26. September 2018 / 22:26 Uhr

Souveräner Sieg gegen Stuttgart: RB Leipzig spielt erstmals zu Null

Souveräner Sieg gegen Stuttgart: RB Leipzig spielt erstmals zu Null

Anne Grimm
Jubel von 1:0 Torschuetze Willi Orban (RB 4) beim Spiel RasenBallsport Leipzig (RB) vs VfB Stuttgart, Fussball, 1.Liga, 26.09.2018

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Kapitän Willi Orban feiert seinen Treffer zum 1:0 gegen den VfB Stuttgart. © Christian Modla
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Willi Orban und der eingewechselte Jean-Kevin Augustin sorgen bei RB Leipzigs zweitem Bundesligasieg für die entscheidenden Momente. Timo Werners Jubiläumstor wird durch eine hauchdünne Abseitsentscheidung vereitelt.

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Leipzig. Erleichterung nach dem zweiten Bundesligasieg bei RB Leipzig. Das Team von Trainer Ralf Rangnick ließ am Mittwochabend vor 32.187 Zuschauern gegen den harmlosen VfB Stuttgart nichts anbrennen, gewann im heimischen Stadion mit 2:0 (1:0). Trotz Überlegenheit und reichlich Chancen dauerte es bis zur 80. Minute, dann sorgten die Rasenballer für klare Verhältnisse. Der eingewechselte Jean-Kevin Augustin erzielte den entscheidenden Treffer.

Kapitän Willi Orban hatte seine Mannschaft in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit 1:0 in Führung gebracht. Am fünften Spieltag kassierte das Rangnick-Team erstmals keinen Gegentreffer, kletterte in der Tabelle auf Platz acht. Die Schwaben stecken hingegen tief in der Krise, bleiben weiter sieglos und Vorletzter im Fußall-Oberhaus.

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RB Leipzig - VfB Stuttgart ©
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Rangnick verzichtet auf große Rotation

Erstmals in dieser Saison lässt Trainer Rangnick die große Rotation innerhalb einer Woche weg. Im Vergleich zum 1:1 am Sonntag in Frankfurt gibt es nur zwei Veränderungen auf den beiden Außenverteidigerpositionen: Marcel Halstenberg ersetzt bei seinem Startelfcomeback den verletzten Marcelo Saracchi. Nordi Mukiele beginnt auf der rechten Seite für Konrad Laimer. Beim VfB gibt es vier Wechsel, so viele Spieler tauschte Coach Tayfun Korkut in dieser Spielzeit noch nie.

Die 1700 VfB-Fans haben eine Botschaft in ihrem Block ausgelegt: „Anti RB“ ist dort in großen Buchstaben zu lesen. Während die Stuttgarter Schlachtenbummler 20 Minuten aus Protest schweigen, haben sich die Leipziger Fans von Beginn an für eine lautstarke Unterstützung entschieden. RB benötigt zehn Minuten, um nach einem Freistoß von Halstenberg Torgefahr zu erzeugen: Upamecano köpft meterweit über den Kasten von Ron-Robert Zieler.

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(1) Peter Gulacsi: Der Ungar ist vorm Wechsel ohne Beschäftigung. Danach Ruhepol und weiter ohne Parade. Note 2
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(1) Peter Gulacsi: Der Ungar ist vorm Wechsel ohne Beschäftigung. Danach Ruhepol und weiter ohne Parade. Note 2 . ©

Führung zum Pausenpfiff

Die Partie ist arm an Höhepunkten, beide Teams verdichten die Räume, neutralisieren sich im Mittelfeld. Nach 23 Minuten ist endlich mal Platz, nimmt Mukiele auf der rechten Seite Fahrt auf, bedient in der Mitte den komplett frei stehenden Werner. Der Nationalspieler vergibt aus kurzer Distanz, schießt rechts am Tor vorbei.

Leipzig ist nun die deutlich aktivere und überlegene Mannschaft, kombiniert sich geschickt durch die gegnerische Hälfte, holt immer wieder Freistöße heraus. Besonders präsent das Duo Werner-Forsberg. Stuttgart taucht in der 37. Minute in Form von Mario Gomez erstmals gefährlich vor dem RB-Kasten auf. Die verdiente Führung zu einem perfekten Zeitpunkt, Sekunden vor dem Pausenpfiff. Kampl zieht nach einer geklärten Ecke aus der Distanz ab – Orban verwandelt den Abpraller des VfB-Keepers sicher zum 1:0.

Werner beim vermeintlichen 2:0 im Abseits

Kampl knüpft mit einem platzierten Fernschuss an das Ende der ersten Halbzeit an. RB drückt im zweiten Durchgang auf ein schnelles zweites Tor. Stuttgarts Coach Korkut hat die Nase voll, wechselt doppelt. Beeindruckt RB nicht, Poulsens Kopfball kann wird gerade noch von Zieler pariert. Dann setzt Werner zum Turbo an, lässt mehrere Gegenspieler stehen, der Ball zappelt zum 2:0 im Netz. Doch während das ganze Stadion jubelt, läuft Schiedsrichter Robert Schröder zum Videobildschirm und sieht – der Nationalspieler war bei der Ballannahme ganz knapp im Abseits, der Treffer zählt nicht.

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Kevin Kampl (RB Leipzig): Wir haben von Anfang bis Ende konsequent gespielt, gut gegen den Ball gearbeitet, hinten wenig zugelassen und vorn unsere Chancen recht gut genutzt. Wir sind das dritte Jahr in der Bundesliga, haben eine sehr junge Mannschaft, spielen in drei Wettbewerben und müssen auf dem Boden bleiben. Es ist normal, dass nicht immer alles läuft. Das sind Lernprozesse. Wir sind sehr froh, dass die Fans wieder voll hinter uns gestanden sind. Zur Galerie
Kevin Kampl (RB Leipzig): "Wir haben von Anfang bis Ende konsequent gespielt, gut gegen den Ball gearbeitet, hinten wenig zugelassen und vorn unsere Chancen recht gut genutzt. Wir sind das dritte Jahr in der Bundesliga, haben eine sehr junge Mannschaft, spielen in drei Wettbewerben und müssen auf dem Boden bleiben. Es ist normal, dass nicht immer alles läuft. Das sind Lernprozesse. Wir sind sehr froh, dass die Fans wieder voll hinter uns gestanden sind." ©

Das 50. Bundesligator bleibt dem gebürtigen Stuttgarter gegen seinen Heimatverein verwehrt, denn in der 74. Minute kommt Augustin für ihn ins Spiel. Der Franzose sorgte mit einem Trick an den Innenpfosten sofort für Furore – der Ball springt aber aus dem Tor, statt rein. Die Leipziger kontern über Augustin und Forsberg – der scheitert an VfB-Keeper Zieler. Nach einer schönen Halstenberg-Flanke von links ist es in der 80. Minute endlich soweit: Augustin dreht sich im Sechzehner und versenkt den Ball butterweich rechts unten im Stuttgarter Kasten.

Statistik

RB: Gulacsi – Mukiele (76. Laimer), Orban, Upamecano, Halstenberg - Kampl, Demme - Sabitzer, Forsberg (89. Ilsanker) - Poulsen, Werner (74. Augustin)

VfB: Zieler – Maffeo (53. Badstuber), Baumgartl, Pavard, Borna Sosa - Ascacibar, Aogo – Akolo (54. Gonzalo), Gentner, Thommy (78. Donis) - Gomez

Zuschauer: 32.187

Tore: 1:0 Orban (45.+1), 2:0 Augustin (80.)

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