21. November 2018 / 09:19 Uhr

St. Pauli-Boss Rettig wütet gegen Sky – TV-Sender wehrt sich!

St. Pauli-Boss Rettig wütet gegen Sky – TV-Sender wehrt sich!

Redaktion Sportbuzzer
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St. Paulis Boss Andreas Rettig ärgert sich über die Sparmaßnahmen des Bezahlsenders Sky.
St. Paulis Boss Andreas Rettig ärgert sich über die Sparmaßnahmen des Bezahlsenders Sky. © imago/Picture Point
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Sky setzt schon seit der Anfangsphase der Zweitliga-Saison bei rund der Hälfte der Spiele keine Reporter vor Ort mehr ein. St. Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig ärgert sich über die schlecht kommunizierte Sparmaßnahme des Bezahlsenders.

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Er macht seinem Ärger Luft: Andreas Rettig, kaufmännischer Geschäftsführer des FC St. Pauli, kritisiert Sky für den seit dem vierten Spieltag gefahrenen Sparkurs. Seit diesem Zeitpunkt werden vier von neun Einzelspielen in der 2. Bundesliga nicht mehr mit einem Reporter besetzt. Heißt: Weder der Kommentator noch ein Moderator oder Field-Reporter ist in diesen Fällen im Stadion vor Ort! "Aus der Sicht des TV-Fußball-Fans fällt die gesamte Vor- und Nachberichterstattung weg. Das sind gelernte und geschätzte Abläufe, auf die der TV-Zuschauer nun teilweise verzichten muss", erklärt Rettig im Hamburger Abendblatt.

Der "Kiezkicker"-Boss sorgt sich auch um die Qualität der Berichterstattung des Pay-TV-Senders. Dort ändere sich etwas, "da der Kommentator die Atmosphäre und die Randaspekte aus dem Stadion nicht wahrnimmt oder mitbekommt. Durch den Wegfall der Interviews nach dem Spiel kann auch nicht mehr auf Spektakuläres oder Kurioses eingegangen werden." Inhaltliche Kritik an der Fußball-Übertragung von Sky! Die hört man von Verantwortlichen der Klubs nur äußerst selten.

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Rettig kritisiert Sky: "Fortführung einer schlechten Entwicklung"

Rettig argumentiert nicht nur aus Sicht des TV-Zuschauers, sondern natürlich auch aus (wirtschaftlichen) Eigeninteressen. „Aus ökonomischer Sicht ist es die Fortführung einer für die Zweiten Liga schlechten Entwicklung, denn neben dem Wegfall des Live-Spiels im Free-TV (bis zur Saison 2016/17 bei Sport1; Anm. d. Red.) und der damit verbundenen verringerten Reichweite wird durch diese Entscheidung das redaktionelle Produkt weiter beschnitten und zudem mediale Reichweite verringert", sagt der 55-Jährige. Er schränkt aber ein, dass es den FC St. Pauli selbst nicht zwingend betrifft, die Hamburger auch erst beim Spiel gegen Heidenheim beim vergangenen Spieltag erstmals betroffen waren. "Während dieser Aspekt für uns derzeit eine untergeordnete Rolle spielt, kann er an anderen Standorten einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor darstellen“, sagt Rettig.

Sky wehrt sich gegen die Vorwürfe von Rettig

Sky wehrt sich gegen die Vorwürfe und spielt die Kritik herunter. „Für unsere Zuschauer ändert sich nichts Wesentliches. Sie können weiterhin alle Spiele der Zweiten Liga live und in hoher Übertragungsqualität bei uns sehen“, erklärt Jens Bohl, Chef der externen Kommunikation von Sky Sports, gegenüber dem Abendblatt.Sky überträgt alle 306 Spiele der Zweiten Liga live, und jedes Spiel ist besetzt mit einem Live-Kommentator. Darüber hinaus sind wir bei ausgewählten Spielen des Spieltags vor Ort.“

Folgt man dieser Aussage, wird deutlich, dass in der Regel Kommentatoren aus der Senderzentrale in Unterföhring sitzen und kommentieren - und Vor-Ort-Reporter die Ausnahme sind.

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