SVT-Keeper Danny Schramm erwischte einen glänzenden Tag. © Felix König

SH-Liga: Todesfeldes Trainer Sievers lobt - der überragende Schramm schweigt

Gegen den SH-Liga-Spitzenreiter verlor der SV Todesfelde verdient, zeigte aber eine couragierte Leistung.

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Fragen zum Spiel beim SH-Liga-Primus Eutin 08 (0:2) und zu seiner eigenen überragenden Leistung wollte Danny Schramm nicht beantworten. Vielleicht lag es daran, dass der 27-Jährige erst kurzfristig in die Startformation des SV Todesfelde rückte. Eigentlich sollte nämlich Fabian Oeser (23) zwischen den Pfosten stehen. „Für ihn wäre es eine Extramotivation gewesen“, erklärte Trainer Sascha „Bodo“ Sievers. Schließlich kickte „Oesi“ von 2013 bis 2016 bei den Ostholsteinern. Da er aber aus Krankheitsgründen passen musste, schaute er sich die Partie bei seinem früheren Klub auf der Sitztribüne an, wo er viele Hände ob des Wiedersehens schütteln musste.

Auf die Frage, wer von den beiden Torhütern aktuell die Nase vorn hätte, sagte Sievers gegenüber den LN: „Wir haben keine klare Nummer Eins.“ Schramm lieferte am vergangenen Samstag viele Argumente, warum er auch im kommenden Heimspiel gegen den VfR Neumünster (So., 14 Uhr) wieder im Kasten stehen könnte. Der haushohe Favorit tat sich auch deswegen so schwer gegen die Segeberger, weil Schramm gegen seinen ehemaligen Trainer "Mecki" Brunner (beim SV Eichede) einen Sahnetag erwischte. Die erste starke Parade zeigte der 1,99 m große Hühne gegen den Ex-Todesfelder Timo Klotz (23.). In der Folge wartete der 1,99 m große Gästetorwart mit glänzenden Reaktionen gegen Kevin Wölk (30.), Florian Stahl (31.), Patrick Bohnsack (40.) sowie Rico Bork (43.) auf. Schramm verdiente sich die Note Eins. „Danny hat ein paar gute Aktionen gehabt“, lobte Sievers seinen Schützling. „Er hat eine tolle Vorbereitung gespielt. Davon profitiert er. Das gibt ihm Selbstvertrauen.“

In der zweiten Halbzeit hatte Schramm jedoch nicht mehr so viel Gelegenheit, sich auszuzeichnen. In der 90. Minute verhinderte er eine höhere Pleite gegen den eingewechselten Eutiner Stürmer Jannik Fust. Bei den Gegentreffern von Torjäger Stahl (63., nach Kopfballverlängerung von Wölk) und dem Kopfball vom Ex-Schilderer Benjamin Petrick (79.) nach einer Wölk-Ecke sei er machtlos gewesen, betonte Sievers. Die Segeberger lieferten dem Titelkandidaten den erwarteten schweren Fight. „Wir haben ein bisschen Pech gehabt und hätten auch 1:0 in Führung gehen können“, meinte Vereinspräsident Holger Böhm. Seine Elf habe sich teuer verkauft. „Die Eutiner sehen wir nächstes Jahr nicht wieder. Wenn sie mit dieser Truppe nicht aufsteigen, mit welcher dann?“ Auch Kapitän Lennard Koth trauerte den vergebenen Möglichkeiten etwas nach. „Wir wollten Eutin 08 wie schon beim 2:1 im Hinspiel die Stirn bieten. Das war unser Ziel. Uns hat leider das nötige Glück gefehlt. Gegen Eutin bekommst du nicht viele Chancen. Wenn du sie schlagen willst, musst du die Chancen machen“, sagte er. Nach der guten Vorstellung im Waldeck-Stadion sei es für seine Mannschaft nun wichtig, „dass wir unsere Hausaufgaben gegen die unteren Mannschaften in der Tabelle machen. Damit wir nicht unten reinrutschen“, so der Ex-Lübecker. „Die Qualität haben wir und können uns nur selbst schlagen.“

Trotz der verdienten Pleite sprach Sievers seiner couragiert aufspielenden Elf ein Kompliment in der anschließenden Pressekonferenz für „eine in der ersten Halbzeit hervorragenden Leistung“ aus. Die Segeberger könnten erhobenen Hauptes vom Platz gehen. „Unser persönliches Highlight hatten wir in der Hinrunde“, sagte der Coach und unkte: „Das wird wohl die einzige Saisonniederlage für die Eutiner bleiben.“ Holger Böhm versprach derweil, den Rosenstädtern in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord die Daumen zu drücken und wieder am Waldeck vorbei zu schauen. Der starke Schramm schwieg dagegen und verschwand in der Umkleidekabine.

Kreis Segeberg Region/Lübeck SV Todesfelde Eutin 08 Schleswig-Holstein-Liga (Herren)

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