13. September 2018 / 09:39 Uhr

SG Dynamo Dresden - neuer Trainer, neue Taktik gegen Regensburg?

SG Dynamo Dresden - neuer Trainer, neue Taktik gegen Regensburg?

Jochen Leimert
Gute Laune bei Maik Walpurgis und seinen Co-Trainern Massimiliano Porcello (l.) und Matthias Lust (r.).
Das Trainerteam der SG Dynamo Dresden © Jochen Leimert
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Der neue Cheftrainer Maik Walpurgis feilt an der Systemfrage und am Spielkonzept. Bereits am Freitag beim SSV Jahn muss er sich eine Meinung gebildet haben.

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Seit dem ersten Gespräch mit Dynamo Dresden vor knapp drei Wochen hatte Maik Walpurgis etwas Zeit, sich eingehend mit den Schwarz-Gelben zu befassen. Der 44-Jährige, der am Dienstag bei der Sportgemeinschaft als neuer Cheftrainer vorgestellt wurde, sollte inzwischen also eine Ahnung haben, worauf er sich im hochemotionalen Umfeld das achtfachen DDR-Meisters einlässt. Den Herforder erwarten einige Baustellen, deren Schließung seinem Vorgänger Uwe Neuhaus zuletzt nicht mehr gelungen ist. Zuerst muss Walpurgis vor allem die offene Systemfrage klären, denn die wird seit Monaten heftig diskutiert und sorgt für anhaltende Unruhe.

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SGD und das Chaos im Defensivverbund


In der Sommervorbereitung hatte Dynamo sein Spielsystem geändert. Statt des lange bewährten 4-3-3, mit dem Neuhaus bis in die letzte Saison hinein erfolgreich war, setzte die sportliche Leitung nun konsequent auf ein 3-4-3, das bei gegnerischem Ballbesitz in ein 5-2-3 abgewandelt wurde. Doch die erhoffte höhere Sicherheit in der Abwehr stellte sich nicht ein. Zu Saisonbeginn rettete Dynamo gegen Duisburg zwar ein 1:0 über die Zeit, doch beim 1:2 in Bielefeld wurde seine Mannschaft anfangs regelrecht überfahren und hätte zur Pause noch höher als nur mit 0:2 im Rückstand liegen können. Zugleich bekam Dynamo in der Offensive kein Bein auf den Boden: „Wir konnten überhaupt keinen Angriff nach vorne starten, der im Ansatz einigermaßen gefährlich war“, klagte Neuhaus damals.

Dynamo Dresden stellt Maik Walpurgis vor

Mit Dreier- bzw. mit Fünfer-Abwehrkette zu agieren, sei „vielleicht die falsche Maßnahme“ gewesen, mutmaßte der 58-Jährige auf der „Alm“. Erst als Dynamo in der Pause wieder auf das althergebrachte 4-3-3 umstellte, wurde es besser und seine Elf kam noch einmal heran. Im Pokal beim SV Rödinghausen gab es aber im 3-4-3 einen erneuten Rückfall, die Mannschaft wechselte noch einmal und dann wieder zurück, wirkte zunehmend irritiert und schied in Lotte überraschend mit 2:3 nach Verlängerung aus dem DFB-Pokal aus. „Wir verspürten eine sehr große Verunsicherung, hatten keinen Plan“, gestand Rechtsverteidiger Niklas Kreuzer damals genervt. Interimstrainer Cristian Fiel versuchte es dann beim 1:3 gegen den 1. FC Heidenheim mit einem 3-5-2, die Mannschaft war nach vorn auch wieder aktiver, doch hinten wackelte sie und ließ Standards zu, die die Gästeelf von Frank Schmidt auf die Siegerstraße brachten.

Spiel gegen den Ball


Mit welcher Grundformation Walpurgis nun in den nächsten Spielen antritt, das ließ er offen. Bei seiner Vorstellung sagte er in Sachen System: „Man muss es den Gegebenheiten anpassen. Ich habe in der Vergangenheit 4-4-2, 4-2-3-1 spielen lassen, aber auch 3-4-3.“ Was er und die Mannschaft präferieren, das müsse nun gemeinsam erarbeitet werden. Man müssen schauen, „wer fühlt sich in welchem System wohl und in welchem System können die Spieler ihre individuellen Fähigkeiten am besten einbringen“. Dass er in der Bundesliga oft sehr defensiv spielen ließ, sei nicht unbedingt ein Fingerzeig für seine Arbeit bei Dynamo: „Wir sind in der Bundesliga mit dem FC Ingolstadt auf Vereine und Gegner gestoßen, die uns in ihren individuellen Qualitäten manchmal deutlich überlegen waren – insofern brauchten wir ein gutes Spielkonzept gegen den Ball.“

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Das benötigt Dynamo auch beim SSV Jahn Regensburg (Freitag, 18.30 Uhr), wenngleich die Oberpfälzer nicht so stark besetzt sind wie manch Bundesligist. Doch mit nur vier Punkten aus vier Spielen und vor heimischer Kulisse wird sich die Mannschaft von Trainer Achim Beierlorzer gewiss nicht verstecken und Druck machen. Wie die Schwarz-Gelben dem standhalten und selbst zum Torerfolg kommen wollen, das wird interessant. Walpurgis wollte sich gestern jedenfalls nicht in die Karten schauen lassen, trainierte mit seinem neuen Team unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Stadion. Der Überraschungseffekt soll ja erst in der Domstadt an der Donau zünden.

Müller nochmals operativ behandelt


Innenverteidiger Jannik Müller (24) wurde im Klinikum Friedrichstadt erneut am rechten Fuß operiert. Ihm wurde Knochenmaterial aus dem Sprunggelenk entfernt, was zu einer anhaltenden Reizung und Schmerzen geführt hatte. Müller muss nun wieder in die Reha und fällt für die nächsten Spiele aus.

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