08. Januar 2018 / 17:02 Uhr

So lautet das Fazit des Sparkasse & VGH-Cups

So lautet das Fazit des Sparkasse & VGH-Cups

Eduard Warda
Manchester United jubelt, nachdem der englische Keeper entscheidend gegen den Neunmeterschützen von Austria Wien pariert hat.
Manchester United jubelt, nachdem der englische Keeper entscheidend gegen den Neunmeterschützen von Austria Wien pariert hat. © Bänsch
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Ein englisches Team gewinnt auf deutschem Boden zum zweiten Mal in Folge ein Turnier vom Punkt aus – Manchester United hat beim Sparkasse & VGH-Cup im Neunmeterschießen gegen Austria Wien triumphiert. 11000 Zuschauer haben die Spiele gesehen, der Veranstalter zieht ein positives Fazit.

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Wie fällt das sportliche Resümee aus?

Wie immer fing das Turnier so richtig mit dem Finaltag und der Zwischenrunde an: Der Profi-Nachwuchs hat noch mal eine Schippe draufgelegt, viele Finalspiele verliefen dramatisch und wurden zur Freude der Zuschauer erst im Neunmeterschießen entschieden. „Wir haben hochklassigen Fußball gesehen. Ich fand, dass Manchester und Wien fast auf Augenhöhe waren“, sagt Lutz Renneberg vom Cup-Veranstalter Fest GmbH.

Eine andere (altbekannte) Erkenntnis: Wer stark beginnt, muss nicht unbedingt so weitermachen. Das betraf nicht nur den regionalen Favoriten 1. SC Göttingen 05, sondern auch Bundesligateams wie den FC Schalke 04, der zu Beginn einen bärenstarken Eindruck machte und dann durchaus Schwächen zeigte. Jedoch kann es auch andersherum gehen. Beispiel Hannover 96 – die „Roten wurden einmal mehr dem Ruf als Turniermannschaft gerecht: „Es hat sich bewahrheitet, dass Hannover sehr stark spielen kann“, sagt Renneberg.

Die „Regios“ haben früher öfter für Überraschungen gesorgt. Das mag aber nicht mit der Schwäche der regionalen Vertreter zusammenhängen, sondern vielmehr mit der Professionalisierung der Nachwuchsarbeit in den Fußball-Internaten von Spitzenteams. Trotzdem gab es teilweise starke Auftritte der Teams aus der Region, zum Beispiel das siebenminütige Bollwerk des JFV West im Viertelfinale gegen Fulham FC. „Mit den Leistungen und Resultaten der regionalen Teilnehmer sind wir glücklich. Es hat sich gezeigt, dass die Einladung für den JFV West richtig war“, sagt Renneberg.

United-Trainer Kieran McKenna hat bereits angekündigt, dass Manchester im nächsten Jahr wieder dabei sein wird. Kann das als Zusage gewertet werden?

Nein. „Unter anderem muss der Termin passen, und McKenna muss immer noch United-Trainer sein“, unterstreicht Renneberg. „Es hängt vom mehreren Faktoren ab.“ Beim Dauergast Austria Wien sieht das etwas anders aus: „Die Österreicher lieben Hallenfußball, und man kann auch davon ausgehen, dass Austria wieder eingeladen wird“, sagt der Geschäftsführer der Fest GmbH.

Wie viele Tage war der Cup 2018 ausverkauft?

An drei von vier Tagen, an denen rund 2800 Zuschauer in die Halle kamen. Am Turnier-Donnerstag gab es keine Sitzplatz-Tickets mehr, aber noch einige Stehplatzkarten. Insgesamt strömten 11000 Fans in die Lokhalle.

Welche Wachstumschancen hat das Turnier?

Geringe: Die Kapazitäten sind schlichtweg erschöpft. „Wir sind an der Belastbarkeitsgrenze“, sagt Renneberg. „Wir haben Raumprobleme und fast jeden Winkel der Lokhalle ausgenutzt.“

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Viele Fans können das Turnier somit nur per Livestream verfolgen. Wie kam der an?

„Gut, es gab viele positive Rückmeldungen“, unterstreicht Renneberg. Auch im kommenden Jahr ist der Livestream ein wesentlicher Baustein des Turniers.

Diesmal waren fünf internationale Teams am Start. Bleibt es dabei?

Das ist noch nicht raus. Eventuell kommt Borussia Dortmund – BVB-Coach Benjamin Hoffmann hat sich die Spiele der 29. Turnier-Auflage angesehen. Gespräche würden demnächst geführt werden, berichtet Renneberg, eine Entscheidung fällt aber wohl erst im Sommer.

Nächstes Jahr hat das Turnier so etwas wie runden Geburtstag. Wird die 30. Auflage besonders gefeiert?

Geplant sei noch nichts, man wolle sich zusammen mit den Partnern Gedanken machen, sagt Renneberg. „Eins ist aber klar: Der Fußball muss im Vordergrund stehen.“

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