Die Frauen des VfL Wolfsburg feiern den vierten Titel Die VfL-Frauen bedankten sich: Sie holten mit dem 2:0 gegen Essen vorzeitig ihren vierten deutschen Meistertitel. © Boris Baschin
Die Frauen des VfL Wolfsburg feiern den vierten Titel

So feiern Wolfsburgs Frauen den vierten Titel

Es war gegen 15.45 Uhr am Sonntag, dem 13. Mai, da erhoben sich die Fans von ihren Sitzen im AOK-Stadion. Sie klatschten und feuerten den alten und neuen Meister VfL Wolfsburg an, sehnten den Schlusspfiff herbei. Die Partie gegen die SGS Essen war gelaufen, der vierte Titel nach 2013, 2014 und 2017 im Sack.

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„Wir haben schon gegen Chelsea gesehen, was passieren kann, wenn die Stimmung sich von den Rängen auf den Platz überträgt“, freute sich Trainer Stephan Lerch über die Kulisse. „Das war auch diesmal wieder ganz wichtig.“

Torhüterin Almuth Schult stimmte dem zu: „Wir haben nicht umsonst ,Wolfsburg hat die geilsten Fans der Welt’ gesungen. Die Fans spielen eine große Rolle. Wir sind unendlich dankbar, dass wir dieses Stadion bekommen haben und die Fans herkommen.“ Ihr Wunsch: „Wir hoffen, dass das Stadion am letzten Spieltag gegen Köln ausverkauft ist. Wir laden alle ein zu kommen!“ Acht Punkte Vorsprung auf Verfolger Bayern München, in 20 Spielen nur sechs Gegentore kassiert und selbst 55 Treffer erzielt – eine starke Saison für den VfL. Schult kann ihr Team nicht genug loben: „Ich bin total glücklich darüber, dass wir es vor den Finalspielen in DFB-Pokal und Champions League geschafft haben. Die Meisterschaft ist die Belohnung für eine konstante Leistung diese Saison. Wir haben uns noch mal weiterentwickelt.“ Teamkollegin Anna Blässe war erleichtert: „Das war ein hartes Stück Arbeit. Jetzt sind wir Meister, sind in zwei Endspielen. Jetzt will ich die Finals gewinnen.“

Noch nie war der VfL so früh Meister. Blässe über das mögliche Geheimrezept: „Wir haben einen ausgeglichenen Kader. Wenn man überlegt, wer da von der Bank aus noch kommen kann... Wäre ich unser Gegner, würde ich kotzen.“ Youngster Joelle Wedemeyer richtete eine Ansage an die kommenden Gegner: „Jetzt wollen wir alle drei Titel holen!“Lerch freute sich über seine erste deutsche Meisterschaft als Chef-Coach: „Das muss erstmal ankommen. Es fühlt sich super an. Das ist der Lohn für harte Arbeit. Was die Mannschaft vom ersten Tag an geleistet hat, ist Wahnsinn, die Spielerinnen haben sich das über die letzten Wochen und Monate erarbeitet. Freude und Stolz sind riesengroß.“ Lerch-Vorgänger Ralf Kellermann, nun Sportlicher Leiter: „Ich gratuliere ihm von Herzen!“

Masar war die Matchwinnerin

Sie war die Matchwinnerin für den VfL Wolfsburg auf dem Weg zur vierten deutschen Frauenfußball-Meisterschaft: Ella Masar bezwang Essen mit ihrem Doppelpack quasi im Alleingang. Ein ganz besonderer und emotionaler Tag für den Winter-Neuzugang. Es war eine Premiere – und die gab es gleich mehrfach. „Das ist mein erster Liga-Titel überhaupt. Es ist eine große Ehre“, so die 32-Jährige strahlend. Alles hatte geklappt. „Es braucht Zeit, bis sich diese Verbindung auf dem Platz aufbaut. Unser Trainer Stephan Lerch hat mir stets gesagt: ,Bleib’ im Strafraum, bleib’ im Strafraum’. Das habe ich getan. Ich muss aber auch Pernille Harder und Tessa Wullaert für die Vorlagen danken.“

VfL Wolfsburg - SGS Essen 2:0 Da wird sie fast erdrückt: Ella Masar (Zweite von unten) nach einem Treffer gegen Essen. Am Ende des Spiels, das Wolfsburg mit 2:0 gewann, stand der vierte deutsche Titel für den VfL. © Boris Baschin

Nach 75 Minuten wurde sie  mit Gelb-Rot vom Platz geschickt. „Das war meine erste Rote Karte überhaupt!“ Die erste Gelbe Karte hatte es für Ballwegschlagen gegeben. „Ich wusste nicht, dass man eine Karte bekommt, wenn man den Ball wegschießt. Ich habe den Treffer mit den Mädels gefeiert. Aber ich nehme mich dem natürlich an und werde die Strafe zahlen.“
Ihr erstes Tor für den VfL hatte sie vor den Augen ihres Bruders, der extra aus Amerika angereist war, erzielt. Nun war ihre Mutter da – und sah die Tochter erstmals in der Bundesliga treffen: „Sie hat mich schon lange nicht mehr Tore schießen gesehen“, erinnert sich Masar – und scherzte: „Sie versteht aber nicht viel von Fußball...“ Am Samstag geht es zum DFB-Pokal-Finale nach Köln. „Ich war noch nie in Köln. Ich habe gehört, es wird atemberaubend sein“, so Masar, die mit Torfrau Erin McLeod (FF USV Jena) verheiratet ist. McLeod ist bekennender Fan des FC Bayern. Wird das zum Konflikt führen? Masar: „Erin wird auch da sein und hoffentlich uns anfeuern. Unsere Hunde tragen Wolfsburg-Shirts, die kriegen nichts vom FCB.“ Masar hat schon verschiedene Positionen beim VfL gespielt. Sie hat keine Vorliebe: „Ich bin einfach froh, dass ich in diesem Team spielen darf. Da ist es ganz egal, wo.“ Ihr Motto: „Den Moment genießen!“

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