09. August 2018 / 18:00 Uhr

Sieg des Willens  elektrisiert Profis und Fans von Hansa Rostock

Sieg des Willens  elektrisiert Profis und Fans von Hansa Rostock

Christian Lüsch
Glückliche Gewinner: Spieler des FC Hansa feiern nach dem 3:2-Erfolg gegen Wiesbaden vor der Südtribüne des Ostseestadions.
Glückliche Gewinner: Spieler des FC Hansa feiern nach dem 3:2-Erfolg gegen Wiesbaden vor der Südtribüne des Ostseestadions. © LUTZ BONGARTS
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Cebio Soukou beweist beim Strafstoß in der Nachspielzeit Nervenstärke. Wiesbadens Sportdirektor Christian Hock nach Spiel völlig in Rage.

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Rostock. Diejenigen unter den 16000 Zuschauern, die am Mittwochabend das Ostseestadion vor dem Spielende beim Stand von 2:2 verlassen hatten, um dem Abreisestau zu entkommen, haben das Beste verpasst – das Wahnsinns-Finale des Duells zwischen dem FC Hansa und Wehen Wiesbaden.

„Ich habe nicht nachgedacht, den Ball geschnappt und wollte ihn unbedingt reinmachen“, beschrieb Cebio Soukou, der in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 3:2 für Hansa getroffen hatte. Der Rest war grenzenloser Jubel. Dabei war die Stimmung nach Wehens Ausgleich zum 2:2 durch den verwandelten Freistoß von Moritz Kuhn (88. Minute) auf dem Rasen und den Rängen im Keller.

Ein Nachspiel könnte das Verhalten des Wiesbadener Sportdirektors Christian Hock haben. Wegen der Elfmeter-Entscheidung völlig in Rage, rannte er nach dem Schlusspfiff wild gestikulierend auf das Schiri-Gespann zu, musste beim Dampfablassen von Ordnern und Hansa-Präsident Robert Marien zurückgehalten werden. „Das galt aber nicht dem Schiedsrichter, sondern dem Ordnungsdienst, der einen Spieler von uns tätlich angegriffen hat", behauptetet Gäste-Trainer Rüdiger Rehm kurz danach.

Zwischen Wehen Wiesbadens Sportdirektor Christian Hock (r.) und einem Ordner kam es zu einem Handgemenge.
Zwischen Wehen Wiesbadens Sportdirektor Christian Hock (r.) und einem Ordner kam es zu einem Handgemenge. © Lutz Bongarts
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Während die Hanseaten den Last-Minute-Sieg gemeinsam mit den Fans feierten war Rehm stinksauer: „Guckt doch mal was der Königs machen will. Der wartet doch nur darauf und dann fällt er wie vom Blitz getroffen“, interpretierte der Trainer die Situation, die zum Foulelfmeter geführt hatte und legte nach: „Wenn Königs so hinfällt, hat er im Fußball nichts verloren.“

Dem Beschuldigten, der von Trainers Pavel Dotchev Lob („Das hat er sehr gut gemacht“) bekam, waren die wütenden Wiesbadener Kommentare egal: Ein Tor erzielt, eins vorbereitet und aufopferungsvoll gekämpft: der Hansa-Neuzugang durfte mit seinem Arbeitszeugnis zufrieden gewesen sein. „Man sieht, was in der Mannschaft steckt. Wir sind überglücklich, dass wir den Sieg noch mitgenommen haben“, sagte Königs. Mit dem zweiten Dreier in der Englischen Woche nach dem 2:0 gegen Braunschweig schoben sich die Hanseaten auf Rang fünf und liegen vor dem Auswärtsspiel am Sonnabend (14 Uhr/Liveticker im SPORTBUZZER) in Unterhaching in Lauerstellung zur Tabellenspitze der 3. Fußball-Liga.

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Trainer Dotchev war erleichtert, dass es seinem Team doch noch gelungen war, den Sieg zu erkämpfen. „Wir haben das Spiel zweimal gedreht. Das spricht für den Willen und die Moral der Mannschaft lobte der 52-Jährige. Dennoch war er mit der Leistung seiner Schützlinge nicht zufrieden. „Nach der 2:1-Führung sind wir zu passiv gewesen“, monierte er. Statt auf den dritten Treffer zu drängen hätte sein Team versucht, das Ergebnis zu verwalten und gute Konterchancen nicht ausgespielt.

Nach Dotchevs Auffassung haben die Spiele in großer Hitze Spuren hinterlassen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in Unterhaching mit derselben Elf beginnen werden, ist gering“, kündigte er an. Vor dem Spiel bleibt für Trainingseinheiten keine Zeit. Am Donnerstag waren nur die Reservisten am Ball, die anderen regenerierten. Am Freitag fahren die Rostocker nach Bayern. Reisezeit: zehn Stunden. „Nach so einer Tour ist der sportliche Ehrgeiz groß. Die Reise soll sich lohnen“, meint Siegtorschütze Soukou.

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