Hermann Winkler soll künftig dem SFV vorstehen. Der Präsident des Sächsischen Fußballverbandes Hermann Winkler verurteilt de tätlichen Angriff auf Turnierleiter Falk Zschäbitz © Christian Modla (Archiv)
Hermann Winkler soll künftig dem SFV vorstehen.

SFV-Präsident Hermann Winkler nach Angriff auf Turnierleiter: „Das ist asozial“

Der Präsident des Sächsischen Fußballverbandes verurteilt den tätlichen Angriff auf F-Jugend-Turnierleiter Falk Zschäbitz.

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Oschatz. Eskalation beim F-Jugend-Turnier in Oschatz. Weil Falk Zschäbitz, der Leiter der Veranstaltung, eine Mutter wegen anhaltender Beleidigung der Schiedsrichter der Halle verweisen will, wird er von zwei Männern zusammengeschlagen. Ein Einzelfall, oder nimmt die Gewaltbereitschaft auch im Jugendbereich immer weiter zu? „Jeder Vorfall ist einer zu viel“, sagt der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes Hermann Winkler.

Herr Winkler, was sagen Sie zu diesem Vorfall?

Wir dürfen es uns nicht bieten lassen, dass Zuschauer im Rahmen des Fußballs derart die Fassung verlieren. Eltern, die vor den Augen ihrer 7- und 8-jährigen Kinder auf Ehrenamtliche einprügeln – das ist asozial.

*Beleidigungen vom Spielfeldrand sind nicht neu, aber nunmehr scheint es auch keine Grenzen mehr im Jugendbereich zu geben? *

Es ist ein gesellschaftliches Armutszeugnis, dass man sich als Veranstalter eines F-Jugend-Turniers Gedanken über verschärfte Sicherheitsmaßnahmen machen muss, um möglichen Übergriffen vorzubeugen. Ich fordere jetzt die Justiz auf, diese Taten im zivilrechtlichen Bereich hart zu bestrafen. Falk Zschäbitz wünsche ich gute Genesung.

Mehr zu: Tätlicher Angriff auf Turnierleiter in Oschatz

Wie können die Ehrenämtler vor solchen Vorfällen geschützt werden?

Wir müssen unsere Ehrenämtler schützen. Das wird nur in Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen funktionieren. Und da meine ich nicht nur die Vereine und Verbände. Dieses gesellschaftliche Problem muss ganzheitlich angegangen werden.

Nehmen solche Vorfälle zu?

Bei meinen Vereinsbesuchen wird mir sehr oft über Beleidigungen gegenüber Schiedsrichtern berichtet. Leider haben genau aus diesem Grund schon einige aufgegeben, weil sie die Nase voll haben. Das ist ein riesen Problem.  Wenigstens zeigt die Statistik einen anderen Trend. Im Vergleich zu den letzten Spielzeiten sind Übergriffe – egal ob Gewalt, Diskriminierungen oder Beleidigungen gegenüber den Akteuren des Fußballs – rückläufig. Aktuell ist zwar erst die Hälfte der Saison gespielt, doch nach aktuellem Stand wird es die Saison mit den wenigsten Vorfällen der letzten Jahre. Nichtsdestotrotz ist natürlich jeder Vorfall einer zu viel.

Wie kann der SFV den Nordsächsischen Fußballverband (NFV) in der Aufarbeitung unterstützen? Was kann der DFB tun?

Wir haben dem NFV unsere Hilfe angeboten. Grundsätzlich haben wir in Verbindung mit dem DFB mit der Einführung der Fair-Play-Liga in den jüngsten Altersklassen versucht die Entwicklung positiv zu beeinflussen . Darüber hinaus beschäftigt sich unsere AG-Fair-Play fortlaufend mit dieser Problematik und bietet in Kooperation mit dem Landessportbund auch Hilfe an.

Region/Leipzig Kreis Nordsachsen

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