieler nie gewinnt“, sagte Becker. „Sie hat emotional nicht mehr aufhören können. Sie kann hier nicht vor Millionen von Menschen dem Schiedsrichter sagen, er ist ein Lügner.“


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