16. Januar 2018 / 00:00 Uhr

Sponsoren, Werbung, Fanartikel: Hansa-Kogge auf Rekordkurs

Sponsoren, Werbung, Fanartikel: Hansa-Kogge auf Rekordkurs

Sönke Fröbe
Auf einer Wellenlänge: Hansa-Chef Robert Marien (36) und Trainer Pavel Dotchev (52).
Auf einer Wellenlänge: Hansa-Chef Robert Marien (36) und Trainer Pavel Dotchev (52). © Lutz Bongarts
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Nicht nur sportlich, auch wirtschaftlich geht es beim Drittligisten bergauf.

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Sportlich hat sich der FC Hansa nach mageren Jahren wieder gefangen. Vor dem Punktspielstart am Sonnabend in Großaspach liegen die Rostocker als Tabellenvierter aussichtsreich im Rennen um den Relegationsrang. Auch wirtschaftlich stehen die Zeichen beim einstigen Bundesligisten auf Konsolidierung und in einigen Geschäftsbereichen sogar auf deutlichem Wachstum. Der Klub peile im Sponsoring eine neue Rekordmarke an, sagt Vorstandschef Robert Marien: „Wir wollen in diesem Jahr unser bestes Drittliga-Ergebnis erzielen. Und ich bin überzeugt, dass wir das schaffen.“

4,4 Millionen Euro sind das erklärte Umsatzziel, das wäre fast eine Million Euro mehr als 2016/17 (3,45 Millionen) und das beste Ergebnis in der mittlerweile siebten Drittliga-Saison des Koggenklubs.

„Damit wären wir in der 3. Liga unter den Top vier“, erklärt Marien mit Blick auf das derzeit wichtigste wirtschaftliche Standbein des Vereins. Ein neues Allzeit-Hoch erwartet der 36-Jährige im Merchandising-Geschäft, also dem Verkauf von Fanartikeln. „Dort steuern wir unser bestes Ergebnis aller Zeiten an“, sagt Marien, der seit Juli 2016 als Vorstandschef amtiert und zuvor – seit November 2015 – Marketingvorstand des Klubs war. Die bisherige Bestmarke stammt aus der Bundesliga-Saison 2007/08 und liegt bei 1,43 Millionen Euro (2013/14: 1,13 Millionen).

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Die Zeiten, als in der Hansa-Führungsetage allenfalls der Mangel verwaltet wurde, gehören vorerst der Vergangenheit an. Durch Umstrukturierungen im Zusammenspiel mit dem langjährigen Vermarkter Infront, Konsolidierungspakete, kreative Ideen und neue Geschäftsfelder arbeitet sich der Drittligist aus dem Tal. Stolz verweist Marien auf die Anzahl der Mikrosponsoren, die von anfangs weniger als 100 (2015/16) auf aktuell fast 1000 angestiegen ist.

„Damit sind wir in Deutschland unter den Fußballvereinen führend“, sagt der Klubchef. Rund 400000 Euro spülen die Kleinsponsoren dem Verein in die Kassen.

Die Erlöse durch Werbemittel (u.a. die neuen LED-Banden sowie „Megaposter“ im Stadion, Trikotsponsor) sind nach Klubangaben im Vergleich zur Vorsaison um 67,5 Prozent angewachsen. Der Ertrag durch das Trikotsponsoring (Sunmaker) legte sogar um 144 Prozent zu.

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Die Logen im Ostseestadion sind zu 90 Prozent vermarktet, der VIP-Bereich liegt derzeit bei etwa 60 Prozent. Auch hier setzt Marien auf Wachstum. „Das Konzept im VIP-Bereich ist zehn Jahre alt, das muss grundsätzlich geändert werden, wir brauchen mehr Eventcharakter.“ Auch beim Zuschauerschnitt – Hansa ist mit 11500 Besuchern Liga-Zweiter hinter Magdeburg (17400) – sieht der Klubchef noch Reserven: „Ich würde mich freuen, wenn wir zu Vereinen wie Magdeburg oder Dresden aufschließen könnten.“

Hansas „große Schwäche“ sieht Marien derzeit vor allem darin, dass der Verein mit Ausnahme der Ostseesparkasse (Ospa) keine kommunalen Unternehmen als Sponsoren an Bord hat, die „in der 3. Liga extrem wichtig“ seien. Der Klub arbeite daran, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. „Das ist unsere nächste große Aufgabe: die kommunalen Unternehmen von Hansa zu überzeugen. Da haben wir noch sehr große Defizite“, räumt Marien ein. Es gebe aber positive Signale und der Verein sei auf einem guten Weg, das Schmuddel-Image abzustreifen. „Das hat sich deutlich gewandelt. Wir kommen langsam wieder in der Gesellschaft an.“

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