09. November 2018 / 11:00 Uhr

SPORTBUZZER-Matchday: Hält die Flutlicht-Serie des VfL Wolfsburg im Derby bei Hannover 96?

SPORTBUZZER-Matchday: Hält die Flutlicht-Serie des VfL Wolfsburg im Derby bei Hannover 96?

Redaktion Sportbuzzer
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30.10.2018, Niedersachsen, Hannover: Fußball: DFB-Pokal, 2. Runde, Hannover 96 - VfL Wolfsburg in der HDI-Arena. Wolfsburgs Wout Weghorst (M) jubelt nach seinem Tor zum 0:2. Foto: Swen Pförtner/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Dürfen sie diesmal wieder unter Flutlicht jubeln? Das letzte Duell mit Hannover 96 entschied der VfL für sich. © dpa
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Der VfL bei Hannover 96 – am Freitagabend (20.30 Uhr) gibt’s Teil zwei dieses Derbys in dieser Hinrunde... Am 30. Oktober hatten die Wolfsburger bei den Roten in der zweiten DFB-Pokal-Runde mit 2:0 gewonnen, nun steigt das Duell in der Fußball-Bundesliga. Wieder unter Flutlicht. Ein gutes Omen aus Wolfsburger Sicht...

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Die Flutlicht-Serie

Vier der vergangenen fünf Pflichtspiele dieser beiden Klubs gewann der VfL – und die fanden alle unter Flutlicht statt... Da wäre der jüngste Sieg im Pokal, da wäre das 1:0 des VfL in der Rückrunde der vergangenen Saison in Hannover (28. Januar 2018), zuvor hatten die Wolfsburger im Pokal in Wolfsburg gegen die Roten mit 1:0 (25. Oktober 2017) ein Abendspiel gewonnen. Fehlt noch das 4:0 am 1. März 2016, ebenfalls eine Flutlicht-Begegnung. Der letzte 96-Abendspiel-Sieg liegt schon ganz lange zurück – am 11. April 2012 gewannen die Hannoveraner gegen den VfL mit 2:0. Und wie läuft’s am Freitag, wenn das Licht angeht? VfL-Trainer Bruno Labbadia hofft darauf, dass diese Wolfsburger Abend-Siegesserie gegen 96 anhält.

„Wenn man gewinnt, gibt es nichts Schöneres“, so der Ex-Profi, der in seiner aktiven Zeit selbst gern unter Flutlicht gespielt hat. Am Freitagabend will er seinem Team von der Seitenlinie helfen, damit das mit einem Sieg in die Länderspiel-Pause gehen kann. Labbadia: „Das ist immer angenehmer, wenn die Spieler mit einem Sieg in die Länderspielpause gehen, weil du diesen dann 14 Tage mitnimmst. Das macht es für die Spieler, die hier bleiben, leichter. Und die Nationalspieler gehen auch mit einem besseren Gefühl zu ihren Spielen. Zudem startest du auch in das Spiel nach der Pause ganz anders. Das macht schon viel aus.“

Das Wiedersehen

Gerade erst - am 30. Oktober - zogen die Wolfsburger in Hannover mit einem 2:0-Sieg ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Nun gibt es das Aufeinandertreffen in der Liga. Für Labbadia ist das „schon ein Stück eigenartig“, sagt er, aber im Profi-Fußball mit all seinen Wettbewerben gäbe es so eine „extreme Konstellation“ immer mal wieder. Der Vorteil dabei sei ja immerhin: „Du hast die Vorbereitung von vor zehn Tagen noch da liegen.“ Und doch wird es gewiss ein anderes Spiel.

Man könnte sogar den Eindruck gewinnen, als träfen die Wolfsburger im zweiten Spiel gar auf einen anderen Gegner. „Es ist jetzt halt ein Bundesliga-Spiel“, sagt der Coach, der am Freitag zumindest nach demselben Ausgang strebt: „Wir wollen versuchen, dort auch zu gewinnen.“ Dass die Hannoveraner in der Zwischenzeit 1:3 beim FC Schalke 04 verloren haben, wurde auch rund 70 Kilometer östlich vernommen. „Wir haben das Spiel beobachtet. Deswegen haben wir auch die Veränderungen gesehen, die sie vorgenommen haben“, erklärt Labbadia. Und auch, wenn sich natürlich „die Spieler nicht verändert haben“, habe es da ein paar Fingerzeige gegeben.

Ein Derby

Während in Hannover Fans und Verein den Begriff „Derby“ für die Spiele gegen den VfL vermeiden (weil aus 96-Sicht nur Partien gegen Braunschweig Derbys sind), geht Labbadia als gebürtiger Hesse die Sache unvoreingenommen an. „Für jemanden wie mich, der nicht aus dieser Region stammt, ist das natürlich ein Derby – weil es nahe genug ist.“ Schon das Pokalspiel vor zehn Tagen sei Labbadia „wie ein Derby angegangen – und darum habe ich es auch sehr, sehr gern gewonnen...“

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Das Personal

Weder Admir Mehmedi noch Felix Klaus und Josuha Guilavogui sind nach ihren Verletzungen einsatzbereit. Und so entschied sich VfL-Coach Labbadia, erneut auf den Kader zu setzen, dem er auch am vergangenen Samstag gegen Dortmund vertraut hatte.Heißt: Daniel Ginczek ist mit dabei, der Angreifer hatte in den vergangenen Tagen mit Nackenproblemen zu kämpfen. Labbadia: „Er konnte zwei Tage nur individuell trainieren, wir müssen abwarten, wie er zurückkommt.“ Für den Kader reichte es.

Den zarten Comeback-Hoffnungen bei den lange verletzten Klaus und Guilavogui entzog Labbadia schweren Herzens die Grundlage. Vor allem Klaus (seit August wegen einer Schambeinentzündung raus) hatte sich Hoffnungen auf einen Kurzeinsatz im Spiel bei seinem Ex-Klub gemacht. „Es ist immer gut, wenn ein Spieler sofort wieder spielen will“, so der Trainer.

Klaus' kleiner Hoffnungsschimmer

„Aber er hat jetzt fast auf den Tag genau sieben Monate kein Spiel mehr gemacht – und Spieler brauchen nach vier Wochen Urlaub ja schon sieben Wochen Vorbereitung.“ Er wolle Klaus lieber „behutsam aufbauen“, darum könne man „nicht davon ausgehen“, dass er im Spiel bei 96 dabei ist, „auch wenn man niemals nie sagen soll“. Paul Verhaegh (Verspannung im Schulterbereich) und Renato Steffen sind zwar angeschlagen, aber dabei. Steffen spürt zwar noch die schmerzhaften Folgen seiner Schulterprellung aus dem Dortmund-Spiel, ist aber einsatzbereit

Der Gegner

Wichtiges Spiel, aber schwierige Personallage bei VfL-Gegner Hannover 96. „Wir klagen nicht, auch wenn Leistungsträger ausfallen“, sagt André Breitenreiter. „Wir vertrauen den Jungs, die auflaufen.“ Dazu gehört wieder Bobby Wood. „Er macht das recht ordentlich“, meint der Trainer. Das klingt nicht gerade überschwänglich. Die interne Bewertung von Woods Leistung beim 1:3 auf Schalke war laut Breitenreiter „nicht so negativ, wie sie oberflächlich anderweitig gesehen wird. Er hat gute Bälle behauptet und verteilt. Was ihm abging, war ein Stück weit Torgefahr, weil er sich fürs Team aufgeopfert hat.“

Breitenreiters Sorgenfalten

Das ist nun aber der entscheidende Punkt – 96 braucht Woods Tore. Mit Niclas Füllkrug fällt der als Torgarant mit einer Vertragsverlängerung ausgestattete Stürmer auf unbestimmte Zeit aus. Die Schmerzen bei seiner Reizung im Knie haben sich verschlimmert. Mit Takuma Asano fällt ein weiterer Offensiver aus. Auch Hendrik Weydandt setzte unter der Woche mit dem Training aus, hatte Adduktorenprobleme. Breitenreiter will am Freitag „entscheiden, ob er beginnt oder später wieder reinkommt, um für frische Momente zu sorgen“. Nicht nur vorn hat 96 Sorgen, auch hinten und in der Mitte gibt’s Lücken. Felipe (Muskelfaseriss) fehlt wie Oliver Sorg (private Probleme). Im Mittelfeld steht hinter dem Einsatz von Pirmin Schwegler ein Fragezeichen.

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