Angelique Kerber zeigt sich bei den Australian Open wieder in Bestform. Angelique Kerber zeigt sich bei den Australian Open wieder in Bestform. © imago
Angelique Kerber zeigt sich bei den Australian Open wieder in Bestform.

Australian Open: Kerber letzte deutsche Hoffnung - Zverev raus

Angelique Kerber hält die deutsche Fahne bei den Australian Open hoch: Die Kielerin ist nach dem Aus von Alexander Zverev die einzig verbliebene deutsche Hoffnung beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres.

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Alexander Zverev zertrümmerte frustriert seinen Schläger, Angelique Kerber genoss gelöst ihren beeindruckenden Sieg gegen Maria Sharapova: Am sechsten Turniertag der Australian Open haben sich die Wege der beiden deutschen Tennis-Hoffnungen getrennt.

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Kerber entschied das Duell der früheren Melbourne-Siegerinnen und ehemaligen Weltranglisten-Ersten klar für sich und ließ Scharapowa beim 6:1, 6:3 in 64 Minuten keine Chance. Zverev dagegen musste sich am Samstag dem Südkoreaner Chung Hyeon in fünf Sätzen 7:5, 6:7 (3:7), 6:2, 3:6, 0:6 geschlagen geben. Nach dem Aus von Maximilian Marterer ist von den anfangs zehn deutschen Herren keiner mehr beim ersten Grand Slam des Jahres noch dabei. Der 22 Jahre alte Nürnberger unterlag Tennys Sandgren (USA) 7:5, 3:6, 5:7, 6:7 (5:7).

„Ich habe so viele gute Erinnerungen, dieser Court ist so besonders für mich“, sagte die Australian-Open-Siegerin von 2016 Kerber. „Ich wusste, dass es ein schweres Match wird gegen sie. Ich bin so froh, dass wir 2018 haben und nicht mehr 2017.“ Die seit Donnerstag 30 Jahre alte Weltranglisten-16. trifft im Kampf um den Einzug in das Viertelfinale am Montag auf die Polin Agnieszka Radwanska oder Su-Wei Hsieh aus Taiwan.

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Zverev frustiert

Für Kerber war der Erfolg gegen Sharapova der zwölfte Sieg nacheinander. Beim Hopman Cup in Perth hatte die Kielerin alle ihre Einzel gewonnen, beim WTA-Turnier in Sydney ihren ersten Titel seit den US Open 2016 gefeiert. Ihr Krisenjahr 2017 ohne Turniersieg und dem Abrutschen in der Weltrangliste hat die Linkshänderin endgültig hinter sich gelassen.

Der hochgehandelte Alexander Zverev dagegen verpasste sein erstes Achtelfinale in Down Under. „Ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass ich schlecht gespielt habe. Im fünften Satz lief gefühlt alles gegen mich. Ich muss herausfinden, woran das liegt“, sagte Zverev.

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Unkonzentriertheiten zum Ende

Der 21 Jahre alte Chung Hyeon hatte am Ende der vergangenen Saison die ATP-Finals der besten Nachwuchsspieler in Mailand gewonnen und gilt - wie auch Zverev - als eines der vielversprechendsten Talente für die Zeit nach Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Co. Für Zverev bleibt das Achtelfinale in Wimbledon im vergangenen Jahr vorerst das bislang beste Ergebnis bei einem der vier Majors.

Dabei begann er verheißungsvoll, ließ aber im Lauf des Matches immer mehr nach. Im ersten Spiel des fünften Satzes leistete er sich zwei Doppelfehler nacheinander und kassierte das Break zum 0:1. Als er mit 0:3 in Rückstand geriet, knallte er frustriert und wütend seinen Schläger auf den Boden. Sein Gegner blieb cool und nervenstark und machte schließlich sein erstes Grand-Slam-Achtelfinale perfekt.

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