12. Februar 2018 / 23:16 Uhr

Snowboard-Legende Shaun White greift nach dem nächsten Gold

Snowboard-Legende Shaun White greift nach dem nächsten Gold

Stefan Döring
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Shaun White ist eine Snowboard-Ikone. In Südkorea greift er nach seinem nächsten Gold.
Shaun White ist eine Snowboard-Ikone. In Südkorea greift er nach seinem nächsten Gold. © imago/Montage
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Shaun White ist der absolute Superstar der Snowboard-Szene. In Pyeongchang startet er erneut seine Mission Olympiagold. Der 31-Jährige ist einer der erfolgreichsten Funsportler der Geschichte.

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Wie sehr Shaun White die Menschen in seinen Bann zieht, zeigte sich schon einen Tag vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Acht Snowboarder aus den USA stellten sicht bei einer Pressekonferenz den Fragen der Journalisten - vier Frauen, vier Männer. Jeder durfte kurz etwas sagen. Dann ging die White-Show los. "Eine Frage an Shaun", war am Donnerstagvormittag der wohl meistgesagteste Satz. Bei den anschließenden kleinen Runden versammelte sich zudem eine große Traube Journalisten um den 31-Jährigen. Die restlichen Sportler saßen etwas verlassen in dem großen Pressesaal. Alle Augen auf den Superstar.

White, ein Surfertyp, lange Haare, lässiger Look, ist einer der Stars der Spiele und gilt als absoluter Topfavorit beim Snowboard-Wettbewerb in der Halfpipe (Mittwoch, 3.30 Uhr). Erst im Januar gelang ihm beim US-Grand-Prix in Snowmass der perfekte Lauf. 100 Punkte - mehr geht nicht. Er zeigte Tricks, die er lange geübt und extra für die Olympischen Spiele in sein Programm aufgenommen hat. Sie heißen "Frontside 1440/Cab double 1080", "Frontside 540", "Tomahawk", "Frontside double 1260" und beschreiben vor allem die Drehungen in der Luft in den verschiedensten Stellungen. Der Sieg brachte ihm die Olympia-Qualifikation. Geht es noch besser? "Ja", sagt White. "Wir haben meinen besten Lauf noch nicht gesehen. Ich habe noch an ein paar Sachen gearbeitet und will sie hier zeigen", sagt er. Eine Drohung an die Konkurrenz!

Spektakulär: White bietet seinen Fans atemberaubende Sprünge.  Zur Galerie
Spektakulär: White bietet seinen Fans atemberaubende Sprünge.  ©
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Trotz Herzfehler: Shaun White einer der erfolgreichsten Funsportler

Trotz angeboren Herzfehlers und zwei lebensrettenden Operationen ist White einer der erfolgreichsten Sportler der Funsportarten. 15 Mal gewann er bei den X-Games, dem Olympia des Trendsports, Gold. 2006 in Turin und 2010 in Vancouver siegte er jeweils bei den Olympischen Spielen in der Halfpipe. Dabei war er zu Beginn seiner Karriere noch auf dem Skateboard unterwegs. Auch in dieser Sportart ist er übrigens weltklasse, er unterschrieb schon mit sieben Jahren einen Sponsorenvertrag und will 2020 bei der Olympia-Premiere im Skateboarden an den Start gehen. "2020 wird Skateboarden erstmals bei den Sommerspielen dabei sein. Weil ich auch Skateboard fahre, wäre ich gern im Sommer 2020 in Japan bei Olympia dabei", sagt er.

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White ist noch lange nicht am Ende und in seiner Karriere gereift. Zu Beginn lief alles wie am Schnürchen und er gewann, was es zu gewinnen gab. "Mit 19 Jahren bekam ich die ganz dicken Sponsorenverträge. Ich war der Größte", sagt er über diese Zeit. 2014 bei den Spielen in Sotschi erlebte er mit Platz vier allerdings einen für ihn bis dato unbekannten Rückschlag, der seine Denkweise über den Sport und sein Leben veränderte. "Es war ein Augenöffner für mich, wie das Leben wirklich ist", sagt White. "Die Blase ist geplatzt, und was kommt als Nächstes?" Die Frage beantwortete er sich selbst. Er entschied sich, noch einmal anzugreifen, noch einmal nach ganz oben zu kommen. "Ich Laufe der Zeit habe ich verstanden, was das Snowboarden wirklich für mich ist. Es ist mein Sport, meine Leidenschaft. Ich liebe es, neue Tricks zu erlernen und mit einer Trophäe nach einem Wettbewerb dazustehen", sagt der 31-Jährige.

Japaner Ayumu Hirano der große Konkurrent

Das will er auch in Südkorea wieder. Nämlich dann, wenn am Mittwoch die Medaillen vergeben werden. Etwas Unbehagen löst die Konkurrenz aus. Vor allem der Japaner Ayumu Hirano, der 2014 in Sotschi schon als 15-Jähriger Silber holte, will ihm den Sieg streitig machen. Bei den X-Games im Januar, die White krankheitsbedingt verpasste, zeigte Hirano als erster Snowboarder zwei Sprünge nacheinander mit jeweils vierfacher Umdrehung. "Ich freue mich, gegen ihn anzutreten", sagt White. "Er hat eine unglaubliche Kombination gezeigt, an der ich selbst arbeite."

Der Goldfahrplan: Hier können deutsche Athleten abräumen

Sonntag, 25. Februar (ZDF/Eurosport): Für einen goldenen Abschluss sollen die deutschen Piloten Francesco Friedrich, Nico Walther und Johannes Lochner im Viererbob sorgen. Ab 1.30 Uhr geht er in den Eiskanal. Um 5.10 Uhr kämpfen sensationell die deutschen Eishockey-Spieler um das letzte Gold von Olympia 2018. Gegner sind die Olympischen Athleten aus Russland. Zur Galerie
Sonntag, 25. Februar (ZDF/Eurosport): Für einen goldenen Abschluss sollen die deutschen Piloten Francesco Friedrich, Nico Walther und Johannes Lochner im Viererbob sorgen. Ab 1.30 Uhr geht er in den Eiskanal. Um 5.10 Uhr kämpfen sensationell die deutschen Eishockey-Spieler um das letzte Gold von Olympia 2018. Gegner sind die Olympischen Athleten aus Russland. ©

Ob er sie beim Wettkampf in der Halfpipe zeigen wird, ließ er offen. Nur so viel: "Ich bin physisch so gut wie nie und auch mental bin ich voll dabei." Klingt wie die nächste Drohung bei der seiner Mission drittes Olympiagold beim vierten Start.

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