05. Dezember 2018 / 13:23 Uhr

Sky wehrt sich gegen Vorwürfe der Klubs: "Die 2. Liga befindet sich in einem Schlaraffenland"

Sky wehrt sich gegen Vorwürfe der Klubs: "Die 2. Liga befindet sich in einem Schlaraffenland"

Redaktion Sportbuzzer
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Übertragungs-Zoff in der 2. Liga: Sky wehr sich gegen die Vorwürfe der Vereine
Übertragungs-Zoff in der 2. Liga: Sky wehr sich gegen die Vorwürfe der Vereine © imago/pmk
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Der Streit um die Übertragungen der Zweitliga-Spiele entwickelt sich zu einem Schlagabtausch. Nachdem sich die Klubs kritisch über Sky geäußert hatten, kontert der Pay-TV-Sender die Vorwürfe. Auch die DFL äußert sich.

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Pay-TV-Sender Sky setzt sich gegen Vorwürfe mancher Klubs an der Berichterstattung über die 2. Liga zur Wehr. "Die 2. Liga in Deutschland befindet sich, bezogen auf die finanzielle Ausstattung und die Sendezeiten, im europäischen Vergleich in einem Schlaraffenland“, sagte Unternehmenssprecher Ralph Fürther. Die DFl kommentierte: "Natürlich ist der Weg, nicht alle Spiele mit einem Vor-Ort-Reporter zu besetzen, ungewohnt, wurde aber offen kommuniziert." Und weiter: "Sky ist seit langer Zeit ein verlässlicher Partner, der mit seinen Investitionen auch maßgeblich zur Weiterwicklung der 2. Bundesliga beigetragen hat.“ Anders als in anderen Ländern Europas würden alle Spiele der 2. Bundesliga live mit einer hohen Programmqualität übertragen.

Zuvor hatten mehrere Zweitligisten ihre Verärgerung darüber zum Ausdruck gebracht, dass der Sender nicht mehr alle Spiele der 2. Liga mit Reportern vor Ort besetzt. Nach Ansicht der Vereine seien durch die Sparmaßnahmen Einnahmen aus Marketing und Sponsoring gefährdet. So wird das Vorgehen von Sky als problematisch angesehen, weil es dadurch bei einigen Partien keine Interviews vor den Sponsorenwänden der Klubs mehr gibt.

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"Die aktuelle Vorgehensweise schädigt das Produkt, das Sky gemeinsam mit den Vereinen auf ein Niveau gehoben hatte, um das uns ganz Europa beneidet", sagte Geschäftsführer Wolfgang Schwenke von Holstein Kiel der Deutschen Presse-Agentur. Er beklagte die "negativen Auswirkungen für unser Marketing". Die Verantwortlichen von Erzgebirge Aue "bedauern die Entscheidung von Sky". Geschäftsführer Michael Voigt sagte: "Vor allem für unsere Haupt- und Premiumsponsoren ist die Wiedererkennung auf den Stellwänden bei den Interviews von nicht unwesentlicher Bedeutung."

Kritik an Sky: "Qualitätsverlust in der Übertragung"

Der Bielefelder Geschäftsführer Markus Rejek klagte: "Aus unserer Sicht ist durch die Entscheidung von Sky, nicht mehr alle Spiele der 2. Liga durch einen Reporter vor Ort zu besetzen, ein Qualitätsverlust in der Übertragung gegeben." Heidenheims Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald sagte: "Das können wir gar nicht gutheißen. Das ist kein gutes Zeichen von Sky." Immerhin habe die Maßnahme "bisher keine Auswirkungen auf unsere Sponsoren", sagte er. St. Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig hatte sich bereits im vergangenen Monat erbost über das Vorgehen von Sky geäußert.

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Der Sender bestätigte, dass man "aufgrund einer redaktionellen Entscheidung bei einzelnen Zweitliga-Spielen nicht vor Ort" sei. Die Partien werden aus einer sogenannten Box heraus am Standort des Unternehmens aus Unterföhring kommentiert. Ein Verfahren, das auch bei anderen Sport-Anbietern wie DAZN oder Eurosport üblich ist. Um wie viele Partien es sich handelt, wollte Sky nicht kommentieren.

Sky wichtigster Geldgeber der 2. Liga

Sky zeigt alle 306 Partien live sowie Konferenzschaltungen. Zudem gibt es seit Beginn der Rückrunde 2017/18 über eine Sub-Lizenz Zweitliga-Zusammenfassungen im Free-TV-Sender Sport1. Das TV-Geld, das maßgeblich von Sky kommt, ist die wichtigste Einnahmequelle der Vereine. Von den 1,06 Milliarden Euro aus der Ausschüttung der Medienerlöse in dieser Saison erhalten die Klubs der 2. Liga rund 20 Prozent. Sky ist „bei der Mehrheit der Spiele mit mindestens einem Reporter vor Ort“, erklärte der Pay-TV-Sender. „Der Entscheidung, ein Spiel personell vor Ort zu besetzen, legen wir sportliche Kriterien, unter anderen die Tabellensituation der Vereine, zugrunde.“

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