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Soll er oder soll er nicht? Uffe Bech trainiert für Olympia

Hannover 96 würde den Offensivspieler nach Rio ziehen lassen, wenn er denn fit ist.

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Einfach zum Knuddeln, dieser Däne. Trainer Daniel Stendel nahm Uffe Bech am Donnerstag mehrmals in den Arm, froh darüber, dass er den kleinen dänischen Dribbelkönig wieder wieder im Team hat. Nach dem Sehnenriss im Knie Mitte April durfte Bech zum ersten Mal wieder wettkampfnah mit der Mannschaft spielen. Flanken, Torschüsse, Spaß – genau Bechs Ding.

Frühestens im August wäre Bech zurück

Stendel tut alles, um den spielfreudigen Offensivmann fit zu bekommen. Aber für wen soll Bech wieder gesund werden? Trainiert 96 ihn nur für Olympia? Bech wurde für die dänische U-21-Auswahl für die Spiele in Rio nominiert. Die Spiele in Brasilien beginnen im August. Dänemark trifft am 4. August auf den Irak, 96 startet am 5. August in Kaiserslautern in die Saison. Frühestens Mitte August könnte Bech zurück in Hannover sein – er würde also den wichtigen Saisonstart und die ersten Spiele verpassen.

„Der dänische Trainer hat mir gesagt, dass ich dabei bin, wenn ich fit werde“, erklärte Bech. Natürlich läge die Entscheidung bei den Trainern. Nach einem Streit der Clubs mit der Fifa müssen die Vereine ihre Spieler nicht zwingend für das olympische Turnier abstellen.

Aber 96 erklärte am Donnerstag, Bech nach Brasilien ziehen zu lassen. Außerdem ist ausgerechnet Bechs langjähriger Förderer aus Lyngby, Niels Frederiksen, aktuell Trainer der dänischen U 21. Voraussetzung für die Freigabe von 96 ist, dass Bech zu 100 Prozent gesund sein muss.

Ist die Verletzungsgefahr im Nationalteam zu hoch?

Bech sitzt zwischen den Stühlen. Das Thema schiebt er noch weg: „Ich muss erst fit werden.“ Er versuchts mit Flanken und Torschüssen mit seinen neuen Schuhen, jetzt auch in Signal-Orange – ein frisches, an der Ferse verstärktes Modell der Firma Adidas, das im Werbespot verspricht, viel Chaos beim Gegner anzurichten.

Chaos ist ein gutes Stichwort für Bechs erste 96-Saison, in der er einmal suspendiert wurde und ihn sechs Verletzungen heimsuchten: Muskeln, Rippen, Hals, Knie – fast alle Körperteile waren betroffen. In seinen elf 96-Spielen war er nur zweimal über anderthalb Stunden auf dem Platz. Ein Tor und drei Torvorlagen sind keine üble Quote.

Stendel weiß, dass er Bech in der zweiten Liga und beim Saisonstart braucht – mal abgesehen von der ständig drohenden Verletzungsgefahr im Nationalteam. Man erinnert sich an die Verletzungen von Hiroshi Kiyotake in Japan.

Überspitzt formuliert stieg 96 ab, weil Kiyotake lange nicht zur Verfügung stand. Man muss Stendel raten, Bech so liebevoll wie möglich festzuhalten.

Fussball 2. Bundesliga Region/National Hannover 96 (Herren)

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