14. Juni 2018 / 20:57 Uhr

So feiert Russland seinen Sieg beim WM-Eröffnungsspiel

So feiert Russland seinen Sieg beim WM-Eröffnungsspiel

Redaktion Sportbuzzer
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Die SPORTBUZZER-Reporter Alexander Salenko, Lisa Neumann und René Wenzel beim Public Viewing in St. Petersburg.
Die SPORTBUZZER-Reporter Alexander Salenko, Lisa Neumann und René Wenzel beim Public Viewing in St. Petersburg. © Wenzel/Salenko
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Russland feiert den Start der Weltmeisterschaft und wir sind auf unserer Road to Russia mit dem WM-Mobil in einer der größten Städte live dabei. 

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Nach 2322 Kilometern haben wir St. Petersburg erreicht und schmeißen uns sofort ins Getümmel – beim offiziellen Public Viewing mitten im historischen Stadtzentrum. In unmittelbarer Nähe zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Metropole, in der etwa fünf Millionen Menschen leben, der Auferstehungskirche.

Etwa 700 Kilometer nordwestlich von Moskau, dem Austragungsort des Eröffnungsspiels Russland gegen Saudi-Arabien, herrscht ebenfalls eine große Portion WM-Stimmung. An den Ständen mit Fan­utensilien kann man Schals  und Fahnen verschiedenster Nationen kaufen.

Doch damit nicht genug: Neben den mittlerweile obligatorischen Pullover mit Stadtnamen können auch die weltberühmten Matroschkas gekauft werden. Die bemalten Holzpuppen sind hohl und beinhalten immer noch eine weitere Figur, ein altes traditionelles Holzspiel.

Sportbuzzer beim Eröffnungsspiel: Public Viewing in St. Petersburg

Wir interessieren uns aber nicht für Souvenirs oder russische Fähnchen. Wir wollen Stimmung – und die finden wir schnell. Erst am Freitag spielt in St. Petersburg Marokko gegen den Iran. Doch schon beim Eröffnungsspiel haben die Fans beider Nationen Lust auf die WM und kommen zahlreich zum Fanfest.

Die marokkanischen Anhänger, gut erkennbar in den Farben ihres Landes, unterstützen den Gastgeber gegen Saudi-Arabien lautstark. Die Iraner sind noch mehr auf der russischen Seite, stimmen aber auch immer wieder Fangesänge auf ihr eigens Land an. Die Stimmung ist sehr friedlich, geradezu freundschaftlich.

Erinnerungen an 2006, an das Sommermärchen, kommen hoch. 15.000 Menschen sollen auf der Fanmeile in St. Petersburg Platz haben. Und annähernd so viele sind vor Ort. „Wir lieben die Atmosphäre hier. Wenn es geht, werde ich jedes Spiel hier schauen“, sagt der 33-jährige Artur Pretkin aus St. Petersburg. Er ist mit Frau Anna und der sechsjährigen Tochter Agata zum Public Viewing gekommen. Fazit: „Die Stimmung ist super!“

WM-Eröffnungsspiel auf der Fanmeile in Sankt Petersburg

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Alkohol gibt es nur in Form von Bier. Doch das ist eine halbe Stunde nach Spielbeginn ausverkauft. Viele geben sich mit alkoholfreiem Bier zufrieden oder erfrischen sich mit Cola, Sprite oder Wasser. Schon vor dem Spiel herrscht gute Stimmung – wäre da nicht dieses Getröte, das für viele von uns noch in nerviger Erinnerung ist. Vuvuzelas scheinen in Russland wieder Anklang zu finden. Die Tröten verursachen wie 2010 in Südafrika ein unvergleichbaren, oft unerträglichen Lärm.

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Vor dem Anpfiff versuchen immer noch viele Menschen auf die Fanmeile zu kommen. Viele nutzen das Event für einen Familienausflug, besuchen die Meile mit ihren Kinderwagen, die aber eher im Weg stehen. Manchen WM-Anhängern ist es dagegen bereits vor Spielbeginn zu voll, sie suchen sich eine Mauer außerhalb der Fanmeile und schauen von dort das Spiel.

Dann der nächste Stopp: die Sicherheitskontrollen. Sie ähneln denen von Flughäfen und sorgen für die Verzögerungen. Hier stehen einige Uniformierte. Sonst gibt es rund um das Fanfest eher wenig Polizeipräsenz. Trotzdem herrscht ein großes Gefühl von Sicherheit.

Die gute Stimmung nimmt von Tor zu Tor zu. Bereits in der zwölften Minute fällt das 1:0 für Russland. Nach dem 2:0, 3:0, 4:0 und schließlich dem 5:0 in der Nachspielzeit gibt es kein Halten mehr. Einen Autokorso gibt es nicht, dafür alte russische Lieder, die die Fans auf dem Heimweg anstimmen. Alles, was es aus Fansicht für einen tollen Start in die Heim-WM braucht.

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