15. April 2018 / 21:11 Uhr

Hansa Rostock: Am Ende war sogar mehr drin

Hansa Rostock: Am Ende war sogar mehr drin

Jens Erken
Verbissener Kampf um den Ball: Nico Rieble, KSC-Torjäger Fabian Schleusener, Janis Blaswich und Fabian Holthaus (v.l.).
Verbissener Kampf um den Ball: Nico Rieble, KSC-Torjäger Fabian Schleusener, Janis Blaswich und Fabian Holthaus (v.l.). © imago/Pressefoto Baumann
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Trotz großer Personalprobleme verbuchte die Dotchev-Elf bei den heimstarken Badenern einen Teilerfolg.

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Karlsruhe. Wieder kein Sieg – auch im neunten Anlauf nicht. Doch die stark ersatzgeschwächten Rostocker schafften es gestern immerhin, dem Karlsruher SC ein torloses Remis abzutrotzen. Es war das erste Spiel in diesem Jahr, das die heimstarken Badener im Wildparkstadion nicht gewinnen konnten. „Ein 0:0 in Karlsruhe hätten wir vor dem Spiel unterschrieben. Wenn man allerdings die letzte Viertelstunde sieht, hätten wir hier sogar einen Dreier mitnehmen können“, resümierte Oliver Hüsing angesichts der Rostocker Großchancen in der Schlussphase.

Den Innenverteidiger plagen Adduktorenprobleme, dennoch meldete er sich zum drittletzten Auswärtsspiel der Saison einsatzbereit. Dafür fiel sein Nebenmann Julian Riedel kurzfristig aus. Auf der Fahrt vom Hotel zum Stadion meldete er sich bei Trainer Pavel Dotchev mit Magen-Darm-Problemen ab – somit spielte erstmals Nico Rieble in der Innenverteidigung. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht“, lobte der Hansa-Trainer den 22-Jährigen und stellte der gesamten Mannschaft ein gutes Zeugnis aus. „In einem sehr intensiven Spiel bei hohen Temperaturen haben wir vor allem sehr gut gegen den Ball gearbeitet. Leider fehlte uns in der Schlussphase, als es plötzlich hin und her ging, in der Offensive das nötige Quäntchen Glück“, sagte Dotchev: „Und man hat wieder gesehen, dass wir keinen echten Vollstrecker haben!“

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Besonders kläglich vergab der in der Schlussphase eingewechselte Tim Väyrynen den möglichen Siegtreffer, den allein er dreimal auf dem Fuß hatte (80., 84., 90.). Auch Bryan Henning, der den Ball freistehend in die Arme von Torhüter Uphoff schoss (78.), und Mike Owusu, dessen Schuss der KSC-Keeper stark parierte (79.), hätten am Ende noch einen Auswärtssieg klarmachen können.

Zwischenzeitlich hatten die Rostocker allerdings auch Glück, dass KSC-Torjäger Schleusener zweimal scheiterte – zunächst an Torhüter Blaswich (74.) und wenig später traf er nur die Latte (82.). Damit hatte es in den letzten 20 Minuten deutlich mehr Strafraumszenen gegeben als in den ersten 70 davor, die zumeist von beiden Abwehrreihen dominiert wurden. Vor der Pause war auf beiden Seiten jeweils nur eine Torchance zu verzeichnen, jeweils durch einen Kopfball nach Eckstoß. Während Pisot an Blaswich scheiterte (17.), ging der Versuch von Hüsing weit am KSC-Tor vorbei (43.). Zur Pause hatte das 0:0 noch dem Spielverlauf entsprochen. Am Ende jedoch trauerten beide Mannschaften den vergebenen Großchancen nach.

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Hansa hatte die weite Reise nach Karlsruhe mit einem Mini-Kader von nur 16 Spielern angetreten – unter ihnen auch U-19-Kapitän Johann Berger, der sich über einen Kurzeinsatz freuen durfte. Am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen den Tabellendritten Wehen Wiesbaden soll „der Knoten platzen. Wir werden alles versuchen, um das Heimspiel gegen Wiesbaden zu gewinnen", versprach Pavel Dotchev seinem Karlsruher Kollegen Alois Schwartz, dessen Mannschaft bei vier noch verbleibenden Spielen einen Punkt hinter den drittplatzierten Hessen auf dem vierten Tabellenplatz rangiert.

KSC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Föhrenbach -Wanitzek, Mehlem (84. Stroh-Engel) - Muslija, Bader (28. Lorenz) - Fink (69. Pourie), Schleusener.
Hansa: Blaswich - Nadeau, Hüsing, Rieble, Holthaus - Bischoff (87. Berger), Henning - Alibaz (60. Owusu), Scherff - Benyamina (77. Väyrynen), Breier.
Schiedsrichter: Sather (Grimma).
Zuschauer: 15350.

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