Italien ist raus: Alessandro Florenzi liegt nach dem Schweden-Spiel auf dem Rasen. Italien ist raus: Alessandro Florenzi liegt nach dem Schweden-Spiel auf dem Rasen. © Imago
Italien ist raus: Alessandro Florenzi liegt nach dem Schweden-Spiel auf dem Rasen.

„Apokalypse“: So trauert Italien nach dem Quali-Aus

#italiafuoridaimondiali: Italien ist raus aus dem WM-Rennen. Das Land trägt Trauer. Nach 60 Jahren hat die Squadra Azzurra nach dem Aus in den Play-offs gegen Schweden wieder die Endrunde einer Fußball-Weltmeisterschaft verpasst.

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Gianluigi Buffon ging weinend. Direkt nach der verpassten Qualifikation Italiens für die Fußball-WM im nächsten Sommer in Russland erklärte die Torhüterlegende seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. „Es tut mir nicht für mich persönlich leid, sondern für die ganze Mannschaft und das ganze Land. Wir haben etwas verpasst, dass auf so verschiedenen Ebenen viel bedeutet hätte“, sagte der 39-Jährige, der die Teilnahme an seiner sechsten Weltmeisterschaft verpasste.

"Größte Enttäuschung meines Lebens"

Die italienischen Profis waren untröstlich: „Ich glaube, das ist die größte Enttäuschung meines Lebens“, sagte Verteidiger Andrea Barzagli. „Es ist ein schwarzer Moment für unseren Fußball, und ein tiefschwarzer für uns Spieler“, kommentierte Mittelfeldspieler Daniele De Rossi. Beide erlebten – wie Buffon – ihren letzten Auftritt in Azurblau.

Buffon, Barzagli, De Rossi – Sinnbilder für ein trauerndes Italien: „Das azurblaue Desaster ist Wirklichkeit“, kommentierte die Tageszeitung „La Stampa“ das Ausscheiden der Squadra Azzurra am Montagabend in den Play-off-Spielen gegen Schweden. „So viel Enttäuschung und so viel Ärger. Der Heilige Syrus hat kein Wunder gebracht“, so die Zeitung in Anspielung auf die Austragungsstätte des Play-off-Rückspiels im Mailänder San-Siro-Stadion weiter. Für die „Gazzetta dello Sport“ war schlicht und einfach die „Apokalypse“ perfekt. „Alle ab nach Hause“, spöttelte der „Corriere dello Sport“.

So trauert Italien nach dem WM-Aus gegen Schweden

Ventura in der Kritik

Im Kreuzfeuer der Kritik: Nationaltrainer Gian Piero Ventura. Der 69-Jährige hatte mit dem letztjährigen EM-Viertelfinalisten nicht nur den ersten Platz in der WM-Qualifikationsgruppe verpasst – Spanien war stärker. Er schaffte es auch nicht, seine mit Altstars gespickte Mannschaft für die beiden Entscheidungsspiele gegen die Skandinavier vernünftig einzustellen. Vor allem offensiv agierte Italien kümmerlich. „La Stampa“: „Es ist die Zeit gekommen – ohne sich in Panik versetzen zu lassen –, zu verstehen, von wo aus man neu anfangen will und vor allem mit wem. Die erste Unternehmung muss sein: Gian Piero Ventura verabschieden, ihm für sein Engagement danken, aber schnellstmöglich vergessen, wie er die Mannschaft geführt hat.“

"Entschuldigung für das Ergebnis, nicht für die Anstrengungen"

Ventura selbst dachte zunächst nicht an Rücktritt, obwohl er maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass Italien zum ersten Mal seit 60 Jahren bei einer WM-Endrunde fehlt. „Ich trete nicht zurück, weil ich noch nicht mit dem Präsidenten gesprochen habe. Es gibt zahlreiche Überlegungen“, sagte er laut Nachrichtenagentur Ansa in der Nacht zu Dienstag. „Ich fühle mich danach, mich bei den Italienern zu entschuldigen, für das Ergebnis, nicht für unsere Anstrengungen.“

Im Video: So crashen jubelnde Schweden die Eurosport-Übertragung

Der italienische Verband hat derweil für Mittwoch Entscheidungen angekündigt. „Wir sind zutiefst betrübt und enttäuscht wegen der verpassten Weltmeisterschafts-Qualifikation, das ist ein sportlicher Misserfolg, der eine gemeinsame Lösung braucht“, sagte FIGC-Präsident Carlo Tavecchio der Nachrichtenagentur Ansa. „Und deshalb habe ich für morgen eine Versammlung des Verbands einberufen, um eine gründliche Analyse vorzunehmen und über die Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.“

Italien verpasst die WM: Internationale Pressestimmen

WM 2018 Italien (Herren) RedaktionsNetzwerk Deutschland

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