05. November 2018 / 16:26 Uhr

Spitzenreiter Heidkrug hält Verfolger Atlas II im Topspiel auf Distanz

Spitzenreiter Heidkrug hält Verfolger Atlas II im Topspiel auf Distanz

Ralf Kilian
Fußball Kreisliga
SV Atlas II 17 Dominik Entelmann -
TuS Heidkrug
Stadion
Geplant: 04.11.2018, 13:00 bis 13:30
Dominik Entelmann (li) erzielte einen Doppelpack für den SV Atlas II, doch für einen Sieg reicht es trotzdem nicht. © Ingo Möllers
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Der Kreisliga-Tabellenführer trennt sich mit einem 2:2-Unentschieden vom SV Atlas Delmenhorst II

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Zum Rückrundenauftakt der Fußball-Kreisliga hat der TuS Heidkrug seine Tabellenführung mit einem 2:2 (1:1)-Remis beim SV Atlas Delmenhorst II verteidigt. Der Vorsprung auf den TSV Großenkneten beträgt zwar nur noch ein Tor, aber die Atlas-Reserve bleibt bei noch einem Spiel (gegen RW Hürriyet Delmenhorst) Rückstand elf Punkte zurück. Mit einer Niederlage hätten sich die Blau-Gelben vermutlich endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Durch das leistungsgerechte Unentschieden bleibt eine Minimalchance, den vor der Saison als Topfavoriten genannten SV Atlas II in der Winterpause noch etwas aufzupeppen und damit eine Aufholjagd zu starten.

Für den Tabellenfünften war es im 15. Spiel die erste Punkteteilung. Bisher gab es für die Mannschaft von Daniel von Seggern nur hop oder top. Dreckige Siege? Fehlanzeige. Späte Siegtore? Gab es nicht. Am Sonntag hatte Dominik Entelmann in der 88. Minute den Lucky Punch auf dem Fuß, verzog aber aus sechs Metern. Im Gegenteil: Nach überlegener erster Hälfte fingen sich die Blau-Gelben in letzter Sekunde den 1:1-Pausenstand. „Das war sehr bitter und natürlich auch ein Knackpunkt. Bis dahin ist Heidkrug nichts eingefallen“, ärgerte sich von Seggern.

Zum zweiten Mal in dieser Saison konnte die Atlas-Reserve auf dem Hauptplatz auflaufen, am Ende waren gut 100 Zuschauer dabei. Besonders über die rechte Seite war Atlas sehr aktiv, Rechtsaußen Duc Nguyen hatte auch die erste Möglichkeit (4.). Heidkrug verteidigte meistens mit Fünferkette, nach vorne ging zunächst nichts. Dann schaltete sich mit Schützenkönig Emiliano Mjeshtri auch der Linksaußen ein, nach Doppelpass mit Entelmann stand diesmal der Pfosten im Weg (18.).

Es wurde intensiver und innerhalb von sechs Minuten hätte es dreimal Elfmeter geben können. Zunächst fiel Entelmann nach vermeintlichem Vergehen von Keanu Sternberg hin, doch der oft unsichere Unparteiische Moritz-Konstantin Bommers ließ weiterspielen. Fünf Minuten später ging Marvin Lohfeld im Atlas-Sechzehner zu Boden – wieder blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm. Doch im Gegenzug war es eindeutig: Nguyen wurde von Tom Mann gelegt und Entelmann verwandelte den Strafstoß zum 1:0 (27.). Patrick Klenke hätte erhöhen können, doch Atlas beziehungsweise Torwart Marvin Schmidt brachte Heidkrug wieder zurück. Zunächst ging er 20 Meter vor seinem Kasten unnötig ins Kopfballduell mit Lohfeld, der um Millimeter vorbeiköpfte (42.). In der Nachspielzeit faustete er einen Schuss von Nils Giza auf den Kopf von Sternberg, sodass dem A-Jugendlichen der 1:1-Ausgleich gelang (45.+1).

Dadurch beflügelt starteten die Gäste deutlich verbessert in Halbzeit zwei und erzielten ein tolles Führungstor. Philipp Kahlert sah auf dem rechten Flügel den völlig freien Giza, dessen präzise Flanke Luca Reinhold unter die Latte knallte (57.). Es sah mittlerweile fast so aus, als ob der TuS aufgrund der läuferischen Vorteile mit einem Mann Überzahl spielen würde. „Gegen die individuelle Klasse von Atlas brauchen wir diese Disziplin und Ordnung, sonst hätten wir keine Chance. Aber wir haben in zwei Situationen das mögliche 1:3 vergeben“, sprach Heidkrug-Coach Selim Karaca weitere Knackpunkte an. Allerdings spielten die Gäste ihre Konter oft nicht exakt genug aus. Von Seggern hatte mit Thore Sikken derweil frischen Schwung in seine zwischenzeitlich sehr behäbige Elf gebracht. Sikkens scharfe Flanke von rechts verwertete Entelmann zum 2:2 (71.).

Pech für Atlas, Glück für Heidkrug

Atlas war jetzt wieder am Drücker, aber hinten verweigerte Schmidt das Herauslaufen gegen Lohfeld. Der Matchwinner des Hinspiels (5:2 für den TuS) schoss jedoch nur den Schlussmann an. Auf der Gegenseite machte Sikken viel Betrieb, spätestens bei Entelmanns Großchance nach Pass von Hanno Hartmann lag den Atlas-Fans der Torschrei auf den Lippen. „Sehr bitter“, wiederholte von Seggern, dessen Start in die Trainerkarriere seit dem Sommer wahrlich nicht vom Glück begünstigt ist. „Am Ende hatten wir Glück bei der Chance von Entelmann, aber letztlich war es ein ausgeglichenes Spiel. So konnten wir Atlas auf Distanz halten“, freute sich Karaca.

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