Enttäuscht: Koldingens Marco Cyrys (hier einem früheren Spiel) © Sascha Priesemann

"Die Argumente gehen langsam aus": Koldinger SV verliert beim heimstarken Aufsteiger Blaues Wunder

Der trainerlose Landesliga-Absteiger Koldinger SV kann sich aus dem Tabellenkeller nicht befreien und verliert gegen die SG Blaues Wunder. Für den Aufsteiger ist dagegen bereits der vierte Heimsieg im vierten Spiel - und das trotz Rumpfkader.

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Beinahe ein Spiegelbild des Auftritts zuletzt gegen den FC Lehrte, und das nicht nur aufgrund des identischen Resultats, ist die Niederlage beim Neuling gewesen. „Das ist keine leichte Situation“, konstatierte Koldingens Kapitän Martin Pietrucha, der die Mannschaft übergangsweise coacht. „Gerade in der ersten Hälfte machen wir ein richtiges gutes Spiel, aber die Dinger nicht.“ Nach der fünften Niederlage im achten Spiel gingen „einem so langsam die Argumente aus“, so Pietrucha.

Nach Argumenten für die eigene Heimstärke braucht Michael Wohlatz, Trainer der SG Blaues Wunder, nicht zu suchen. Auch das vierte Heimspiel gewann der Aufsteiger und steht damit in der Heimtabelle der Bezirksliga 3 sogar auf dem zweiten Platz. "Das ist brettstark, zumal wir heute wieder mit einem Rumpfkader gespielt haben", meinte Wohlatz, der aufgrund der vielen Ausfälle wieder selbst auflief.

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Aufgrund einiger Umstellungen – unter anderem rückte der im Vergleich zu Nascimento Kembo deutlich erfahrenere Imad Saadun in die Innenverteidigung, Hassan Jaber auf die Zehn und Leutrim Ferizi in die Spitze – benötigten die Koldinger eine gute Viertelstunde, um in die Partie zu finden. Bis zur Pause lag die Führung durchaus im Bereich des Möglichen, doch „wir hatten zwei, drei Aktionen mit zwei, drei Torschüssen hintereinander, die immer noch geblockt wurden“, ärgerte sich Pietrucha. 

Und nach dem Seitenwechsel kam es für die Gäste noch dicker: Nach einer Ecke köpfte Joaquin Andres Pilatti aus acht Metern zur Führung für die Gastgeber ein (51.). Geschockt zeigten sich die Koldinger aber nicht. Einen langen Schlag vom Wunder fing Pietrucha ab, steckte ihn direkt durch zu Jaber, der mühelos unten links zum Ausgleich einschob (54.). Kurz darauf hätte Marvin Krüger das Blatt komplett wenden können, doch Dario Grohmann lag ihm bei seinem Lupfer im Weg. Es war allerdings auch nicht die leichteste Übung, den Torhüter der Gastgeber aus dieser kurzen Distanz zu überwinden. "Er hat zwei Dinger grandios gehalten", lobte Wunder-Trainer Michael Wohlatz.

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Vieles deutete auf ein Remis hin, als Marco Cyrys den Ball gegen sein Hinterteil bekam, Torhüter Thimo Schulz ihn aufnahm – und der Schiedsrichter auf Rückpass entschied. Den folgenden indirekten Freistoß beförderte Felix Sánchez Ahufinger aus fünf Metern in den Winkel (81.). „Eine krasse Fehlentscheidung“, befand Pietrucha, dessen Mannschaft aufmachte und nach einem Konter den dritten Gegentreffer durch Philip Wagner kassierte (85.). Unterdessen befinden sich die Vereinsverantwortlichen in konkreten Gesprächen mit Kandidaten für den vakanten Trainerposten. Bereits Ende dieser Woche könnte dem Vernehmen nach der Nachfolger von Diego de Marco präsentiert werden.

Ganz anders ist die Lage bei den "Wunderbaren", dessen Trainer aufgrund der zweiten Halbzeit von einem nicht "unverdienten Sieg" sprach. Der Aufsteiger, derzeit auf dem sechsten Rang liegend, hat bereits siebten Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Koldinger SV (Herren) Region/Hannover SG Blaues Wunder (Herren) Bezirksliga Bezirk Hannover Staffel 3 (Herren)

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