15. Februar 2018 / 21:35 Uhr

So viel Preußen Münster steckt im FC Hansa

So viel Preußen Münster steckt im FC Hansa

Sönke Fröbe
Hansa-Innenverteidiger Julian Riedel (26) stand von 2013 bis 2015 bei Preußen Münster unter Vertrag.
Hansa-Innenverteidiger Julian Riedel (26) stand von 2013 bis 2015 bei Preußen Münster unter Vertrag. © Matthias Kern/Bongarts/Getty Images
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Für ein Rostocker Quintett ist der Auswärtstrip eine Reise in die Vergangenheit.

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Rostock. Wenn Amaury Bischoff morgen Abend (19.00 Uhr) nach überstandener Muskelverletzung im Münsteraner Preußenstadion aufläuft, wird er viele bekannte Gesichter wiedersehen. „Das wird eine sehr emotionale Rückkehr für mich. Ich kenne dort alle Leute, die ganze Stadt und habe viele Freunde dort“, sagt der 30-Jährige, der vor einem Jahr aus Westfalen nach Rostock gekommen war und seit Saisonbeginn bei Hansa die Kapitänsbinde trägt. Bischoff ist einer von fünf Hanseaten mit „preußischer“ Vergangenheit. Neben ihm standen auch Julian Riedel (2013-15), Soufian Benyamina (2014), Tommy Grupe (2012) und Trainer Pavel Dotchev (2012-13) einst in Münster unter Vertrag.

Liveticker zum Spiel des FC Hansa in Münster am Freitag ab 18.55 Uhr im OZ-Sportbuzzer

Fast fünf Jahre spielte Bischoff beim SC Preußen – so lange wie für keinen anderen Klub. „Eine lange Zeit, aber das spielt Freitag keine Rolle. Ich spiele jetzt für Rostock und will die drei Punkte holen.“ Sein Abschied aus Münster im Januar 2017 war nicht ganz freiwillig. Ursprünglich galt sein Vertrag bis Juni 2018, doch in den Planungen von Trainer Benno Möhlmann – er wurde im Dezember durch Marco Antwerpen ersetzt – spielte Bischoff keine Rolle mehr.

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Ebenfalls nicht freiwillig war Dotchevs Abgang aus Münster. Nachdem der Fußballlehrer den Verein in der Saison 2012/13 fast in die 2.Liga geführt hatte, kam in der Spielzeit danach im September 2013 schon nach sieben Spielen das Aus. „Ich habe in Münster sehr erfolgreich gearbeitet und war enttäuscht, dass man das nicht anerkannt hat“, sagt der heutige Hansa-Trainer. Die Entlassung sei aus seiner Sicht ein Fehler der Verantwortlichen gewesen: „Ich denke, das wissen sie jetzt in Münster.“

Immerhin traf Dotchev dort erstmals auf einen jungen Profi, den er seitdem nicht mehr aus den Augen lassen sollte: Julian Riedel. Den damals 21-jährigen Verteidiger holte der Coach von Bayer Leverkusen II nach Münster, später nach Aue und im vergangenen Sommer auch zu Hansa. Für Riedel selbst ist Münster immer noch „ein Stück Heimat“ – Freundin Elena stammt von dort. Sportlich hatte es Riedel bei seiner ersten Station in der 3. Liga nicht leicht. „Münster hatte damals eine gestandene Mannschaft. Da war es nicht so einfach, als junger Spieler Fuß zu fassen“, erklärt der 26-Jährige, der damals von Dotchev als Außenverteidiger eingesetzt wurde. Heute ist er in Hansas Abwehrzentrum unverzichtbar.

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Nur ein Intermezzo war die Münsteraner Zeit für Soufian Benyamina, der von Dynamo Dresden für ein halbes Jahr ausgeliehen wurde. „Für mich ist es trotzdem ein besonderes Spiel, weil ich den Verein und die Leute dort mag“, sagt der Torjäger.

Tommy Grupe wurde 2012 von Dotchev aus Rostock nach Münster geholt. Durchsetzen konnte sich das Talent beim damaligen Spitzenteam aber nicht: „Ich war noch ein ziemlich junger Spieler. Vielleicht hat die Qualität auch noch nicht ganz ausgereicht“, sagt Grupe heute. Nach einem halben Jahr ging es für den Rostocker zurück in die Heimat. Es war der erste Transfer des damals neu angetretenen Hansa-Managers Uwe Vester.

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