14. September 2018 / 07:45 Uhr

Spitzenreiter Radefeld ist vor Naunhof gewarnt

Spitzenreiter Radefeld ist vor Naunhof gewarnt

Johannes David
Trifft Radefelds Torjäger Patrick Böhme (am Ball) auch im Spiel gegen Naunhof am Sonntag?
Trifft Radefelds Torjäger Patrick Böhme (am Ball) auch im Spiel gegen Naunhof am Sonntag? © Dirk Knofe
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Fußball-Landesklasse / Trainer Tino Berger: „Wir haben noch gar nichts erreicht“.

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Radefelder SV - SV Naunhof

Nicht nur im spät- sommerlich durchfluteten Biergarten sitzt es sich auf dem Platz an der Sonne am bequemsten. Auch Fußballer aalen sich zu gern ganz oben in der Tabelle. Scheinbar gar nicht genug davon bekommen kann der Radefelder SV. Im Vorjahr belagerte die Mannschaft von Trainer Tino Berger die Spitze der Nordsachsenliga – und nach dem folgerichtigen Aufstieg in die Landesklasse grüßt der RSV auch hier von Rang eins. Alles rosarot also vor dem dritten Spieltag am Sonntag, 14 Uhr, zu Hause gegen den SV Naunhof?

Mitnichten, findet der Coach. „Ich gucke zu diesem Zeitpunkt nicht auf die Tabelle. Das ist alles Schall und Rauch. Wir haben noch nichts erreicht. Ruckzuck bist du in einer Negativspirale“, mahnt Berger zu Vorsicht und Konstanz. Der beherzte Tritt auf die Euphoriebremse kommt dabei nicht aus der Tiefe des Raumes, sondern hängt mit einer jüngsten Pleite zu- sammen.

Am vergangenen Wochenende verabschiedeten sich die Randschkeuditzer aus dem Sachsenpokal, verloren sang- und klanglos 0:4 beim Hainsberger SV (Landesklasse West). Plötzlich ziehen Bodennebel und Regenschauer über das Land, wo gerade noch die Sonne im Zenit stand. Um die Ursache der Niederlage zu beschreiben, reicht dem Übungsleiter ein Wort: „Einstellungssache.“ Und, als kleine Ergänzung: „Wir haben in der Woche davor schlecht trainiert und dann auch so gespielt. Es geht eben nicht von alleine, sondern nur mit viel Arbeit. Wir haben darüber gesprochen und ich hoffe, dass die Jungs das kapiert haben.“

Wenigstens können die Radefelder von Glück reden, auf einen ähnlich angeknacksten Gegner zu treffen. Naunhof hat nach gutem Ligastart mit Sieg und Unentschieden gerade ein 0:4 im Sachsenpokal mitbekommen. Auf eigenem Platz gegen den Reichenbacher FC. Die interessante Duplizität der Ereignisse ist auch Berger nicht entgangen, der Naunhof als „Wundertüte“ bezeichnet. „Sie haben viele Abgänge und Verletzte, können an einem guten Tag trotzdem jeden schlagen. Und an einem schlechten verlieren sie eben.“ Die Frage, was er sich für den Sonntag wünscht, erübrigt sich, wo es doch so gemütlich ist auf dem Platz an der Sonne.

FSV Krostitz - VfB Zwenkau

So schnell kann das Stimmungsbarometer ins Bodenlose fallen. Ziemlich genau drei Monate nach der schwerst umjubelten Landesklasse-Meisterschaft hängen beim FSV Krostitz Köpfe und Haussegen einigermaßen schräg. Vor dem morgigen Spiel gegen den VfB Zwenkau (Anstoß 15 Uhr, Kurt-Fuchs-Stadion) fordert Trainer Tobias Heede Unmissverständliches: „Wir müssen den Kopf frei kriegen und an unserer Einstellung arbeiten. Die Jungs sind dafür zuständig, das auf dem Platz umzusetzen.“

Die Worte klingen schlimmer, als die Ausgangssituation, zumindest rein statistisch, ist. Der FSV hat die 1:2-Auftaktniederlage gegen Blau-Weiß Leipzig mit einem Erfolg bei LVB Leipzig aus dem Gefieder geschüttelt. Für Freudensprünge sorgte allerdings weder der eine noch der andere Auftritt. „Die erste Halbzeit gegen LVB war die schlechteste, seit ich hier Trainer bin. Danach hat immerhin die Einstellung gestimmt, fußballerisch war es aber nicht besser“, zürnt Heede noch immer.

Man will sich gar nicht ausmalen, welchen Einlauf er seiner Mannschaft verpasst hätte, wäre er Übungsleiter in Zwenkau. Der Sachsenliga-Absteiger ist mit einem Remis und einer 0:5-Patsche – übrigens bei Blau-Weiß Leipzig – in die Saison geschwankt. Vorige Woche folgte das 1:3 im Landespokal gegen Merkur Oelsnitz. Heede war Zaungast der Partie und zog seine Schlüsse. „Zwenkau ist physisch stark, da sind einige große Jungs dabei. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe.“ Und das nicht nur, weil auch der Krostitzer Kader einige echte Kanten zu bieten hat.

Ein Vorteil kommt dem VfB auf jeden Fall zu Gute. Er blieb im Spielrhythmus, während Krostitz verzweifelt nach einem Testgegner für vergangene Woche suchte, aber nicht fündig würde. Sage und schreibe 17 Absagen handelte sich Heede ein und fand dementsprechend derbe Worte für die Pokalunterbrechung nach nur zwei Spieltagen. „Einfach nur sehr dämlich.“ Dafür sieht die Personallage recht freundlich aus. Es fehlen nur Felix Gutmann, Nico Müller (beide Arbeit) und Felix Böttger, der zwei Monate durch Neuseeland reist. Da herrscht ganz sicher bessere Stimmung als momentan in Krostitz.

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