Daniel Didavi wird dem Vfl Wolfsburg im Relegations-Hinspiel fehlen Daniel Didavi wird dem Vfl Wolfsburg im Relegations-Hinspiel fehlen © Hermstein
Daniel Didavi wird dem Vfl Wolfsburg im Relegations-Hinspiel fehlen

Sportbuzzer-Matchday: Der VfL Wolfsburg empfängt Holstein Kiel zum Relegations-Hinspiel

Der VfL vor der heißen Relegation gegen Zweitligist Holstein Kiel - die Wolfsburger müssen vor dem Hinspiel gegen die Störche einen bitteren Ausfall verschmerzen.

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Das Personal

Cheftrainer Bruno Labbadia und sein Co-Trainer Eddy Sözer unterhielten sich am Mittwoch vor dem Beginn des Abschlusstrainings länger mit Paul Verhaegh, mit dem Routinier, der sich beim 4:1 gegen Köln eine große Platzwunde auf der Stirn zugezogen hatte. Mit zehn Stichen musste die genäht werden. Ob Verhaegh im Relegations-Hinspiel gegen Kiel spielt, ist offen. Sollte der erfahrene Niederländer ausfallen, könnte ihn William ersetzen. Auf Williams Position hinten links könnte Yannick Gerhardt starten, der Ex-Kölner hatte nach langer Verletzungspause (Syndesmoseriss) beim 4:1 gegen Köln sein Comeback gefeiert. Gar nicht dabei auf dem Platz war Daniel Didavi. Der torgefährlichste VfL-Offensivmann (9 Bundesliga-Tore) plagt sich schon seit geraumer Zeit mit Achillessehnen-Problemen herum. Schon am Dienstag bei der Pressekonferenz hatte Trainer Labbadia gesagt: „Daniel steht auf der Kippe.“ Nach SPORTBUZZER-Informationen gehört Didavi nicht zu den 19 Spielern, die nach der Einheit ins Übernachtungsquartier ins Ritz Carlton fuhren. Ignacio Camacho wiederum gehörte dazu. Der Kapitän könnte nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel erstmals wieder eine Alternative sein – zumindest für den 18er Kader.

Relegation reloaded

1081 Tage sind vergangen, seitdem Marcelo Diaz den Freistoß in der 91. Minute über die Mauer ins Tor des Karlsruher SC schaufelte und den Hamburger SV damit in die Verlängerung im Relegations-Rückspiel duselte. Der HSV konnte die Partie natürlich noch für sich entscheiden – und Trainer Bruno Labbadia sich als Retter feiern lassen. Fast drei Jahre ist das her; inzwischen ist der HSV das erste Mal in der Bundesliga-Geschichte abgestiegen und der VfL hat die Saison nicht wie damals als Vize-Meister und Pokalsieger abgeschlossen. Diesmal stehen die Wolfsburger in der Relegation, zum zweiten Mal in Folge schon – und erneut ist Labbadia als Feuerwehrmann gefragt. Nur: Parallelen zur Vorbereitung auf die HSV-Relegation kann Labbadia kaum ausmachen. „In Prozent gibt es da keine fünf Prozent Übereinstimmung.“ Man könne die Situation auch schwer vergleichen. „Es sind immer andere Typen in der Mannschaft und auch ein anderer Gegner“, erklärt er, vieles entscheide er lediglich nach seinem Gefühl. Und diesmal hat er ja auch eine Handvoll Spieler in seinem Kader, die die Relegation in der vergangenen Saison schon miterlebt haben. Von Torwart Koen Casteels über Yannick Gerhardt, Robin Knoche, Josuha Guilavogui, Yunus Malli bis Daniel Didavi standen im Rückspiel (1:0) gegen Eintracht Braunschweig fünf aktuelle VfL-Akteure in der Startelf, Maximilian Arnold wurde eingewechselt. Mal abgesehen davon, dass die individuelle Qualität, die jeder dieser Spieler gleichzeitig mitbringt, auch sonst einen klaren Vorteil gegenüber Holstein Kiel bedeuten würde.

So schnitten die Spieler des VfL Wolfsburg in der Hinrunde ab.

Schützenfeste gegen Kiel

Wolfsburg gegen Kiel – eine Paarung, die in der Historie Bemerkenswertes bietet. Einen Rekordsieg etwa. Und ganz andere Zuschauerzahlen. Wohin sich vor allem der VfL in nur 26 Jahren entwickelt hat – das letzte Heimspiel als Amateurliga-Mannschaft zeigt es. Es war ein Spiel gegen, eben, Holstein Kiel. Es stieg am 9. Mai 1992. Wolfsburg war praktisch schon in der Aufstiegsrunde, 6:0 ging die Partie aus. VfL gegen Kiel – die Partie war nicht nur das letzte Wolfsburger Amateur-Ligaspiel. Sondern die Störche wurden auch einmal historisch gerupft. Es war einer der höchsten Wolfsburger Punktspiel-Heimsiege aller Zeiten am 19. Oktober 1986, als der VfL vor 700 Zuschauern am Elsterweg den KSV Holstein mit 9:1 zerlegte. „In den letzten 20 Jahren hat der VfL bestimmt nicht so hoch gewonnen“, war sich der Klub-Vorsitzende Hans-Peter Lorenz sicher. So einen hohen Ligasieg gab es danach nicht mehr. Aber vorher: Der VfL hat in den vergangenen Jahren seine Klub-Historie aufgearbeitet. Ein höherer Sieg lag mehr als 20 Jahre zurück: 1952/53 gab es in der Amateuroberliga Niedersachsen Ost ein 12:0 gegen Holzminden. Für die Zeit von der Klub-Gründung 1945 bis 1948 gibt es keine Statistiken.

Wolfgang Schwenke über die Relegation

KSV-Geschäftsführer Wolfgang #Schwenke fühlt sich ob der anstehenden Relegation sehr gut, denn er ist "ja grundsätzlich optimistischer Natur". Was er zu den Entscheidungsspielen und den riesigen Run auf die Tickets zu sagen hat, erfahrt ihr im Video. #NurHolsteinKiel #2Liga #Relegation #KielAhoi #WOBKSV

Gepostet von Holstein Kiel am Dienstag, 15. Mai 2018

Euphorie in Kiel

Ausnahmezustand! Kein anderes Wort beschreibt besser, was sich in den vergangenen Tagen in Kiel abgespielte. Der Grund: Die beiden Relegationsspiele (und insbesondere das Heimspiel am Pfingstmontag) der Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V. gegen den VfL um den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga. Die Störche testen schon mal ihre Grenzen aus... Und den vorläufigen Höhepunkt dieserufbruchstimmung wurde am frühen Mittwochabend erreicht, als die Meldung die Runde machte, dass die Störche im Falle eines Aufstiegs doch in ihrem Holstein-Stadion spielen dürften. Bislang waren sie mit einer Ausnahmeregelung augrund nicht eingehaltener Voraussetzungen gescheitert. Nun reichte Holstein in Form von Plänen zum Stadionausbau neue Unterlagen ein, die von der DFB auf Widerruf für ausreichend befunden wurden. Ausnahmezustand! Schon am Montag hatten sich endlose Schlangen vor dem Holstein-Stadion gebildet, damit Besitzer einer Dauerkarte diese in ein Relegationsticket umwandeln können. Auf der Facebook-Seite des Klubs beschwerte sich ein Fan, sieben Stunden dafür angestanden zu haben.

Brief an die Fans und ausverkauftes Haus

Beim heißen Saisonfinale des VfL gegen den Köln war die VW-Atrena nicht voll; heute Abend ist das anders. Das Relegations-Hinspiel gegen Holstein Kiel ist ausverkauft! Und: Vor dem Spiel wendet sich die Mannschaft im Stadionmagazin in einem offenen Brief an die Anhänger. „Für unsere Farben. Für unseren VfL. Für die 1. Liga!“ Die Mannschaft „will die Gelegenheit nutzen, um uns direkt an Euch zu wenden“. In dem Brief heißt es unter anderem: „Hinter uns allen liegen schwierige Wochen und Monate und Euer Frust ist nur allzu verständlich. Bitte glaubt uns, dass auch wir Spieler extrem enttäuscht sind über unseren Saisonverlauf. Wir hätten unserem tollen Staff, den Mitarbeitern und vor allem auch Euch gerne viel mehr Gründe zum Jubeln gegeben.“ Die Fans stemmen sich gegen die 2. Liga. Wie schon vor dem Köln-Spiel treffen sich die Anhänger am Donnerstag im Kaufhof – diesmal um 16 Uhr. In dem Aufruf der aktiven Fanszene heißt es weiter: „Alle im VfL-Trikot.“ Am Samstag waren rund 1000 Anhänger in den Kaufhof gekommen, danach gab’s einen Fanmarsch zur Arena – der ist auch für heute geplant.

VfL Wolfsburg (Herren) Region/Wolfsburg-Gifhorn Holstein Kiel (Herren) VfL Wolfsburg Bundesliga Relegation Bundesliga Region/Kiel Holstein Kiel

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige