23. November 2018 / 21:05 Uhr

Bericht über Sergio Ramos: Doping bei Real-Madrid-Star nachgewiesen

Bericht über Sergio Ramos: Doping bei Real-Madrid-Star nachgewiesen

Redaktion Sportbuzzer
Twitter-Profil
Sergio Ramos ist laut Dokumenten von Football Leaks positiv auf ein Doping-Präparat getestet worden.
Sergio Ramos ist laut Dokumenten von "Football Leaks" positiv auf ein Doping-Präparat getestet worden. © imago/ActionPictures
Anzeige

Großer Doping-Wirbel um Sergio Ramos. Der Superstar von Real Madrid soll laut Dokumenten der Enthüllungsplattform "Football Leaks" im Champions-League-Finale 2017 gedopt gewesen sein. Auch eine Doping-Kontrolle soll Ramos absichtlich versäumt haben.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Dieser Bericht wirft kein gutes Licht auf Sergio Ramos: Der Superstar von Real Madrid ist als knallharter Verteidiger weltbekannt. Der 32 Jahre alte spanische Nationalspieler foulte unter anderem Liverpool-Star Mohammed Salah so schwer, dass er es nur knapp zur WM 2018 geschafft hat. Doch jetzt macht Sergio Ramos auch negative Schlagzeilen abseits des Platzes. Die Redaktionen des NDR und des Nachrichtenmagazins Der Spiegel haben Dokumente der Fußball-Enthüllungsplattform Football Leaks ausgewertet. Demnach soll Ramos beim dritten Titelgewinn der Champions League 2017 mit Real Madrid gegen Juventus Turin (4:1) gedopt gewesen sein - und nicht nur das: Auch über einen Vorfall aus dem Jahr 2018 wird berichtet. Doch in beiden Fällen habe es laut den Berichten keine Konsequenzen gegeben.

25 ehemalige Spieler von Real Madrid und was aus ihnen wurde

Robinho, Ronaldo und Raul - die drei Rs gehören zu den größten Stars von Real Madrid. Aber was machen sie heute? Der <b>SPORT</b>BUZZER hat sich auf Spurensuche begeben. Zur Galerie
Robinho, Ronaldo und Raul - die drei Rs gehören zu den größten Stars von Real Madrid. Aber was machen sie heute? Der SPORTBUZZER hat sich auf Spurensuche begeben. ©
Anzeige

Doping-Mittel Dexamethason bei Sergio Ramos nachgewiesen

Worum geht es? Vor dem Champions-League-Finale 2017 gegen Juventus soll Ramos laut Football-Leaks-Dokumenten Doping betrieben haben. Bei einer Dopingkontrolle direkt nach dem Finale in Cardiff sei bei Ramos die Substanz Dexamethason nachgewiesen worden. Dieses cortisonhaltige Medikament soll entzündungshemmend und schmerzstillend - aber auch euphorisierend wirken. Es steht auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Dopingagentur WADA. Wird es auf ärztliche Anweisung eingenommen, ist es allerdings nicht verboten. Doch genau das soll bei Ramos nicht der Fall gewesen sein. Das Dexamethason wurde beim Real-Star ohne Vorwarnung der Madrid-Ärzte im Blut nachgewiesen. Ein klarer Doping-Verstoß.

Mehr von Real Madrid

Doch die UEFA unternahm laut der Football-Leaks-Dokumente nichts. Der Real-Teamarzt soll der UEFA einen Brief geschrieben haben, in dem er versichert, dass Ramos unschuldig sei. Er selbst habe dem Real-Star Dexamethason gespritzt. Damit war für die UEFA der Fall offenbar erledigt. Für Lars Mortsiefer aus dem Vorstand der Nationalen Anti-Doping-Agentur eine fadenscheinige Begründung, wie er gegenüber der Sportschau sagte: "Es fällt mir schwer, so eine Situation nicht als Schutzbehauptung zu werten. Wir reden von hochqualifizierten Spielern und hochqualifizierten Ärzten."

Doping-Kontrolle absichtlich verpasst - wieder Real-Ärger um Sergio Ramos

Doch es gibt laut den nun ans Licht gekommenen Dokumenten sogar noch einen zweiten Doping-Vorfall um Sergio Ramos. Der Real-Star soll am 15. April 2018 nach einem 2:1-Sieg gegen den FC Malaga vorsätzlich eine Doping-Kontrolle verweigert und lieber Duschen gegangen sein. Erst danach soll er die Probe abgegeben haben. Ebenfalls ein harter Verstoß gegen die Doping-Regeln, wie Sportrechts-Experte Michael Lehner gegenüber dem NDR erklärte: "Man will in jeder Hinsicht vermeiden, dass irgendwelche Manipulationen passieren. Vielleicht durch Urin-Austausch, Zuleitung von Fremdurin oder sehr viel trinken, um Körperflüssigkeiten zu verdünnen."

Kurios: Erst fünf Monate nach dem Vorfall soll die spanische Anti-Doping-Agentur Real Madrid über den Vorfall informiert haben. Doch auch hier wurden keine weiteren Untersuchungen eingeleitet. Für ein solch schweres Doping-Vergehen hätte Ramos theoretisch lange gesperrt werden können - auch ein Punktabzug oder gar Zwangsabstieg für Real Madrid wären möglich gewesen.

Hier abstimmen: Sergio Ramos soll gedopt haben - bist du persönlich enttäuscht?

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus aller Welt