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Regenschlacht von Braunschweig: Kellerkind Aue ist dem Sieg näher als Gastgeber Eintracht

Strömender Regen, stark spielende Gäste von Erzgebirge Aue und ein enttäuschendes Unentschieden: Es lief nicht für Eintracht Braunschweig. Aber BTSV-Coach Torsten Lieberknecht stellte sich trotzdem vehement vor seine Mannschaft. Und redete sich regelrecht in Rage.

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Kalte Dusche für die Eintracht: Bei strömendem Regen taten sich die Zweitliga-Fußballer aus Braunschweig gegen Kellerkind Erzgebirge Aue unerwartet schwer. Vor 20 300 Zuschauern erreichte der Aufstiegsanwärter nur ein 1:1 (1:1). Auch wenn die Gäste stark waren: Die angekündigte Steigerung blieb zu großen Teilen aus.

Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht stellte sich trotzdem vor seine Mannschaft und hielt bei der Pressekonferenz eine echte Wutrede. „Ich bin zufrieden“, bilanzierte er noch im ruhigen Ton – doch bei diesem blieb es nur kurz: „Es kotzt mich an“, polterte Lieberknecht, dass seine Spieler „eine Woche lang diffamiert“ würden. Dass „beim ersten technischen Fehler über einen Spieler gelacht wird“.

Eintracht Braunschweig in der Einzelkritik: So waren die Löwen gegen FC Erzgebirge Aue in Form.

Mit wütender Stimme warf er einigen Kritikern vor, sie wüssten offenbar nicht, was sie anrichten: „Ich frage mich, was ein Hendrick Zuck verbrochen hat. Die Spieler reißen sich die ganze Woche den Arsch auf.“ Und Lieberknecht legte noch einen obendrauf: „Das ist nicht die Eintracht, die ich kenne. Ich weiß, dass uns viele unterstützen. Aber mittlerweile gibt es mehr, die uns nicht unterstützen!“ Rums, so gekracht hatte es in einer Pressekonferenz mit Lieberknecht noch nie.

Zum Spiel: Der Coach hatte nach der Pokalpleite von Kiel ordentlich durchgewechselt und gleich vier Neue gebracht. Für Steve Breitkreuz (Becken-Entzündung), Jan Hochscheidt, Onel Hernandez und Louis Samson durften Maximilian Sauer, Julius Biada, der genesene Salim Khelifi sowie - aus der U23 - Debütant Eros Dacaj ran.

Vier Neue und ein neues System

Doch der Coach der Blau-Gelben hatte auch das System umgestellt, ließ seine Mannschaft im 4-1-4-1 auflaufen. Aue trat unter Interimstrainer Robin Lenk im 3-4-3 an, mit dem das Team vorige Saison so erfolgreich gewesen war. Und bei den Gästen lief’s gleich mal. Sören Bertram hatte nach einem Konter den Ball schon an Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic vorbei Richtung Tor gespitzelt, doch Joe Baffo konnte in allerletzter Not retten (8.).Obwohl die Braunschweiger vor allem in Person von Dacaj zunächst durchaus einige beherzte Offensivaktionen hatten, gingen die Erzgebirgler in Führung – mit einem Bauerntrick: Dimitrij Nazarov schlich sich bei einer Ecke von Christian Tiffert einfach ein bisschen nach hinten in den Rückraum. Die Ecke kam genau zu ihm – und der Auer versenkte die Kugel per Direktabnahme zum 0:1 (24.).

Doch die Eintracht antwortete fast postwendend: Einen langen Ball von Mirko Boland legte Christoffer Nyman eher ungewollt mit dem Rücken auf Khelifi ab. Der fackelte nicht lange und traf von der Strafraumlinie zum Ausgleich (26.).

Fotogalerie: Eintracht Braunschweig - FC Erzgebirge Aue

Auch in der zweiten Hälfte mussten die Brauschweiger Fans zu Beginn die Luft anhalten. Nach einer schwachen Flanken-Abwehr von Fejzic hatte erneut Nazarov das 1:2 auf dem Fuß. Diesmal wehrte Gustav Valsvik den Ball vor der Linie ab, reingegangen wäre er aber nicht (46.).

Nein, es lief auch nach dem Seitenwechsel nicht rund für die Blau-Gelben. Lieberknecht versuchte es nach knapp einer Stunde mit Hernandez für Biada. Doch Chancen hatte eher Aue: Etwa durch Bertrams Schuss von halblinks, bei dem sich Fejzic ganz lang machen musste (65.). Danach brachte Lieberknecht mit Steffen Nkansah einen weiteren Debütanten und stellte seinerseits auf 3-4-3 um.

In der 68. Minute muss es Rot sein

Und dann spielte auch der insgesamt schwache Schiedsrichter Rene Rohde (Rostock) nicht gut mit den Gastgebern: Als Nyman in der 68. Minute bei einem Steilpass von Philipp Riese umgerissen wurde, gab es nur Gelb. Rot wäre jedoch die richtige Entscheidung gewesen. Den folgenden Freistoß von Dacaj wehrte Aues Torwart Martin Männel im Hechtsprung ab.

Die Braunschweiger bemühten sich zwar, Aue verteidigte aber geschickt und war dem Siegtreffer mit gefährlichen Kontern unterm Strich sogar etwas näher als die Eintracht. Der strömende Regen, nur 1:1 gegen Erzgebirge – kein Wunder, dass die Blau-Gelben nach dem Abpfiff wie begossene Pudel dastanden.

Region/Peine Eintracht Braunschweig (Herren) FC Erzgebirge Aue (Herren) Eintracht Braunschweig-FC Erzgebirge Aue (18/08/2017 18:30) Fussball 2. Bundesliga Region/Hannover

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